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Peter Theo Curtis Dschihadisten in Syrien lassen US-Journalisten frei


Vor zwei Jahren wurde der US-Journalist Peter Theo Curtis von Islamisten in Syrien entführt. Nur wenige wussten davon. Jetzt ist Curtis wieder frei. Welches Land das bewirkt hat, ist unklar.

Der in Syrien entführte US-Forscher Peter Theo Curtis ist wieder frei. "Endlich kehrt er nach Hause zurück", erklärte US-Außenminister John Kerry und bestätigte damit die Freilassung des aus Massachusetts stammenden jungen Wissenschaftlers. Curtis war zwei Jahre lang in der Hand der radikalislamischen Al-Nusra-Front, des syrischen Ablegers des Terrornetzwerks Al-Kaida. Seine Entführung wurde jedoch geheimgehalten.

Nach Angaben der Vereinten Nationen wurde Curtis am Sonntagspätnachmittag den UN-Blauhelmen auf den Golan-Höhen übergeben. Nach einer Überprüfung seines Gesundheitszustands sei er dann von einem Vertreter der US-Regierung in Empfang genommen worden.

Die Freilassung des Forschers war zunächst von dem katarischen Fernsehsender Al Dschasira gemeldet worden. Demnach wurde Curtis im August 2012 nahe der Grenze zwischen Syrien und der Türkei verschleppt. Laut dem Sender hatte sich Katar für seine Freilassung eingesetzt.

20 Journalisten in Syrien vermisst

Kerry wies darauf hin, dass sich die USA in den vergangenen zwei Jahren an mehr als zwei Dutzend Staaten gewandt hätten, um mit ihrer Hilfe die Freilassung von US-Geiseln zu erreichen. Das ist ein möglicher Hinweis darauf, dass Curtis' Freilassung durch ein anderes Land eingefädelt wurde.

Nach Schätzung des in den USA ansässigen Komitees zum Schutz von Journalisten werden in Syrien etwa 20 Journalisten vermisst. Es wird vermutet, dass viele davon sich in der Gewalt von IS befinden. Erst vor wenigen Tagen war die Ermordung des 2012 ebenfalls in Syrien entführten US-Journalisten James Foley bekannt geworden.

Am vergangenen Dienstag stellte die Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) ein Video ins Internet, das die Enthauptung des 40-Jährigen zeigt. Sie bezeichnete die Hinrichtung als Reaktion auf von US-Präsident Barack Obama angeordnete Luftangriffe auf IS-Stellungen im Irak. Der IS kontrolliert Teile Syriens und des Nordiraks, seine Führung rief für die besetzten Gebiete ein Kalifat aus. Im syrischen Bürgerkrieg kämpft der IS gegen die Regierung in Damaskus, aber auch gegen andere Rebellengruppen.

kis/AFP AFP

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