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Texas Verschwörungs-Anhänger warten in Dallas erneut vergeblich auf die Rückkehr von John F. Kennedy Junior

Der Dealey Plaza in Dallas
Der Dealey Plaza in Dallas
© Larry W. Smith / Picture Alliance
Die Mitglieder der QAnon-Bewegung warteten an dem Ort, an dem 1963 JFK erschossen wurde, auf die Wiederkehr seines ebensfalls verstorbenen Sohnes, der angeblich Trump zurück ins Amt verhelfen soll.

Skurrile Versammlung in Dallas, Texas: Mehr als hundert Menschen glaubten offenbar an eine höchst skurrile Verschwörungstheorie. Sie versammelten sich am berühmten Dealey Plaza, wo im Jahr 1963 der damalige US-Präsident John F. Kennedy erschossen worden ist. Und dort, so verbreitete es sich unter den Anhängern der QAnon-Bewegung, werde am 22. November dessen ebenfalls verstorbener Sohn John F. Kennedy Junior wieder auftauchen und Donald Trump zurück ins Präsidentenamt erheben. Deshalb wollten zahlreiche Menschen vor Ort anwesend sein.

Die QAnon-Bewegung wurde 2017 durch einen ominösen Twitteraccount ins Leben gerufen. Die Anhänger glauben an weitreichende Verschwörungen innerhalb der Regierung, unter anderem an Entführung und Verkauf von Kindern im großen Stil. Nichts davon beruht auf Fakten oder lässt sich irgendwie belegen. Die Verschwörungsfans sind zudem treue Anhänger des Ex-Präsidenten Donald Trump.

Der verstobene Kennedy-Sohn soll Trump wieder zum Präsidenten küren

In Dallas tauchten viele der QAnon-Anhänger mit Flaggen und Trump-Bannern auf, schmückten ihre Autos mit Plakaten, auf denen unter anderem Slogans wie "Trump hat die Wahl 2020 gewonnen" standen. Das absurde Gerücht, dass der tote John F. Kennedy Junior am Dealey Plaza auftauchen würde, beruhte offenbar seinerseits auf einem Twitteraccount, von dem die Anwesenden glaubten, dass aus dem Jenseits von John F. Kennedy Senior betrieben wird. Dort wurden sie aufgefordert, am 22. November hier anwesend zu sein.

Zur allgemeinen Enttäuschung warteten die Menschen jedoch vergebens – kein Kennedy-Sprössling erschien, auch Ex-Präsident Trump nicht – und der ist nach wie vor eben das: Ex-Präsident. Dabei sind die Verschwörungsgläubigen fest davon überzeugt, dass John F. Kennedy Junior keineswegs 1999 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam, sondern seinen Tod nur vortäuschte. Einige glauben sogar, dass es sich bei ihm um den sagenumwobenen "Q" handelt, den mysteriösen Gründer der QAnon-Bewegung. In jedem Fall soll der Kennedy-Sohn dafür sorgen, dass Donald Trump 2024 zurück ins Präsidentenamt gewählt wird. Am 22. November in Texas hat das aber noch nicht geklappt. Es war nicht das erste Mal, dass die QAnon-Anhänger auf die Rückkehr des Kennedy-Sohns warteten. Bereits Anfang November gab es in Dallas eine ähnliche Versammlung mit dem gleichen Ergebnis – die Anhänger warteten vergebens.

Quellen:  Twitter,  "The Independent"

wt

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