Regionalwahlen in Italien Berlusconi-Lager schneidet unerwartet gut ab


Bei den Regionalwahlen in Italien hat das Mitte-rechts-Lager von Ministerpräsident Berlusconi weitaus besser abgeschnitten als erwartet.

Bei den Regionalwahlen in Italien hat das konservative Lager von Ministerpräsident Silvio Berlusconi besser abgeschnitten als erwartet. Den Hochrechnungen und ersten Teilergebnissen zufolge konnte sein Mitte-Rechts-Bündnis dem linken Lager zwei Regionen abnehmen: Kalabrien und Kampanien. In den Regionen Latium (mit Rom) und Piemont gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Vor drei Monaten, als Berlusconis Beliebtheitswerte noch höher lagen, hatte sich seine PDL-Partei als Mindestziel einen Sieg in vier oder fünf der 13 Regionen zum Ziel gesetzt. Kurz vor der Wahl war nur noch mit einem oder zwei Wahlsiegen gerechnet worden, weil Berlusconis Partei im Vorfeld mit einigen Skandalen zu kämpfen hatte.

Insgesamt deutlich zurückgegangen ist die Wahlbeteiligung, die mit 64 Prozent rund acht Punkte unter der Regionalwahl von 2005 lag. In der Wählergunst mussten sowohl das Mittel-Links-Bündnis als auch Berlusconis Partei Volk der Freiheit (PDL) Federn lassen.

Einziger klarer Gewinner war offenbar Berlusconis Koalitionspartner, die Lega Nord. Sie siegte in Venetien und führte auch in Piemont und könnte damit erstmals in ihrer Geschichte in zwei Regionen des reichen Nordens den Regierungschef stellen. Sie dürfte damit auch in der Koalition in Rom ihre Forderungen künftig lauter stellen.

Die Regionalwahlen am Sonntag und Montag galten als wichtiger Stimmungstest für Berlusconis Koalition. Nach dem Debakel um die Registrierung von Kandidaten der Regierungspartei Volk der Freiheit (PDL) waren die Umfragewerte der Regierungspartei eingebrochen.

AFP, Reuters Reuters

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