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Rüstung: Nordkorea will Atomwaffenprogramm aufgeben

Nordkorea will auf sein Atomwaffenprogramm verzichten. Das geht aus einer Erklärung hervor, die bei den Sechs-Länder-Gesprächen in Peking verabschiedet wurde.

Nordkorea ist Agenturmeldungen zufolge bereit, auf sein Atomprogramm zu verzichten und dem Atomwaffensperrvertrag wieder beizutreten. Dies habe Nordkorea bei den Sechs-Nationen-Gesprächen in Peking zugesagt, meldeten die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua und die südkoreanische Agentur Yonhap am Montag.

Als Gegenleistung erhalte das kommunistisch regierte Land Öl- und Energielieferungen sowie Sicherheitsgarantien. Zudem sei Nordkorea das Recht auf ein ziviles Atomprogramm zugestanden worden, sobald es wieder das Vertrauen der internationalen Gemeinschaft gewonnen habe. Die USA hätten versichert, Nordkorea nicht angreifen zu wollen. An den Gesprächen sind neben Nordkorea und den USA Südkorea, Russland, Japan und Gastgeber China beteiligt.

Erstes gemeinsames Dokument seit zwei Jahren

Die USA und Japan sagten Xinhua zufolge in einer gemeinsamen Erklärung der Gesprächsrunde zudem zu, Schritte zur Normalisierung der Beziehungen zu Nordkorea zu unternehmen. Einen Zeitrahmen dafür nannten sie allerdings nicht. Nordkorea hatte sich 2002 aus dem Atomwaffensperrvertrag zurückgezogen und Anfang des Jahres erstmals erklärt, Atomwaffen zu besitzen. Hauptstreitpunkt in den nachfolgenden Verhandlungen waren Nordkoreas Forderungen nach einem Programm zur zivilen Nutzung der Atomenergie, Energielieferungen und Sicherheitsgarantien.

Die gemeinsame Erklärung über Grundzüge für ein Ende des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms ist das erste gemeinsame Dokument, das in den bisher vier Verhandlungsrunden seit zwei Jahren angenommen worden ist.