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Umstrittener Motorradclub: "Nachtwölfe" haben EU-Grenze offenbar passiert

Laut eigenen Angaben haben Mitglieder des umstrittenen russischen Motorradclubs "Nachtwölfe" die Grenze zu Polen überquert. Der als kremlnah geltende Club will am 9. Mai in Berlin eintreffen.

Alexander Zaldostanow, der Präsident des russischen Motoradclubs "Nachtwölfe"

Alexander Zaldostanow, der Präsident des russischen Motoradclubs "Nachtwölfe"

Die Rocker des russischen Motorradclubs "Nachtwölfe" haben nach eigenen Angaben trotz eines polnischen Einreiseverbotes die EU-Grenze passiert. "Ein Teil befindet sich (in der tschechischen Stadt) Ostrava", sagte Clubsprecher Andrej Bobrowski am Donnerstag dem russischen Radiosender Goworit Moskwa. Weder die örtliche Polizei noch der russische Honorarkonsul in der nordmährischen Stadt bestätigten dies zunächst. Eine weitere Gruppe sei in Ungarn, teilten die Rocker in ihrem Blog mit.

Unklar war, wie die Rocker die EU-Grenze passiert haben sollen. Polen hatte die "Siegestour" anlässlich des 70. Jahrestages des Triumphs der Sowjetunion über den Faschismus als Provokation bezeichnet und ihnen die Einreise verweigert. Dies löste scharfe Kritik Russlands aus.

Die Tour der als kremlnah geltenden "Nachtwölfe" soll am 9. Mai, der in Russland als Tag des Sieges gefeiert wird, in Berlin enden. Deutschland hatte die Visa einiger Biker annulliert.

ono/DPA / DPA
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