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Neue Provokation? Russland fliegt Großmanöver über der Ostsee


Nach Angaben des US-Militärs sind zwei Tage hintereinander rund ein Dutzend russische Militärflugzeuge über der Ostsee gesichtet worden. Nato-Alarm lösten sie nicht aus - aus einem einfachen Grund.

Ein Dutzend russische Kampfmaschinen inklusive Langstreckenbomber und Tankflugzeuge flogen am vergangenen Samstag und Sonntag ein Großmanöver über der Ostsee. Dies berichtete das US-Militär dem US-Fernsehsender CNN. Die Flugzeuge seien an beiden Tagen von Kaliningrad aus gestartet. Russland habe den Nato-Luftraum dabei nicht verletzt, sei jedoch gefährlich nahe dem litauischen Grenzraum gekommen. Laut dem Magazin "Bloomberg Businessweek" nahmen an der Aktion Flugzeuge vom Typ Tupolew Tu-95 und Tu-22 teil.

Die Nato sowie die schwedische und finnische Luftwaffe hätten das russische Manöver überwacht. "Es war ein großes Aufgebot", sagte Pentagonsprecher Steven Warren. Zwar registriert die Nato schon seit einigen Wochen russische Kampfjets über der Nord- und Ostsee, doch dieses Manöver habe neue Dimensionen. "Die Manöver tragen nicht dazu bei, Spannungen abzubauen. Aber obwohl sie größer sind, als alles, was wir bis jetzt gesehen haben, lösen sie bei der Nato auch keinen Alarm aus", sagte Pentagonsprecher John Kirby dem CNN.

Nun rätselt die Nato, was Moskau mit der Aktion bezwecken haben könnte. In erster Linie würde es sich aber um eine "Machtdemonstration Putins" handeln, so ein US-Beamter gegenüber dem CNN.

ivi

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