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Sanktionen gegen Iran: Teheran bekundet Interesse an Kompromiss

Der Iran bekundet im Streit um sein Atomprogramm angesichts drohender Wirtschaftssanktionen Interesse an Kompromissangeboten des Auslands.

Nach der Entscheidung, Uran auf 20 Prozent anzureichern, seien Vorschläge für eine Anreicherung jenseits der Staatsgrenzen von den USA, Russland und Frankreich eingegangen, sagte der Leiter der iranischen Atomenergie-Behörde, Ali Akbar Salehi, am Montag der halbamtlichen Nachrichtenagentur ILNA.

Derzeit würde die Vorschläge zusammen mit Vorstößen anderer Länder geprüft. "Die Angebote dieser Länder werden nur dann den Iran von der Anreicherung abhalten, wenn alle unsere Bestimmungen und Bedingungen für den Austausch angereicherten Urans berücksichtigt werden", sagte Salehi.

Vor allem westliche Staaten fürchten, dass der Iran das Uran für den Bau einer Atombombe anreichern will. Die Islamische Republik bestreitet das und gibt an, auf 20 Prozent angereichertes Uran für medizinische Zwecke zu gebrauchen, auf 3,5 Prozent abgereichertes für die Stromgewinnung. Für eine Atombombe wird 90-Prozent-Uran gebraucht. Allerdings ist es von der 20-Prozent-Stufe nur noch ein vergleichsweise kleiner Schritt bis zur Anreicherung auf 90 Prozent.

Die US-Außenministerin Hillary Clinton sagte bei einem Besuch im Emirat Katar, die USA wollten keinen Militärschlag gegen den Iran führen, sondern setzten auf schärfere Sanktionen, um das Land im Atomstreit zum Einlenken zu bewegen. Clinton bereist derzeit den Mittleren Osten, um Unterstützung für eine neue Resolution des UN-Sicherheitsrats für eine weitere Sanktionsrunde gegen Iran zu erreichen.

Reuters / Reuters