Wirtschaftssanktion

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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier

Folgen des Ukraine-Krieges Bundespräsident Steinmeier: "Auch auf uns in Deutschland kommen härtere Tage zu"

Sehen Sie im Video: Bundespräsident Steinmeier warnt Deutschland vor "härteren Tagen".




O-TON BUNDESPRÄSIDENT FRANK-WALTER STEINMEIER "Nicht nur unsere humanitäre Solidarität ist gefordert, sondern den tapferen Kampf der Ukrainerin und Ukrainer um ihr Land wird Deutschland mit seinen Verbündeten weiter unterstützen. Wir leisten Hilfe zur Verteidigung gegen diesen brutalen Überfall, und wir haben scharfe Sanktionen verhängt, die Russland die Fortsetzung seiner zerstörerischen, menschenverachtenden Politik unmöglich machen sollen. Diese scharfen Sanktionen bringen unvermeidlich auch Unsicherheiten und Einbußen, auch für uns. Wir werden bereit sein müssen, sie zu tragen, wenn unsere Solidarität nicht nur Lippenbekenntnis sein, wenn sie ernst genommen werden soll. Ja, es kommen auch auf uns in Deutschland härtere Tage zu. Tage, die die Welt verändern und die auch uns verändern. Vielleicht schneller, als wir es für möglich gehalten hätten. "
Video: Weitere Wirtschaftssanktionen gegen Russland

Video Weitere Wirtschaftssanktionen gegen Russland

STORY: Warteschlange am Geldautomat – in Russland haben am Sonntag viele Menschen versucht, noch Geld abzuheben, bevor weitere Wirtschaftssanktionen gegen das Land in Kraft treten. Der Rubel ist auf ein Rekordtief gefallen. Auf einigen Handelsplattformen stürzte er in der Nacht um mehr 40 Prozent ab. Für einen Dollar mussten zeitweise 119 Rubel hingelegt werden. An der Moskauer Börse soll der Devisenhandel am Montag erst um 10.00 Uhr Moskauer Zeit beginnen - drei Stunden später als üblich. Unterdessen untersagte die russische Zentralbank Ausländern den Verkauf russischer Wertpapiere. Die Händler sollen Verkaufsorder von Ausländern nicht ausführen, ordneten die Währungshüter an. Die EU hat in der Nacht nach Angaben aus Brüssel und Berlin die angekündigten schwerwiegenden Sanktionen gegen die russische Zentralbank in Kraft gesetzt. Sie umfassen ein Verbot von Transaktionen der Bank in Bezug auf die hohen russischen Währungsreserven in Euro. Zudem wird das Vermögen der Bank in der EU beschlagnahmt. Es wird erwartet, dass die USA vergleichbare Schritte unternehmen.
Video: EU zu weiteren Maßnahmen gegen Russland bereit

Video EU zu weiteren Maßnahmen gegen Russland bereit

STORY: Die EU ist laut Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach den ersten Sanktionen gegen Russland zu weiteren Maßnahmen bereit. Die EU-Außenminister hatten sich am Dienstag auf Sanktionen gegen 27 russische Personen und Einrichtungen verständigt. Im Visier der EU sind Banken und der Rüstungssektor. Auch Russlands Zugang zu den europäischen Kapitalmärkten wird beschränkt. Dies sei eine Antwort auf Russlands aggressives Verhalten, sagte von der Leyen. Wenn Russland die Krise weiter eskaliere, sei man zu weiteren Maßnahmen bereit. Nach der EU und den USA haben auch Kanada und Japan Wirtschaftssanktionen gegen Russland verhängt. Unterdessen hat US-Außenminister Antony Blinken angesichts der Eskalation im Ukraine-Konflikt durch Russland ein für Donnerstag geplantes Treffen mit dem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow abgesagt. Die USA wollen zudem weitere Soldaten in die baltischen Länder verlegen. Dazu sollen Kampfhubschrauber und Flugzeuge an die Ostflanke der NATO gebracht werden.