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Krim-Krise: Russische Truppen besetzen ukrainische Kriegsschiffe

EU und USA kündigen weitere Sanktionen gegen Russland an, Putin kontert mit Einreiseverboten. Am Abend kommt es zum Sturm auf ukrainische Schiffe. Die Ereignisse des Tages in der Rückschau.

+++ 20.54 Uhr: Banken wollen Russland-Kredite loswerden +++

Aus Furcht vor einer Eskalation der Krim-Krise versuchen westliche Geldhäuser Bankenkreisen zufolge russische Kredite loszuwerden. "Viele Banken werden nun nervös, und am Kreditmarkt tauchen eine Flut russischer Namen auf, die von Banken zu guten Preisen angeboten werden", sagt ein Händler . Sowohl Kredite von Banken als auch von Unternehmen seien darunter.

+++ 20.25 Uhr: Russland hat angeblich kein Interesse an Ostukraine +++

Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu versichert seinem US-Kollegen Chuck Hagel in einem einstündigen Telefonat, dass russische Truppen nicht in die Ostukraine einrücken werden. Quelle für das Telefonat ist das US-Verteidigungsministerium. Es seien lediglich Soldaten für ein Manöver ins Grenzgebiet verlegt worden, habe Schoigu erklärt. Russland habe aber nicht die Absicht, diese in die Ukraine zu entsenden.

+++ 20.23 Uhr: Jazenjuk warnt Russland vor Grenzüberschreitung +++

Die ukrainische Umsturzregierung hat angekündigt, sie werde einen Versuch der "Annexion" ihrer östlichen Landesteile durch Russland "militärisch" beantworten. "Ich möchte Russland offiziell warnen", so Übergangsministerpräsident Arseni Jazenjuk laut Regierungsangaben am Rande des EU-Gipfels in Brüssel."Wir werden auf jeglichen Versuch, die Ukraine zu erobern, entschlossen reagieren, einschließlich militärischer Mittel." Dies gelte auch für die nicht mehrheitlich russischsprachigen Landesteile und selbst dann, wenn russische Kräfte die Grenzen zur Ukraine auch nur überschreiten sollten.

+++ 20.20 Uhr: Krim-Krise stellt Pipeline South Stream infrage +++

Der Bau der Gaspipeline South Stream hängt wegen der Krim-Krise am seidenen Faden. Die Aussichten für das Projekt seien düster, sagt der Chef des italienischen Energieversorgers ENI, Paolo Scaroni. Die South-Stream-Pipeline soll über den Grund des Schwarzen Meeres russisches Gas nach Euopa bringen. Partner des Joint Ventures sind neben Eni, der russische Energiekonzern Gazprom, der französische Versorger EdF sowie die BASF-Tochter Wintershall. Die Kosten werden auf 17 Milliarden Euro geschätzt.

+++ 19.55 Uhr: Förderationsrat soll Krim-Anerkennung durchwinken +++

Nach dem das russische Unterhaus, die Duma, bereits die Aufnahme der Krim durchgewinkt hat, soll am Freitag auch der russische Föderationsrat, das Oberhaus in Moskau, über den entsprechenden Vertrag abstimmen. Diesen hatte Wladimir Putin am Dienstag unterzeichnet, nachdem sich die Bewohner der ukrainischen Halbinsel in einem umstrittenen Referendum für eine Abspaltung von der Ukraine ausgesprochen hatten. Die Zustimmung des Oberhauses gilt als sicher.

+++ 19.40 Uhr: Schulz spricht von Kriegsgefahr für Europa +++

Der Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz (SPD), sieht durch die Krim-Krise die Gefahr eines Krieges nach Europa zurückgekehrt. "All diejenigen, die geglaubt haben, Krieg oder Kriegsgefahr wären kein Thema mehr, sehen sich eines Besseren belehrt", so Schulz auf dem EU-Gipfel in Brüssel. Für ihn sei klar: Russland werde seine "Begehrlichkeiten" nicht auf die Krim beschränken.

+++ 19.29 Uhr: McCain nimmt Einreiseverbot mit Humor +++

Der US-amerikanische Republikaner John McCain reagiert mit Humor auf die russische Sanktionen. "Das bedeutet wohl, dass meine Frühlingsferien in Sibirien geplatzt sind, meine Gazprom-Aktien verloren sind und dass mein geheimes Bankkonto in Moskau eingefroren ist," so der Senator und Ex-Präsidentschaftskandidat.

+++ 18.54 Uhr: Putin so beliebt wie seit fünf Jahren nicht mehr +++

Kremlchef Wladimir Putin ist nach dem Beitritt der Krim so beliebt wie seit fünf Jahren nicht. 75,7 Prozent der Russen seien mit der Arbeit des Präsidenten zufrieden, teilt das staatliche Meinungsforschungsinstitut Wziom mit. Damit habe die Beliebtheit des 61-Jährigen allein im vergangenen Monat um 11,4 und seit Jahresbeginn um mehr als 15 Prozentpunkte zugenommen.

+++ 18.27 Uhr: Bewaffnete erstürmen ukrainische Kriegsschiffe +++

Rund 20 Bewaffnete auf der Krim haben nach Angaben eines Behördensprechers drei ukrainische Kriegsschiffe im Hafen von Sewastopol besetzt. "Der Angriff hat begonnen", heißt es auf der Facebook-Seite von Wladislaw Selesnjow, dem Sprecher des ukrainischen Verteidigungsministeriums auf der Schwarzmeer-Halbinsel. Demnach ist die Korvette "Ternopil" inzwischen in russischer Hand. Beim Entern sollen Schüsse gefallen sein. Auch die Schiffe "Luzk" und die "Chmelnizki" sollen besetzt worden sein. An Bord wehen russische Fahnen. Die Schiffe waren zuvor wochenlang von der russischen Schwarzmeerflotte blockiert worden.

+++ 18.00 Uhr: Außenminister Lawrow: Krim-Beitritt ist unumkehrbar +++

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat erneut mit seinem US-Amtskollegen John Kerry telefoniert. Nach seiner Ansicht ist der Beitritt der Krim zur Russischen Föderation unumkehrbar. Die Entscheidung über eine "Wiedervereinigung" der von der Ukraine abtrünnigen Halbinsel mit Russland werde von der absoluten Mehrheit der Einwohner der Krim unterstützt.

+++ 16.45 Uhr: Ban schlägt UN-Beobachter in Ukraine vor +++

Ban bietet nach einem Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin die Entsendung von UN-Beobachtern in die krisengeschüttelte Ukraine an. Dies sei die beste Möglichkeit, um den Sorgen aller Seiten über die Einhaltung der Menschenrechte in der Ex-Sowjetrepublik nachzugehen, so Ban laut Itar-Tass.

+++ 16.35 Uhr: US-Politiker dürften nicht in Russland einreisen +++

Als Reaktion auf die US-Sanktionen verhängt Russland Einreiseverbote gegen neun US-Politiker. Zu den betroffenen Politikern zählen der Sprecher der Republikaner im Repräsentantenhaus, John Boehner, und der prominente republikanische Senator John McCain. Das russische Außenministerium erklärt, es habe im Vorfeld gewarnt, dass die US-Strafmaßnahmen "wie ein Bumerang zu den USA zurückkehren würden".

+++ 16.22 Uhr: Ban warnt vor Eskalation der Krise +++

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon warnt davor, den Konflikt um die Krim außer Kontrolle geraten zu lassen. Die Geschichte habe gezeigt, dass kleine Ereignisse zu einer Situation führen könnten, die jenseits jeglicher Kontrolle sei.

+++ 16.20 Uhr: Sanktionen treffen Rossija Bank +++

Die Bank, die von den neuen Sanktionen betroffen ist, ist laut Angaben aus Washington die Rossija Bank - eine der 50 größten Banken Russlands. Die einstige angebliche KGB- und Parteibank aus Sowjetzeiten soll später von privaten Investoren aus dem Umfeld von Präsident Wladimir Putin aufgekauft und ausgebaut worden sein. Die in St. Petersburg sitzende Bank werde durch die neuen Sanktionen "aus dem Dollar gefroren", wie sich ein US-Offizieller ausdrückt.

+++ 16.17 Uhr: EU-Mitglied Bulgarien gegen Sanktionen +++

EU-Mitglied Bulgarien hat sich vor dem EU-Gifpel in Brüssel gegen weitreichende Wirtschaftssanktionen gegen Russland gewandt. Ministerpräsident Plamen Oresharski befürchtet, dass sein Land in besonders stark von russischen Gegenreaktionen betroffen sein würde. Bulgarien begleicht rund 90 Prozent seines Energiebedarfs durch Importe aus Russland. Oresharski äußerte sich daher skeptisch, dass die EU umfangreiche Wirtschaftssanktionen wegen der Krim-Annexion erlassen könnte.

+++ 16.10 Uhr: Obama verkündet weitere Sanktionen +++

Die USA haben weitere Sanktionen gegen Russland beschlossen. Laut Präsident Obama betreffen die Strafmaßnahmen russische Regierungsbeamte und eine Bank. Zudem sei nun der Weg frei für Sanktionen gegen ganze Wirtschaftszweige.

+++ 15.23 Uhr: EU-Russland-Gipfel im Juni abgesagt +++

Die Fronten verhärten sich weiter: Die EU sagt Frankreichs Präsident Hollande zufolge den EU-Russland-Gipfel im Juni ab. Das kündigte Hollande vor Beginn des EU-Gipfels in Brüssel an. Zudem werde die EU ihre Sanktionsliste erweitern und müsse auch Wirtschaftssanktionen vorbereiten.

+++ 15.15 Uhr: Russischer Außenminister nimmt an Atom-Gipfel teil +++

Der russische Außenminister Lawrow wird am internationalen Gipfel zur nuklearen Sicherheit in der kommenden Woche in Den Haag teilnehmen. Das geht aus der von den Organisatoren veröffentlichten Teilnehmerliste hervor. Am Rande des am Montag beginnenden Gipfels wollen die sieben führenden Industriestaaten (G7) über die Krim-Krise beraten. Zu den teilnehmenden 53 Staats- und Regierungschefs gehören US-Präsident Barack Obama, der französische Präsident François Hollande und Kanzlerin Angela Merkel.

+++ 14.27 Uhr: Duma billigt Krim-Beitritt +++

Das Parlament in Moskau macht mit überwältigender Mehrheit den Weg für die Aufnahme der Krim in die Russische Föderation frei. Die Staatsduma ratifizierte den Beitrittsvertrag, wie die Agentur Interfax meldet. An diesem Freitag soll noch der russische Föderationsrat dem Beitritt zustimmen.

+++ 14.05 Uhr: Ukrainische Säbelfechter boykottieren Weltcup in Russland +++

Die Säbelfechter-Nationalmannschaften der Ukraine werden den Weltcup am kommenden Wochenende in Moskau boykottieren. Damit reagiert der Fecht-Verband auf den Vorfall auf der Krim, bei dem ein ukrainischer Offizier ums Leben kam und weitere ukrainische Soldaten verwundet wurden. Die Auseinandersetzungen seien vom russischen Militär angezettelt worden, heißt es in einer Mitteilung des ukrainischen Verbandes. Angesichts dieser "tragischen Ereignisse" werden die Säbel-Teams allen Wettkämpfen auf russischem Territorium fernbleiben.

+++ 14.00 Uhr: Moskau kündigt mehr Truppen auf Krim an +++

Moskau will die Verteidigung der Krim stärken. "Natürlich ist es notwendig, die militärische Infrastruktur auszubauen, damit die Krim ein würdiger Vertreter der Russischen Föderation wird und vor allen möglichen Attacken geschützt ist", begründete der russische Vizeverteidigungsminister Juri Borissow den Schritt. Das berichtet die Agentur Interfax. Allerdings trage nicht nur sein Ministerium dafür die Verantwortung.

+++ 13.55 Uhr: Russland nennt Sanktionen "gesetzwidrig" +++

Russland kritisiert "gesetzwidrige" Zwangsmaßnahmen der EU und der USA. "Einseitige Sanktionen haben nie etwas Gutes gebracht, sie sind illegitim", so Außenminister Lawrow der Agentur Itar-Tass zufolge vor dem Parlament in Moskau. "Nur der UN-Sicherheitsrat kann solche Maßnahmen treffen." Er weißt zugleich darauf hin, dass es einen solchen Beschluss nicht gebe.

+++ 13.15 Uhr: Krim-Heckenschütze gefasst +++

Er tötete am Dienstag auf der Krim einen ukrainischen Soldaten und einen prorussischen Aktivisten, zwei Menschen wurden verletzt: Jetzt haben die Behörden den mutmaßlichen Täter festgenommen. Es handele sich um einen 17 Jahre alten Heckenschützen aus der Westukraine, so der moskautreue Vizeregierungschef Rustam Temirgalijew gegenüber der Agentur Interfax. Er soll absichtlich auf Vertreter beider Seiten gefeuert haben, um Chaos zu stiften. Die Krim-Führung und Russland behaupten stets, ukrainische "Faschisten" aus der Westukraine planten Provokationen auf der abtrünnigen Halbinsel.

+++ 12.28 Uhr: Russland kündigt Entschädigungsforderung an +++

Russland will Entschädigung verlangen, sollte der geplante Kauf von französischen Hubschrauberträgern storniert werden. Das meldet Interfax unter Berufung auf das russische Verteidigungsministerium.

+++ 12.23 Uhr: EU-Parlament macht Tempo bei Ukraine-Hilfe +++

Das Europaparlament treibt den geplanten Abbau von Handelshemmnissen für Kiew voran. Der Außenhandelsausschuss stimmt in Brüssel nach Angaben eines Sprechers dem Vorschlag der EU-Kommission zu, der Ukraine mit Zollsenkungen zu Hilfe zu kommen. Die Maßnahmen sind zunächst bis 1. November dieses Jahres befristet. Sie müssen nun noch vom Plenum gebilligt werden, die Abstimmung darüber ist bei einer Mini-Plenarsitzung am 3. April in Brüssel geplant.

+++ 12.22 Uhr: Russland geht gegen ukrainischen Süßwarenhersteller vor +++

Die Moskauer Justiz hat russische Konten des ukrainischen Süßwarenherstellers Roshen gesperrt. Das Unternehmen gehört dem ukrainischen Milliardär Pjotr Poroschenko, der die Protestbewegung auf dem Maidan in Kiew mitfinanziert hatte. Zudem sei die Produktion im Werk im russischen Lipezk für mindestens eine Woche stillgelegt, weil ein Ermittlungsverfahren eröffnet worden sei, sagte Roshen-Sprecherin Inna Petrenko der Agentur Itar-Tass. In Kiew kritisierten das Außen- und das Handelsministerium das Vorgehen als politisch motiviert.

+++ 11.33 Uhr: Paris vertagt Entscheidung über Rüstungsdeal mit Moskau +++

Frankreich will erst in etwa einem halben Jahr entscheiden, ob ein großes Rüstungsgeschäft mit Russland auf Eis gelegt wird. Die Auslieferung des ersten von zwei französischen Kriegsschiffen vom Typ Mistral sei erst im Oktober geplant, "daher wird sich die Frage einer Suspendierung (des Geschäfts) im Oktober stellen", so Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian gegenüber den Sendern RMC und BFMTV. Eine mögliche Aussetzung des Rüstungsgeschäfts müsse zudem Teil von etwa auf europäischer Ebene beschlossenen Strafmaßnahmen sein.

+++ 11.28 Uhr: Jazenjuk lehnt Visa-Pflicht für Russen ab +++

Der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk lehnt eine Visapflicht für russische Staatsbürger zunächst ab. Dieser Schritt müsse sehr genau geprüft werden, "denn an der Beibehaltung des visafreien Verkehrs ist eine große Zahl der Bürger in erster Linie im Süden und Osten des Landes interessiert", so Jazenjuk in Brüssel. Etwa drei Millionen Ukrainer arbeiten im Nachbarland. Es bestehen zudem enge verwandtschaftliche Beziehungen.

+++ 11.12 Uhr: Militärübung trotz Krise geplant +++

Die USA und die Ukraine wollen einem Bericht des britischen "Guardian" zufolge an ihrer gemeinsamen Militärübung "Rapid Trident" festhalten. Auch Großbritannien werde Soldaten schicken, habe sich aber noch nicht entschieden wie viele, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Londoner Regierungsquellen. Das Manöver findet seit 2006 jährlich statt. Es soll dazu dienen, die Handlungsfähigkeit von Streitkräften der Nato und von Partnerstaaten zu verbessern. Im vergangenen Jahr hatten sich rund 1300 Soldaten aus 16 Ländern, darunter auch aus Deutschland beteiligt.

+++ 10.55 Uhr: Hinweise auf russische Intervention +++

Der ukrainische UN-Botschafter in Genf erklärt, es gebe Hinweise darauf, dass Russland eine militärische Intervention im Osten und Süden der Ukraine vorbereite.

+++ 10.50 Uhr: Ukraine will um Krim kämpfen +++

Die Ukraine bekräftigt trotz der Angliederung der Krim an Russland ihren Anspruch auf die Halbinsel. "Die Ukraine wird niemals den Kampf um die Befreiung der Krim aufgeben, so lang und schmerzhaft er auch sein mag", heißt es in einer vom Parlament in Kiew verabschiedeten Resolution. Das ukrainische Volk werde die "Annexion der Krim niemals anerkennen". Die Abgeordneten fordern auch die internationale Gemeinschaft auf, die "sogenannte Krim-Republik" nicht anzuerkennen.

+++ 10.45 Uhr: Oppermann warnt vor "Putin-Doktrin" +++

SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann warnt vor einer "Putin-Doktrin". Wenn der russische Präsident künftig überall eingreifen wolle, wo er russische Bürger in Gefahr wähne, würde das nichts Gutes verheißen. Das würde auf ein automatisches Interventionsrecht hinauslaufen. "Ein solches Recht gibt es nicht, ein solches Recht kann es gar nicht geben", sagt Oppermann.

+++ 10.20 Uhr: Boxkampf Russland gegen Ukraine findet statt +++

Der brisante Viertelfinalkampf in der Weltliga der Amateurboxer (WSB) zwischen Russland und der Ukraine findet wie geplant statt. Das hat die WSB-Führung am Mittwochabend beschlossen. Hauptprinzip der olympischen Bewegung sei, Sport und Politik zu trennen, heißt es. Beide Teams teilten diese Ansicht, informiert die WSB.

+++ 10.20 Uhr: Nawalny fordert Strafmaßnahmen +++

Kremlgegner Alexej Nawalny fordert den Westen zu Strafmaßnahmen gegen den "inneren Kreis" von Präsident Putin auf. Ziel müsse die "Kremlmafia (sein), die den Wohlstand des Landes raubt", schreibt Nawalny in einem Beitrag für die "New York Times". "Die westlichen Staaten könnten dem luxuriösen Lebensstil dieser Kreml-Kumpane einen schweren Schlag versetzen, die zwischen Russland und dem Westen hin- und herreisen."

+++ 9.34 Uhr: Keine Staatshilfe für russische Firmen +++

Die russische Regierung schließt laut Finanzminister Anton Siluanow Finanzhilfen für Unternehmen, die von möglichen Wirtschaftssanktionen des Westens betroffen sein könnten, aus. Zuvor hatten sich Firmeninhaber besorgt über die drohenden Strafmaßnahmen und deren Auswirkungen geäußert.

+++ 9.33 Uhr: Merkel sieht keine Basis für G8-Kooperation +++

Kanzlerin Merkel sieht derzeit keine Grundlage für eine Zusammenarbeit mit Russland in der G8-Gruppe. "Solange das politische Umfeld für ein so wichtiges Format wie die G8 nicht mehr gegeben ist, gibt es die G8 nicht mehr", sagt sie in ihrer Regierungserklärung.

+++ 9.24 Uhr: Merkel droht mit Wirtschaftssanktionen +++

Unmittelbar vor dem EU-Gipfel zur Krim-Krise teilt Bundeskanzlerin Merkel in einer Regierungserklärung mit, dass die Staats- und Regierungschefs weitere Sanktionen gegen Russland beschließen werden. Dabei gehe es um weitere Strafmaßnahmen der Stufe zwei im Sanktionskatalog der EU. Diese sieht Beschränkungen der Reisefreiheit von Einzelpersonen und Kontensperren vor. Merkel droht Russland im Falle einer weiteren Verschärfung der Lage allerdings auch mit wirtschaftlichen Sanktionen.

+++ 9.10 Uhr: Weitere Sanktionen gegen Russland geplant +++

Laut EU-Energiekommissar Günther Oettinger bereitet die EU weitere Sanktionen gegen Russland vor. Vorrangig sollten wirtschaftliche Strafmaßnahmen für wichtige Technologiegüter gelten, die Russland brauche, sagt Oettinger im ZDF. Als Beispiele nennt er Handelsbeschränkungen bei Maschinen, Anlagen, Hardware, Software oder Fahrzeugen. Von Sanktionen im Energiebereich rät er dagegen ab. Es wäre "falsch", die über lange Jahre erarbeiteten intakten Beziehungen im Gas- und Ölgeschäft abzubauen. Für den Fall eines Gaslieferungsstopps aus Russland sei die EU vorbereitet. "Unsere (Gas-)Lager sind gut gefüllt."

+++ 8.34 Uhr: EU-Sanktionen gegen Russland ab nächster Woche +++

Die EU könnte nach Einschätzung des CDU-Europapolitikers Elmar Brok bereits in der kommenden Woche Wirtschaftssanktionen gegen Russland verhängen, so der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Europaparlament gegenüber der "Welt. "Ich gehe davon aus, dass die EU-Kommission, aber auch Berlin und andere Hauptstädte bereits Vorbereitungen treffen."

+++ 8.25 Uhr: Marine-Chef wieder frei +++

Der auf der Krim festgehaltene Chef der ukrainischen Marine, Serhij Haiduk, ist wieder frei. Das vermeldet der ukrainische Präsident Alexander Turtschinow auf seiner Internetseite.

+++ 7.55 Uhr: Erster Kontakt zwischen Moskau und Kiew +++

Erstmals seit dem umstritten Referendum gibt es einen Austausch zwischen Moskau und Kiew auf Ministerebene. Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu habe bei einem Telefonat mit seinem ukrainischen Kollegen Igor Tenjuch "verschiedene Aspekte der Krise in der Ukraine und Maßnahmen zur Deeskalation der Lage auf der Krim" besprochen. Das teilt das Ministerium in Moskau mit. Die Ressortchefs hätten vereinbart, die Kontakte fortzusetzen.

+++ 6.45 Uhr: Moskau beginnt mit Aushändigung russischer Pässe +++

Russland beginnt damit, auf der Krim russische Pässe auszuhändigen. Die Nachrichtenagentur RIA Nowosti zitiert den Chef der russischen Migrationsbehörde, Konstantin Romodanowski, mit den Worten, dass dieser "Prozess begonnen" habe. Demnach wurde schon am Mittwoch ein Teil der Dokumente ausgestellt. "Diese Arbeit wird sich nun von Tag zu Tag intensivieren", sagt er.

Ein entsprechender Gesetzentwurf, der am Mittwoch dem russischen Unterhaus vorgelegt worden war, sieht vor, dass mit der endgültigen Eingliederung der ukrainischen Halbinsel Krim in die Russische Föderation die dortigen Einwohner als russische Staatsbürger betrachtet werden.

+++ 6.45 Uhr: UN soll Krim zur entmilitarisierten Zone erklären +++

Der Schritt soll die Lage entspannen: Die ukrainische Regierung fordert die Vereinten Nationen auf, die Krim zur entmilitarisierten Zone zu erklären. Dies würde bedeuten, dass sowohl die russischen als auch die ukrainischen Soldaten die Halbinsel verlassen müssten, so der nationale Sicherheitschef Andrej Parubi.

+++ 6.40 Uhr: Obama schließt Militärintervention aus +++

US-Präsident Barack Obama schließt ein militärisches Engagement in der Ukraine aus. Das sagte er am Mittwoch in einem Interview mit dem lokalen TV-Sender NBC 7 San Diego. Stattdessen würden die USA ihre diplomatischen Bemühungen forcieren. Damit solle Russland dazu gebracht werden, seinen Griff um die ukrainische Halbinsel Krim zu lockern.

+++ 6.35 Uhr: Deutsche Konzernchefs warnen vor Sanktionen +++

Die Chefs mehrerer deutscher Großkonzerne warnen vor harten Wirtschaftssanktionen gegen Russland. So mahnt der Co-Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, in der "Bild"-Zeitung, über einen langen Zeitraum aufgebaute wirtschaftliche und politische Beziehungen sollten nicht zerrüttet werden. Besorgt zeigt sich auch Adidas-Chef Herbert Hainer: "Gerade weil wir in Russland und der Ukraine Marktführer sind, dort mehr als 11.000 Mitarbeiter beschäftigen, verfolgen wir die Entwicklung mit großer Sorge". Auch Deutsche-Bahn-Chef Rüdiger Grube ruft zur Zurückhaltung auf.

+++ 6.30 Uhr: Russland ruft zu Freilassung von Marine-Chef auf +++

Russland hat die Krim-Führung am Mittwoch aufgerufen, den am Morgen in Sewastopol abgeführten ukrainischen Marinechef Sergej Gajduk freizulassen. Verteidigungsminister Sergej Schoigu verlange von der Krim-Regierung, Konteradmiral Gajduk freizulassen und ihn nicht an der Abreise in die Ukraine zu hindern, heißt es in einer Erklärung des Ministeriums in Moskau.

fme/dho/DPA/AFP/Reuters / DPA / Reuters
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(