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Ukraine-Konflikt: EU verlängert Wirtschaftssanktionen gegen Russland

Die Sanktionen gegen Russland kosten Europas Wirtschaft Milliarden. Dennoch hat die EU beschlossen, diese fortzuführen. Der Grund: Der Minsker Friedensplan zur Lösung des Ukraine-Konflikts wurde noch nicht komplett umgesetzt.

Sanktionen gegen Russland verlängert

Der Friedensprozess um den Ukraine-Konflikt ist festgefahren - nun hat die EU eine Verlängerung der Wirtschaftssanktionen gegen Russland beschlossen

Die 28 EU-Mitgliedstaaten haben eine Verlängerung der Wirtschaftssanktionen gegen Russland um weitere sechs Monate beschlossen. Das verlautete am Freitag aus EU-Kreisen in Brüssel. Hintergrund der Sanktionen ist die vermutete Verwicklung des Landes in den Ukraine-Konflikt.

Der Beschluss sollte ursprünglich bereits Anfang Dezember gefasst werden. Mehrere Länder, allen voran Italien, hatten jedoch Zweifel an der Entscheidung angemeldet, Russland einerseits mit Strafmaßnahmen zu belegen und andererseits die Hilfe des Landes im Syrienkonflikt zu suchen. Dadurch war es zu einer zweiwöchigen Verzögerung bei der Verlängerung der Sanktionen gekommen.

Sanktionen bis Ende Juli verlängert

Die Entscheidung, die Sanktionen bis Ende Juli zu verlängern, wurde nun von den EU-Botschaftern getroffen. Die Regierungen in den Hauptstädten müssen die Entscheidung noch im schriftlichen Verfahren abschließend bestätigen.

Die EU hatte nach dem Abschuss des Passagierflugzeugs MH17 über der Ukraine im Juli 2014 Wirtschaftssanktionen gegen Russland verhängt. Sie richten sich unter anderem gegen russische Staatsbanken, den Im- und Export von Rüstungsgütern sowie die wichtige russische Öl- und Gasindustrie. Voraussetzung für eine Aufhebung der Sanktionen ist eine vollständige Umsetzung des Minsker Abkommens für einen Frieden in der Ukraine.

    

amt / AFP