HOME
+++ Ticker +++

News des Tages: Jagd auf 90-Millionen-Eurojackpot geht weiter - Vier Großgewinner

Flüchtlingsboot im Mittelmeer untergegangen: über 100 Menschen vermisst +++ Retter in Thailand suchen neuen Höhleneingang +++ Polizisten erschossen im vergangenen Jahr 14 Menschen im Dienst +++ Die Nachrichten des Tages im Ticker.

Eurojackpot wieder nicht geknackt

Steht seit Wochen bei 90 Millionen Euro: Der gedeckelte Eurojackpot wurde auch am Freitag nicht geknackt.

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Eurojackpot erneut nicht geknackt (21.30 Uhr)
  • Einigung: Spanien und Griechenland nehmen an der Bundesgrenze aufgegriffene Geflüchtete auf (15.25 Uhr)
  • Flüchtlingsboot im Mittelmeer untergegangen: über 100 Menschen vermisst (15.05 Uhr)
  • Evangelische Kirche will digitalen Klingelbeutel einführen (12.47 Uhr)
  • Thailand: Helfer suchen neuen Höhleneingang (06.09 Uhr)
  • Polizisten erschossen 2017 14 Menschen im Dienst (00.25 Uhr)

Die Nachrichten des Tages: 

+++ 22.59 Uhr: Israelische Armee erschießt zwei Palästinenser an Grenze zum Gazastreifen +++

Bei Auseinandersetzungen an der Grenze zum Gazastreifen hat die israelische Armee zwei weitere Palästinenser erschossen. In der Nähe von Chan Junis im Süden des Gazastreifens habe ein Jugendlicher einen Kopfschuss erlitten, teilte der Sprecher des Gesundheitsministeriums im Gazastreifen, Aschraf al-Kodra, mit. Östlich von Rafah sei ein 24-jähriger Palästinenser an einem Bauchschuss gestorben. Die israelische Armee erklärte, tausende Palästinenser hätten sich am Nachmittag an "gewaltsamen Demonstrationen" beteiligt und hätten dabei "zahlreiche Terrorakte entlang der Sicherheitsbarriere" verübt. So hätten die Demonstranten Steine auf die israelischen Soldaten geworfen. Die Armee reagierte nach eigenen Angaben "mit den üblichen Mitteln", die zum Auseinandertreiben von Menschenmassen genutzt würden. In "speziellen Fällen" hätten die Soldaten regelkonform scharfe Munition eingesetzt. Seit Beginn der Proteste Ende März tötete die israelische Armee nach palästinensischen Angaben bereits mindestens 137 Palästinenser.

+++ 22.54 Uhr: Von der Leyen von Wiener Hofreitschule ausgezeichnet +++

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) besitzt seit diesem Freitag eine mit 12.527 Kristallen besetzte Lipizzaner-Statuette. Die kleine Pferdefigur ist der "Prix d L'École Espagnole d'Équitation de Vienne", den die Politikerin am Abend auf dem Sommerball der Spanischen Hofreitschule in Wien verliehen bekam. Die Hofreitschule verleiht den Preis seit 2016 an Persönlichkeiten, die sich mit ihrem Wirken um das Pferd, die Pferdezucht und den Pferdesport verdient gemacht haben. Von der Leyen ist eine passionierte Reiterin - 2015 saß sie etwa als Teil einer Quadrille bei der Auftaktfeier der Pferdesport-EM in Aachen im Sattel.

+++ 21.40 Uhr: CSU-Vize Weber lobt die EU-Beschlüsse zur Migrationspolitik +++

Der stellvertretende CSU-Chef Manfred Weber hat die Beschlüsse des EU-Gipfels zur Verschärfung der Flüchtlingspolitik gelobt, im Streit seiner Partei mit der CDU aber noch keine endgültige Entwarnung gegeben. Im Interview mit den ARD-"Tagesthemen" sagte Weber, er freue sich über das Gipfelergebnis. Europa sei jetzt in der "Lage, unsere Außengrenzen zu sichern". Dies sei das, "was die Bürger von uns erwarten". Es werde der Bundesregierung hoffentlich gelingen, die Gipfelbeschlüsse "für Deutschland positiv zu interpretieren", sagte Weber den "Tagesthemen". Aber die "Kuh ist noch nicht vom Eis", fügte er hinzu und mahnte, aus den Beschlüssen müsse nun "konkrete Politik werden".

+++ 21.31 Uhr: 90-Millionen-Eurojackpot erneut nicht geknackt +++

Auch in der ersten Juli-Woche können Lottospieler darauf hoffen, den deutschen Gewinnrekord einzustellen. Der mit 90 Millionen Euro gefüllte und bei dieser Summe gedeckelte Eurojackpot wurde am Freitag in der 14. Ziehung hintereinander in Helsinki nicht geknackt, wie Westlotto am Abend mitteilte. Gezogen wurden diesmal die Gewinnzahlen 9, 18, 30, 47 und 48 plus die Zusatzzahlen 4 und 6. Bei der nächsten Ziehung stehe der Eurojackpot zum siebten Mal in Folge bei der Höchstsumme von 90 Millionen Euro. Jeder darüber hinaus eingesetzte Euro fließt seit fünf Wochen in die 2. Gewinnklasse und bildet dort einen neuen Jackpot - der war mit rund 24 Millionen Euro ausgestattet. Nach Westlotto-Angaben teilen sich vier Spielteilnehmer diese Summe und erhalten jeweils einen Betrag von 5 966 268,70 Euro. Sie kommen aus Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Polen.

+++ 21.10 Uhr: Schütze von Annapolis offenbar von Wut auf die Zeitung getrieben +++

Der Schütze, der in einer Lokalredaktion an der US-Ostküste fünf Menschen getötet hat, ist offenbar von einer lange aufgestauten Wut auf die Zeitung angetrieben gewesen. Laut Medienberichten lag der Mann seit Jahren im Streit mit dem Blatt und stieß dabei auch Drohungen aus. Die Polizei teilte mit, der Schütze habe in der Redaktion "so viele Menschen wie möglich töten" wollen. In den Onlinenetzwerken entbrannte direkt nach dem Angriff in Annapolis im Bundesstaat Maryland eine Debatte darüber, ob Präsident Donald Trump mit seinen ständigen Tiraden gegen einen Großteil der Medien ein Klima geschaffen habe, das derartige Gewaltakte begünstigt. Trump verurteilte aber in seiner Reaktion auf das Blutbad jegliche Gewalt gegen Journalisten: Wie alle US-Bürger sollten sie "frei von der Angst, gewaltsam angegriffen zu werden", ihrer Arbeit nachgehen können.

+++ 20.30 Uhr: Anschlagpläne im Kosovo - Festnahme auch in Deutschland +++

Bei Polizeieinsätzen im Kosovo und in Deutschland sind vier Kosovaren festgenommen genommen worden, die Anschläge in ihrer Heimat vorbereitet haben sollen. Es habe drei Festnahmen im Kosovo gegeben und eine in Deutschland, sagte der kosovarische Staatsanwalt Syle Hoxha der Nachrichtenagentur AFP. Bislang gibt es demnach keine Hinweise auf ein "religiöses" Motiv. Die Polizei hatte zuvor mitgeteilt, vier Verdächtige hätten "kriminelle Akte" im Kosovo "mit Verbindung zum Terrorismus" geplant. Bei den drei Festnahmen im Süden und Westen des Landes habe die Polizei Waffen und Munition beschlagnahmt. Auf Anfrage der Polizei in Pristina habe es gleichzeitig eine Festnahme in Deutschland gegeben. Zum Ort der Festnahme machte die Polizei keine Angaben.

+++ 19.53 Uhr: Sechs Tote bei Attacke auf Zentrale von Anti-Terror-Truppe in Mali +++

Bei einem mutmaßlich islamistischen Terroristen verübten Anschlag auf das Hauptquartier der Anti-Terror-Truppe der Staaten der Sahelzone in Mali sind sechs Menschen getötet worden, darunter zwei der Angreifer. Die Zentrale der sogenannten G5-Truppe in Sévaré im Zentrum des Landes sei zum Großteil zerstört, sagte der Sprecher des malischen Militärs, Diaran Koné. Zwei Soldaten seien getötet und vier weitere verletzt worden, erklärte Koné weiter. 

+++ 19.30 Uhr: Flucht vor Polizei - Mann stürzt aus fünftem Stock in den Tod +++

Auf der Flucht vor der Polizei ist ein junger Mann in Berlin aus dem fünften Stock eines Mehrfamilienhauses in den Tod gestürzt. Ein weiterer Mann wurde beim Fall vom Balkon der Wohnung schwer verletzt, wie die Polizei mitteilte. Einzelheiten zum Geschehen wurden zunächst nicht bekannt. Nach Informationen der Tageszeitung "B.Z." soll es sich bei den Männern um Vietnamesen handeln. Die Polizei twitterte, Einsatzkräfte hätten einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss für die betroffene Wohnung vollstreckt. Laut "B.Z." soll es mehrere Festnahmen gegeben haben.

+++ 15.25 Uhr: Einigung mit Spanien und Griechenland - Merkel sieht CSU-Forderungen im Asylstreit erfüllt +++

Deutschland hat mit Griechenland und Spanien am Rande des EU-Gipfels eine politische Vereinbarung über die Rückführung von Migranten abgeschlossen. Dies gab der Sprecher von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Steffen Seibert, via Twitter bekannt.

Die Regierungen in Madrid und Athen wollten Asylsuchende wieder aufnehmen, die bereits in ihren Ländern registriert seien. Die Einzelheiten sollen in den nächsten vier Wochen vereinbart werden und dann in Kraft treten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht durch die Ergebnisse des EU-Gipfels in Brüssel die Forderungen der CSU im Asylstreit erfüllt. "Das ist mehr als wirkungsgleich", sagte Merkel und griff damit eine Formulierung von Innenminister und CSU-Chef Horst Seehofer auf.

+++ 15.05 Uhr. Flüchtlingsboot im Mittelmeer untergegangen: über 100 Menschen vermisst  +++

Nach dem Untergang eines Flüchtlingsbootes vor der Küste Libyens sind etwa hundert Menschen vermisst worden. Wie Überlebende und die libysche Küstenwache berichteten, befanden sich rund 120 Flüchtlinge auf einem Schlauchboot, das etwa sechs Kilometer von der Küste Libyens entfernt kenterte. 16 Menschen seien bei dem Unglück gerettet worden.

+++ 15.04 Uhr: Österreicher verschwieg Tod seiner Mutter - 255.000 Euro kassiert +++

Zehn Jahre lang soll ein Mann aus Tirol in Österreich den Tod seiner Mutter verschwiegen und damit von Versicherungen insgesamt gut 250.000 Euro kassiert haben. Laut Staatsanwaltschaft Innsbruck hat der 57-Jährige, der gemeinsam mit seiner Mutter nach Australien ausgewandert war, auch die Verwandten in Österreich getäuscht. 

Gestorben ist die Mutter laut Anklagebehörde bereits 2005. "Der Mann ist 2015 aufgeflogen, weil er, also vorgeblich seine Mutter, ein Konto eröffnen wollte", erklärte Staatsanwalt Hansjörg Mayr. Der Bank sei aber aufgefallen, dass die Unterschrift gefälscht war. 

Zur Anklage komme der Fall erst jetzt, weil der Mann nicht früher in Australien vernommen werden konnte. "Er hat die Aussage verweigert", sagt Mayr. Zuerst hatte die "Tiroler Tageszeitung" über den Fall berichtet.

+++ 12.47 Uhr: Evangelische Kirche will digitalen Klingelbeutel einführen +++

Wer beim Gottesdienst kein Bargeld dabei hat, soll in Berlin und Brandenburg künftig auch mit Karte spenden können. Mit einem sogenannten digitalen Klingelbeutel will die evangelische Kirche dort die Kollekte auch per Kredit- oder Girokarte einsammeln - ohne dass eine PIN oder eine Unterschrift nötig ist. Anfang Juli soll der zum Patent angemeldete Prototyp in Berlin vorgestellt werden.

Im niedersächsischen Walsrode testete die Kirche bereits Ähnliches - zehn Prozent der Kollekte kamen dort an zwei Sonntagen über eine App zusammen. Auch die Church of England startete in Großbritannien bereits ein ähnliches Projekt.

Ziel ist nicht nur, einen "Schritt in die Zukunft" zu machen, wie es die evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz ausdrückt. Durch Überweisungen sollen auch hohe Einzahlungsgebühren vermieden werden, die Banken für Münzgeld erheben

+++ 12.39 Uhr: Kreml: Entspannung zwischen Russland und USA hängt von Trump ab +++

Eine Entspannung zwischen Russland und den USA durch das Gipfeltreffen der Präsidenten Wladimir Putin und Donald Trump hängt nach russischer Darstellung vor allem von Washington ab. Putin habe immer gesagt, dass er in dem Maße zu einer Normalisierung der Beziehungen bereit sei, wie es die Amerikaner sind, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge in Moskau. 

+++ 12.08 Uhr: Jedem dritten Krankenhaus droht finanzielles Minus +++

Ein Drittel der knapp 2000 Krankenhäuser in Deutschland macht laut einem Medienbericht weiterhin Verluste. Die Manager von 32 Prozent der Kliniken erwarteten im laufenden Jahr ein Defizit, berichtete die "Wirtschaftswoche" unter Berufung auf eine Studie der Beratungsfirma Roland Berger. Knapp 60 Prozent erwirtschaften demnach Überschüsse. Auch im Vorjahr hatten 31 Prozent der Krankenhäuser ein Minus ausgewiesen.

+++ 12.06 Uhr: Landgericht Tübingen erlaubt Negativzinsen bei Riester-Sparplan +++

Negative Zinsen in einem Riester-Sparplan zur Altersvorsorge sind nach Ansicht des Landgerichts Tübingen nicht per se unzulässig. Zumindest in dem Fall, über den das Gericht entschied, konnte es keine "unangemessene Benachteiligung von Verbrauchern" erkennen (Az.: 4 O 220/17).

Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hatte gegen die Kreissparkasse Tübingen geklagt, weil diese in ihrem Sparplan "VorsorgePlus" einen zugesagten positiven Staffelzins mit dem aktuell negativen variablen Zins verrechnet hatte. Die Verbraucherschützer halten das für unrechtmäßig. Aus ihrer Sicht sind die Verträge so zu verstehen, dass keiner der beiden Zinsen negativ werden kann.

Das Gericht urteilte aber im Sinne der Sparkasse und argumentierte, der zusätzlich gewährte Bonuszins habe verhindert, dass Kunden für ihre Sparverträge zahlen mussten. Somit seien sie auch nicht unangemessen benachteiligt worden.

+++ 11.52 Uhr: Bombendrohung in Berlin - Sprengstoffsuchhunde im Einsatz +++

Nach der Bombendrohung gegen eine Schule in Berlin läuft der Einsatz der Polizei weiter. Vier Sprengstoffsuchhunde der Berliner Beamten und weitere Artgenossen der Bundespolizei seien im Einsatz, so die Polizei.

 

+++ 11.36 Uhr: Inflation in Eurozone steigt auf zwei Prozent +++

Die Inflation in den Ländern der Eurozone ist im Juni insgesamt leicht gestiegen. Die sogenannte Kerninflation, die nur die Teuerung einer begrenzten Auswahl an Gütern und Dienstleistungen etwa ohne die oft stark schwankenden Energiepreise berücksichtigt, schwächte sich dagegen etwas ab.

+++ 11.24 Uhr: Versetzung rechtmäßig: Ex-Bremer Bamf-Chefin scheitert vor Gericht +++

Die ehemalige Interimsleiterin der Bremer Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf), Josefa Schmid, ist mit einer Beschwerde gegen ihre Versetzung nach Bayern vor Gericht endgültig gescheitert. Das Bremer Oberverwaltungsgericht (OVG) entschied, dass die Versetzung weder auf sachwidrigen Gründen noch auf einer unzureichenden Abwägung der Belange Schmids beruhe. "Es lasse sich nicht feststellen, dass die Umsetzung dazu diente, die Antragstellerin zu bestrafen", begründete das Gericht seine Entscheidung vom 27. Juni. Als Beamtin habe sie grundsätzlich keinen Anspruch auf unveränderte und ungeschmälerte Ausübung der ihr übertragenen Aufgaben.Die Regierungsrätin Schmid, die vom 1. Januar 2018 bis Anfang Mai als vorübergehende Außenstellenleiterin in Bremen beschäftigt war, war zuvor vor dem Bremer Verwaltungsgericht mit ihrem Antrag auf einstweiligen Rechtsschutz gescheitert. Dagegen hatte sie Beschwerde eingelegt. Die jetzige OVG-Entscheidung ist nicht anfechtbar.

+++ 10:55 Uhr: Drogenschmuggler mit knapp einem Kilogramm Kokain im Bauch erwischt +++

Am Flughafen Frankfurt am Main haben Zollbeamte einen Drogenschmuggler mit fast einem Kilogramm Kokain im Magen erwischt. Der bereits Anfang Juni festgenommene 35-Jährige trug 70 gefüllte Plastiksäckchen im Körper mit sich, wie das Hauptzollamt mitteilte. Die insgesamt 860 Gramm Kokain "in hochreiner Form" haben demnach einen Schwarzmarktwert von rund 36.000 Euro.

Bei der Kontrolle des Manns am 4. Juni hatte laut Zoll ein Drogenschnelltest positiv reagiert. Bei der anschließenden Untersuchung in einem Krankenhaus stellte sich dann heraus, dass der Mann eine große Menge Kokain in seinem Körper schmuggelte.

+++ 10.45 Uhr: Bundestag stimmt weiteren Hilfen für Griechenland zu +++

Der Bundestag hat weiteren Finanzhilfen für Griechenland mit großer Mehrheit zugestimmt. Für einen Antrag des Bundesfinanzministeriums stimmten in Berlin in namentlicher Abstimmung 410 Abgeordnete. 226 Abgeordnete waren gegen den Antrag, bei 7 Enthaltungen. "Es ist ein Zeichen europäischer Solidarität, dass wir hier geben", sagte Finanzminister Olaf Scholz (SPD). Griechenland werde das dritte Hilfsprogramm im August beenden und könne wieder auf eigenen Beinen stehen. "Griechenland ist auf einem guten Weg."

Das hoch verschuldete Griechenland soll zum Abschluss des Euro-Rettungsprogramms noch einmal 15 Milliarden Euro an Krediten als Finanzpolster und Schuldenerleichterungen erhalten. Dafür verpflichtet sich Griechenland zur Fortsetzung des Spar- und Reformkurses. Auf dieses Paket hatte sich die Eurogruppe geeinigt. Es ist die letzte Tranche aus dem seit 2015 laufenden dritten Rettungsprogramm. Außerdem wurde vereinbart, den Beginn von Zins- und Rückzahlungen älterer Kredite um weitere zehn Jahre hinauszuschieben.

+++ 10.33 Uhr: Bergwacht findet vermissten Jugendlichen tot in Steinbruch +++

Ein seit Tagen vermisster 14-Jähriger ist in einem Steinbruch im unterfräkischen Miltenberg wohl tödlich verunglückt. Wie die Polizei mitteilte, fand die Bergwacht die Leiche des Jugendlichen. Derzeit spreche alles für einen Unfall. Der 14-Jährige stürzte demnach aus rund 20 Metern Höhe ab. Am Sonntag hatten Polizei und Rettungskräfte mit einer großen Suchaktion begonnen, dabei waren auch Drohnen und eine Rettungshundestaffel im Einsatz. Das Gebiet rund um den Steinbruch sei sehr unwegsam, sagte ein Sprecher. Der Teenager war am Sonntag in Wenigumstadt in einen Bus Richtung Aschaffenburg gefahren, dann verlor sich seine Spur. Warum er sich im Steinbruch aufgehalten hatte, war zunächst unklar

+++ 9.50 Uhr: Bombendrohung: Polizeieinsatz an Berliner Schule +++

An einer Schule in Berlin ist am Morgen eine Bombendrohung eingegangen. "Aktuell sind wir mit mehreren Einsatzkräften an der Schule am Park im Eichborndamm in Wittenau im Einsatz. Dort ist heute Morgen um 7.30 Uhr ein Drohanruf eingegangen", teilte die Berliner Polize auf Twitter mit. Schüler und Lehrer befänden sich nicht im Gebäude. Die Kriminaltechnik des Landeskriminalamtes sei auf dem Weg.

Die Polizei riegelte die Gegend nach eigenen Angaben weiträumig ab. Der öffentliche Personennahverkehr wird den Berliner Verkehrsbetrieben zufolge umgeleitet. Die ankommenden Schülerinnen und Schüler werden laut Polizei mit einem Bus in eine benachbarte Schule gebracht und dort betreut. Eine Kindertagesstätte neben der Schule am Park wurde evakuiert. Die Kinder und das Personal seien in eine andere Kita gebracht worden.

+++ 9.13 Uhr: Jon Stewart verteidigt US-Talkmaster gegen Trump +++

US-Moderator Jon Stewart (55) hat seine Kollegen gegen Kritik von Donald Trump in Schutz genommen. Der Präsident wolle, dass Journalisten seine Politik richtig hießen, anstatt sie zu verurteilen, sagte Stewart bei einem Gastauftritt in der "Late Show" von Stephen Colbert gestern Abend. "Das geht nicht. Indem wir nicht nachgeben, werden wir gewinnen", so der Comedian. Trump hatte bei einer Rede Anfang der Woche mehrere US-Talkmaster verbal attackiert - so bezeichnete er unter anderem Stephen Colbert als "zwielichtig" und Jimmy Fallon als "verlorene Seele".

Man werde Trump sicherlich keinen Anstand mehr beibringen, erklärte Stewart. "Aber an einer Stelle ziehe ich eine Grenze: Ich werde dir und deinen tollen Anhängern nicht erlauben, deine Grausamkeit als Tugend zu verkaufen", richtete sich der frühere "Daily Show"-Moderator direkt an den Präsidenten. Zuvor hatte Stewart Trumps Immigrationspolitik und insbesondere die Trennungen von Familien in Grenzregionen scharf verurteilt.

+++ 9.01 Uhr: Betrunkene Autofahrerin baut Unfall und flüchtet zu Fuß vor der Polizei +++

Eine betrunkene Autofahrerin hat in der Nacht auf der Autobahn 5 bei Wiesbaden zunächst einen Unfall verursacht ist dann zu Fuß vor der Polizei geflüchtet. Die 29-Jährige prallte in einer Baustelle auf einen Abschleppwagen, wie die Polizei Wiesbaden mitteilte. Der Fahrer des Abschleppwagens und auch der Fahrer eines liegengebliebenen Autos blieben demnach unverletzt und alarmierten die Polizei.

Als die 29-Jährige die Polizeiwagen sah, flüchtete sie auf ein angrenzendes Feld. Polizisten nahmen sie aber schnell fest. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von 1,7 Promille. Den entstandenen Schaden schätzte die Polizei auf rund 70.000 Euro.

+++ 8.54 Uhr: Zwei Herzinfarkt-Tote in Kolumbien bei WM-Spiel gegen Senegal +++

Zwei Fußballbegeisterte sind in Kolumbien während des WM-Vorrundenspiels ihrer Nationalelf gegen Senegal an Herzstillstand gestorben. Einer der Männer, ein 78 Jahre alter Lehrer aus Sabanalarga im Norden des Landes, habe sich in einer Bar bei der - später per Videobeweis zurückgenommenen - Entscheidung auf Elfmeter für Senegal sehr aufgeregt, berichteten Zeugen dem Radiosender RCN. "Das war kein Strafstoß, sie werden uns das Spiel rauben", habe er gesagt und sei auf die Toilette in der Kneipe gegangen. Als er nach einigen Minuten nicht zurückkam, hätten Familienangehörige nachgeschaut und ihn tot auf dem Boden liegend vorgefunden. 

Der zweite Tote, ein 34-Jähriger aus Armenia im Westen Kolumbiens, hatte bereits zuvor Probleme mit dem Herzen, wie RCN weiter berichtete. Der Mann schaute das Spiel demnach im Kreise seiner Familie, als er plötzlich einen Infarkt erlitt. Kolumbien gewann die Partie mit 1:0 und trifft im Achtelfinale nun auf England.

+++ 8.50 Uhr: Millionenschaden bei Großbrand einer Lagerhalle in Hessen +++

Beim Großbrand einer Lagerhalle mit teuren Traktoren in Mittelhessen ist ein Millionenschaden entstanden. Das Feuer in der Maschinen- und Lagerhalle in Grünberg brach gestern am späten Abend aus, wie die Polizei Gießen mitteilte. In der Halle wurden demnach zum Teil sehr hochwertige Traktoren und Maschinen gelagert. Den Gesamtschaden schätzten die Ermittler auf rund eine Million Euro.

Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot vor Ort. Die Löscharbeiten dauerten mehrere Stunden. Menschen oder Tiere befanden sich nicht in der Lagerhalle.

+++ 7.27 Uhr: US-Zeitung identifiziert getötete Journalisten +++

Beim Angriff auf eine US-Lokalzeitung ist auch eine erst kürzlich eingestellte Frau erschossen worden. In Nachrufen auf ihrer Internetseite gedachte die "Capital Gazette" der fünf Opfer. Unter ihnen sind zwei Frauen: Eine Verkaufsassistentin, die erst kurz bei dem Blatt war, sowie eine Lokalreporterin und Kolumnistin. Getötet wurden auch ein langjähriger Sportjournalist, ein Leitartikel-Autor und der stellvertretende Chefredakteur. 

Der Angreifer war gestern Nachmittag in das Redaktionsgebäude eingedrungen und hatte geschossen. Er wurde festgenommen. Die Ermittler halten ihn für einen Einzeltäter. US-Medien zufolge hatte der 38-Jährige einen jahrelangen Rechtsstreit mit dem Blatt.

+++ 06.09 Uhr: Vermisste Jugendliche in Thailand: Helfer suchen nach neuem Höhleneingang +++

Bei der Suche nach den in einer Höhle in verschollenen Jugendlichen ist auch der Einsatz von Bohrgeräten bislang erfolglos geblieben. Nun konzentrieren sich die Rettungskräfte darauf, andere Zugänge zu der weitläufigen Höhle - in der Hoffnung, die seit mittlerweile sieben Tagen vermisste Fußballmannschaft doch noch lebend zu finden. "Wir erwägen, unseren bisherigen Plan B zum Plan A zu machen", sagte Provinzgoverneur Narongsak Osotthanakorn am Freitag.

Die zwölf Jungen im Alter von 11 bis 16 Jahren und ihr Fußballtrainer waren am Samstag vergangener Woche nach einer Trainingseinheit in die Höhle bei Chiang Rai im Norden Thailands eingestiegen. Seitdem gibt es von ihnen kein Lebenszeichen. Die Behörden vermuten, dass die Gruppe von einer Sturzflut überrascht wurde und sich vor dem ansteigenden Wasser immer tiefer in die Höhle rettete. In Thailand herrscht Regenzeit, das Wetter behindert die Rettungsarbeiten.

+++ 06.20 Uhr: EU will Wirtschaftssanktionen gegen Russland verlängern +++

Die Staats- und Regierungschefs der haben sich bei ihrem Gipfel in Brüssel auf eine Verlängerung der Wirtschaftssanktionen gegen Russland geeinigt. Die wegen des Ukraine-Konflikts verhängten Sanktionen sollten um sechs Monate verlängert werden, teilte der EU-Rat der Mitgliedstaaten mit. Grund seien die mangelnden Fortschritte Russlands bei der Umsetzung des Minsker Abkommens zur Beendigung der Kämpfe in der Ost-Ukraine.

+++ 05.40 Uhr: US-Polizei nimmt fast 600 Menschen wegen Protest in Senatsgebäude fest +++

Die hat fast 600 Menschen vorübergehend festgenommen, die in einem Senatsgebäude gegen die Einwanderungspolitik von US-Präsident Donald Trump protestiert hatten. Unter den mehrheitlich weiblichen Demonstranten gegen die Trennung und Inhaftierung von Einwandererfamilien waren auch die demokratische Kongressabgeordnete Pramila Jayapal und die Hollywoodschauspielerin Susan Sarandon.

+++ 05.06 Uhr: Bundestag beschließt Entschädigung für Atomkonzerne +++

Für den 2011 beschlossenen Atomausstieg erhalten die Energiekonzerne RWE und Vattenfall eine millionenschwereEntschädigung. Der verabschiedete eine entsprechende Gesetzesänderung und setzte damit ein Urteil desBundesverfassungsgerichts um. Die Karlsruher Richter hatten imDezember 2016 entschieden, dass die Stromkonzerne für bereits getätigte Investitionen und für verfallene Strom-Produktionsrechte entschädigt werden müssen.

+++ 04.42 Uhr: EU-Gipfel einigt sich auf Verschärfung der Asypolitik +++

Nach zähen Verhandlungen haben sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihre EU-Kollegen beim Gipfel in Brüssel auf eine Verschärfung der europäischen Asylpolitik geeinigt. Dies teilte EU-Ratschef Donald Tusk nach mehr als zwölfstündigen Beratungen mit.

+++ 03.01 Uhr: Flughafen der Urlaubsinsel Bali wegen Vulkanasche geschlossen +++

Wegen eines Vulkanausbruchs auf der indonesischen Ferieninsel ist der internationale Flughafen am Freitag geschlossen worden. Dies gelte vorerst bis zum Abend (Ortszeit), erklärte ein Sprecher des Ngurah-Rai-Flughafens in Denpasar. Bereits am Donnerstag waren 48 Flüge gestrichen worden, mehr als 8000 Passagiere waren betroffen.

Der Vulkan Agung, rund 75 Kilometer vom beliebten Ferienort Kuta entfernt, hatte zuvor große Rauch- und Aschewolken ausgestoßen, die in 2000 Meter Höhe aufstiegen. Beim bislang letzten Ausbruch des Vulkans Agung waren 1963 fast 1600 Menschen ums Leben gekommen.

+++ 01.31 Uhr: Bundestag unterstützt Abbiegeassistenten für Lkw +++

Um das Risiko tödlicher Unfälle beim Abbiegen zu reduzieren, macht sich der Bundestag für den Einbau elektronischer Abbiegeassistenten in Lastwagen stark. In einem fraktionsübergreifenden Antrag, der in der Nacht zum Freitag gebilligt wurde, werben die Abgeordneten für die zügige Einführung der Neuerung. Die Bundesregierung wird damit zu einer nationalen Regelung aufgefordert, wenn sich eine europäische Lösung nicht kurzfristig durchsetzen lässt.

Auf Deutschland Straßen sterben immer wieder Menschen, weil sie von abbiegenden Lkw-Fahrern im toten Winkel übersehen werden. CDU/CSU und SPD hatten deshalb bereits im Koalitionsvertrag vereinbart, dass Abbiegeassistenten bei neuen Lastwagen und Bussen zur Pflicht werden sollen. Die Geräte sollen den toten Winkel mittels Sensoren überwachen und den Fahrer warnen, wenn ein Zusammenstoß mit Radfahrern oder Fußgängern droht.

+++ 01.04 Uhr: Kramp-Karrenbauer setzt auf Fortbestand der Koalition +++

CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer setzt trotz des Asylstreits mit der CSU auf den Fortbestand der Union und der großen Koalition. Zwischen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) gehe es um einen Streit in der Sache, sagte Kramp-Karrenbauer dem "Kölner Stadt-Anzeiger". "Ein solcher Streit hat immer die Chance, dass er beigelegt werden kann."

Gedankenspiele, die CSU in der Regierung durch die Grünen zu ersetzen, seien Sache der politischen Feuilletons: "Ich setze auf einen stabilen Fortbestand der Koalition." Die Parteimitglieder wollten vor allem sachorientierte und pragmatische Antworten. "Sie wollen keinen Populismus."

+++ 00.25 Uhr: Polizisten erschossen im vergangenen Jahr 14 Menschen im Dienst +++

Polizisten in Deutschland haben im vergangenen Jahr bei Einsätzen 14 Menschen erschossen. Wie aus einer Erhebung der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster hervorgeht, wurden zudem 39 Menschen verletzt. Die Zahlen lagen 2017 erneut etwas höher als in den Jahren zuvor.

2016 waren es 11 Tote und 28 Verletzte durch Polizeischüsse gewesen, 2015 waren 10 Menschen gestorben, weitere 22 waren verletzt worden. 2014 waren es sieben Tote und 30 Verletzte gewesen und im Jahr 2013 acht Tote und 20 Verletzte, wie aus Statistiken hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Angesichts von rund 300.000 Beschäftigten bei der Polizei im Bund und in den Ländern bewegt sich der Schusswaffengebrauch in Deutschland auf eher niedrigem Niveau.

+++ 00.07 Uhr: Ein Toter und zwei Verletzte am Rande von Segelregatta in den Niederlanden +++

Beim Zusammenstoß zweier Schlauchboote am Rande einer bekannten Segelregatta in den Niederlanden ist am Donnerstag ein Mensch ums Leben gekommen. Zwei weitere Menschen wurden bei dem Unfall im Hafen von Scheveningen nahe Den Haag verletzt, wie die Rettungskräfte mitteilten. Zum Zeitpunkt des Unglücks säumten zahlreiche Zuschauer den Hafen, um die Spektakel rund um das "Volvo Ocean Race" mitzuerleben.

Als die beiden Schlauchboote zusammenprallten, gingen den Angaben zufolge mehrere Menschen über Bord. In einer Twitter-Mitteilung erklärte die Feuerwehr, die Rettungskräfte hätten mehrere Menschen aus dem Wasser gezogen. Einige seien von Sanitätern versorgt worden. Ein Mensch sei jedoch gestorben.

Schutz gegen Lkw-Anschläge: Diese Barriere zerlegt selbst 3,5-Tonnen-Lastwagen
kng/wue / AFP / DPA