Showdown bei US-Demokraten Clinton siegt überragend in Kentucky


Hillary Clinton bleibt weiter im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten. Im ländlich geprägten Bundesstaat Kentucky holte die Senatorin deutlich mehr Delegiertenstimmen als ihr Konkurrent Barack Obama. Die Wahlnacht ist damit aber noch lange nicht beendet.

Die frühere First Lady Hillary Clinton hat die Vorwahl der US-Demokraten im Bundesstaat Kentucky mit weitem Abstand gewonnen. Nach Auszählung aller Wahlbezirke kam die Senatorin aus New York auf 66 Prozent der Stimmen, ihr Konkurrent Barack Obama auf 30 Prozent. Im konservativen Kentucky ging es um insgesamt 51 Delegiertenstimmen.

Obama setzt auf symbolischen Sieg

Derweil wird die Kandidatenkür der Demokraten im Westküstenstaat Oregon fortgesetzt. Dort sehen Erhebungen hingegen den Senator aus Illinois vorne. Nach dem erwarteten Sieg bei der Vorwahl in Oregon hofft Obama (46), symbolträchtig eine absolute Mehrheit der gewählten Delegierten für den Nominierungsparteitag der Demokraten im August verkünden zu können. Als Ort seiner Rede suchte er sich den Staat Iowa aus, wo seine Erfolgsserie im Januar begann.

Clinton zeigte sich nach ihrem klaren Sieg in Kentucky indes weiter kämpferisch. Sie sei "entschiedener denn je", das Rennen gegen ihren parteiinternen Rivalen Barack Obama "bis zur letzten Stimme" fortzusetzen, sagte sie in Louisville (Kentucky). "Darauf bestehe ich, bis wir einen Kandidaten haben, wer auch immer "sie" sein wird", sagte Clinton unter dem Jubel ihrer Anhänger.

Clinton appelliert an Super-Delegierte

Zugleich appellierte die 60-Jährige an die noch unentschiedenen Superdelegierten, die als Funktionäre oder Amtsträger eine Stimme auf dem Nominierungsparteitag im Spätsommer haben und voraussichtlich das Zünglein an der Waage sein werden. "Es wird von der Partei abhängen, wer der Präsidentschaftskandidat sein wird, wer in der Lage sein wird, (den republikanischen Kandidaten) John McCain zu schlagen", sagte Clinton.

Die Senatorin aus New York liegt derzeit sowohl bei der Zahl der an das Abstimmungsergebnis der Staaten gebundenen Delegierten wie auch bei den Superdelegierten, die sich frei entscheiden können, hinter ihrem Konkurrenten.

DPA/AP/Reuters AP DPA Reuters

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