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Simbabwes Ministerpräsident: Tsvangirais Frau durch Autounfall getötet

Der simbabwische Ministerpräsident und frühere Oppositionsführer Morgan Tsvangirai ist bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt worden. Seine Frau kam dabei ums Leben. Der Wagen war mit einem Lastwagen zusammengestoßen.

Drei Wochen nach seinem Amtsantritt ist der simbabwische Ministerpräsident Morgan Tsvangirai bei einem Autounfall am Freitag schwer verletzt worden, seine Frau Susan kam ums Leben. Das teilte ein Sprecher von Tsvangirais Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC), Eddie Cross, in Harare mit. "Morgan hat schwere Prellungen und Schnittverletzungen erlitten, aber ich muss zu meinem Bedauern sagen, dass Susan gestorben ist", sagte Cross. "Morgan wird am Boden zerstört sein - sie waren ein echtes Team", sagte Cross. Der Ministerpräsident wurde in einem Krankenhaus in Harare behandelt.

Das Ehepaar war auf der Straße zwischen Harare und Masvingo rund 60 Kilometer außerhalb der Hauptstadt zu einer Kundgebung ihrer Partei unterwegs, als ihr von zwei Sicherheitswagen begleiteter Geländewagen mit einem entgegenkommenden Lastwagen zusammenstieß. Mitglieder von Tsvangirais Partei berichteten am Abend, das Krankenhaus sei von der Polizei umstellt. Zahlreiche Regierungsmitglieder gingen ein und aus, und auch Präsident Robert Mugabe werde am späteren Abend erwartet.

Der langjährige Oppositionsführer hatte nach monatelangen Verhandlungen einer Regierung der nationalen Einheit mit der ZANU(PF)-Partei von Präsident Mugabe zugestimmt und war erst vor drei Wochen vereidigt worden. Der seit fast 30 Jahren zunehmend autokratisch regierende Mugabe hatte jedoch nie einen Hehl daraus gemacht, dass er weiterhin die Macht in der Hand hält.

Simbabwe befindet sich in der schwersten Krise seiner Geschichte mit Massenarmut und Hyperinflation. Der Kollaps des öffentlichen Dienstes hat den Ausbruch einer Cholera-Epidemie begünstigt. Bislang sind daran rund 4000 Menschen gestorben, gut 88 000 sind erkrankt.

DPA/AFP / DPA