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Simon Kremer – Lost in Nahost: Palmen, Orangen, Schafe: Alles stimmt und trotzdem könnte nicht weniger Weihnachten sein

Eigentlich kann man im Nahen Osten ja kaum näher dran sein an Weihnachten. Trotzdem fällt es schwer, unter Palmen in Stimmung zu kommen. Was wäre, wenn Weihnachten einfach mal ausfällt?  

Von Simon Kremer, Tunis

Heiligabendmesse in der Kathedrale des Heiligen Vincent de Paul in Tunis: Zumindest das Weihnachts-Setting stimmt im Nahen Osten

Heiligabendmesse in der Kathedrale des Heiligen Vincent de Paul in Tunis: Zumindest das Weihnachts-Setting stimmt im Nahen Osten

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Nein, ich geb's ja zu, so ganz in Weihnachtsstimmung bin ich noch nicht. Die Koffer stehen noch nicht gepackt vor der Tür für den Heimaturlaub, da kotzt die Kleine auf den Wohnzimmerboden. Und Eltern wissen, was das heißt: Natürlich spuckt sie auch aufs Sofa. Und vor den Herd. Und in den Flur. Ganz normale Weihnachtsvorbereitung eben. 

Und obwohl man sich ja eigentlich im richtigen "Setting" befindet (Palmen vor der Krippe, in der Nähe lagern Hirten auf dem Feld und irgendein Filius ist Statthalter in Syrien) kommt noch nicht so richtig Weihnachtsstimmung auf. Es fehlen die Lichter in den Wohnzimmern, die nach draußen scheinen, die umkränzten Leuchtsterne an den Laternen, die Weihnachtsmusik aus den Läden und auch die angespannte Hektik der Menschen, die jetzt – kurz vor den Feiertagen und dem Jahresende – noch alles schnell erledigen wollen, obwohl es am 2. Januar genauso weitergeht wie vorher. Die Illusion sollten wir uns gar nicht erst machen. Stattdessen eben Palmen im Regen, Schafe auf der Straße und von Syrien brauchen wir gar nicht erst zu reden. Es ist, als ob Weihnachten nicht wäre. 

Aber auch da passt das Setting ja. Spulen wir mal 2000 Jahre zurück. Da wird da plötzlich – und bitte bleiben sie da jetzt mit mir am Text, auch wenn sie sonst mit Kirche nichts zu tun haben – der Heiland geboren. Und draußen auf der Straße hupt laut ein Taxifahrer – oder so was Banales eben. Und da braucht man sich dann jetzt gar nicht in große theologische Diskussionen begeben, was Weihnachten denn eigentlich ist. Sondern man muss sich einfach nur fragen, was Weihnachten für einen selbst bedeutet. Und was man eben so braucht, um in Stimmung zu kommen. Und wenn das dann Straßenlaternen mit Weihnachtssternen und ein schräg gesungenes "O Du Fröhliche" von einem Kindergartenchor ist, dann meinetwegen.

Weihnachtsteller und schimmelige Orange

Für mich ist Weihnachten der Weihnachtsteller meiner Oma. Mit Schokolade, Spritzgebäck, einem Apfel und einer Orange, die nach wenigen Tagen unter der Cellophanfolie immer zu schimmeln anfing, weil man als Kind natürlich immer erst die Schokolade gegessen hat. Und auch da passt das Setting zum Glück, weil hier vor der Tür seit einiger Zeit jetzt die Orangenbäume voller Früchte hängen. Und da kommt sie, dann doch ein bisschen, wenn man sich auf solche Kleinigkeiten konzentriert, die Weihnachtsstimmung, diese scheue Diva. Weihnachten kann also kommen. Und Last Christmas hab' ich schon gehört. In einem Clubhotel am Strand – im Sommer. Damit war ich bestimmt der Erste.

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Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.