HOME

stern-Gespräch mit Michail Gorbatschow: "Ich fühle mich schuldig an Raissas Tod"

Wehmütiger Blick zurück: Im stern-Gespräch erinnert sich Michail Gorbatschow an den Mauerfall, sein Verhältnis zu den Deutschen und an seine Frau Raissa - díe Liebe seines Lebens.

Michail Gorbatschow erfuhr erst am Morgen des 10. November 1989, dass nachts in Berlin die Mauer gefallen war. Der ehemalige Präsident der Sowjetunion schlief zu Hause durch und wurde nicht geweckt. "Es war ja auch nicht nötig", sagt Gorbatschow in einem Gespräch mit dem stern. "Ich erfuhr die Details am frühen Morgen. Denn unsere Position war von Anfang an klar - ganz egal, welches Geschrei es auch gegeben haben mag." Das geteilte Deutschland sei eine Zeitbombe gewesen, mit der Europa auf Dauer nicht habe leben können, so Gorbatschow. Er sei davon überzeugt gewesen, dass die Wiedervereinigung der Deutschen im Interesse aller gewesen sei. "Auch, wenn damals sowohl Großbritannien als auch Frankreich zunächst dagegen waren."

Westlichen Politikern wirft Gorbatschow fehlende Unterstützung vor. Als sich während der Perestrojka-Jahre die soziale Lage und der innenpolitische Machtkampf im Land zuspitzten, bat Gorbatschow 1991 im Westen vergeblich um Kredite. "Manchmal hatte ich den Eindruck, dass sich damals einige unter dem Tisch die Hände rieben, wenn sie an die schlimme Lage unseres Landes dachten", sagt Gorbatschow dem stern. Dabei habe die Sowjetunion mit ihrer Abrüstungsinitiative das Ende des Kalten Krieges und der deutschen Wiedervereinigung eingeleitet. "Manche Politiker im Westen präsentierten sich aber ganz gern als Sieger des Kalten Krieges", sagt Gorbatschow, "als ob alles ihr Verdienst gewesen sei. Als ob alles - auch die deutsche Wiedervereinigung - ohne Russland möglich gewesen sei."

"Ich hätte Raissa schützen müssen"

Gorbatschow fühlt sich bis heute schuldig an dem Tod seiner Frau Raissa, die 1999 in Münster an Leukämie verstarb. "Jeden Tag denke ich daran", sagt der 82-Jährige in dem stern-Gespräch. "Dass ich sie nicht retten konnte. Sie war immer bei mir, hat immer zurückgesteckt. Für meinen Erfolg und meine Karriere hat sie alles gegeben. Ich hätte sie schützen müssen." Raissa habe sehr an der Kritik und Häme gelitten, der Gorbatschow wegen seiner Reformpolitik ausgesetzt war. "Meine Familie steckte mittendrin im glühenden Kessel der Perestrojka. Sie musste Schreckliches aushalten. Für Raissa, meine Frau, war das einfach zu viel." Kurz vor ihrem Tod erhielt sie Tausende Briefe, doch tröstend sei dies nicht gewesen. "Sie sagte damals einen Satz, der sich immer in mir eingegraben hat: 'Muss ich wirklich sterben, damit die Menschen mir glauben?' Vielleicht war es wirklich so", so Gorbatschow.

cf / print
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.