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Südostafrika: Starkes Erdbeben erschüttert Mosambik und Simbabwe

Ein Erdebeben der Stärke 7,5 hat den Südosten Afrikas erschüttert. Das Epizentrum lag in der Nähe der Hafenstadt Beira, an der Küste des Indischen Ozeans in Mosambik - es war eines der stärksten Beben seit hundert Jahren.

Ein starkes Erdbeben hat südostafrikanischen Staaten Simbabwe und Mosambik erschüttert. In Harare und Maputo, den Hauptstädten der beiden Länder, seien Menschen aus dem Schlaf gerissen worden und in Panik auf die Straße gelaufen, berichteten örtliche Medien. Angaben über Schäden oder Opfer lagen nicht vor. Nach Angaben von US-Geologen hatte der Erdstoß am frühen Donnerstagmorgen eine Stärke von 7,5. Das Epizentrum lag rund 200 Kilometer südwestlich von Beira an der Küste zum Indischen Ozean.

Das Beben sei in mehreren Provinzen zu spüren gewesen. In der größten Hafenstadt Beira stürzte nach Augenzeugenberichten ein Gebäude ein. Südafrikanische Touristen in Beira erklärte, sie hätten nun Angst vor einem Tsunami. Eine Hotelmanagerin berichtete: "Alles schaukelte, man fühlte sich wie auf einem Boot." Vielerorts verbrachten die Menschen die Nacht aus Angst vor weiteren Erdstößen im Freien.

Mosambik liegt auf Horst Köhlers Reiseroute

Das US-Erdbebeninformationszentrum in Colorado, das seismische Störungen in der ganzen Welt beobachtet, berichtete von mindestens fünf unmittelbaren Nachbeben. Der Erdstoß ereignete sich in einer seismisch sehr aktiven Zone der Erde, am südlichen Ende des ostafrikanischen Grabensystems. Das stärkste Beben in den vergangenen hundert Jahren in dieser Region hatte nach Angaben des US-Erdbebeninformationszentrums eine Stärke von 7,6.Die Erdstöße waren nach Angaben des amerikanischen Erdbebeninformationszentrums auch in der Hauptstadt von Simbabwe, Harare, und Durban in Südafrika spürbar gewesen.

Die frühere portugiesische Kolonie Mosambik steht auch auf der Reiseliste von Bundespräsident Horst Köhler, der Anfang April Mosambik, den vorgelagerten Inselstaat Madagaskar und Botswana besuchen will.

DPA/Reuters / DPA / Reuters