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Angriffe auf Rebellen: 45 Tote bei russischen Luftschlägen in Syrien

Es sollen auch Zivilisten unter den Opfern sein: Laut Aktivisten sind bei Luftangriffen russischer Bomber in Syrien 45 Menschen gestorben. Auch bei diesem Angriff scheint der Islamische Staat nicht das Ziel gewesen zu sein.

Russischer Bomber vom Typ Tupolev TU-160 über dem Meer

Bomber vom Typ Tupolev TU-160 über dem Meer: Seit Ende September greift die russische Luftwaffe Rebellen in Syrien an.

Bei Luftangriffen russischer Kampfjets in der syrischen Provinz Latakia sind nach Angaben von Aktivisten mindestens 45 Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden. Unter den Opfern seien auch Zivilisten, genaue Zahlen lägen hierzu aber nicht vor, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Dienstag mit.

Auch ein Rebellenkommandeur und die Familien von Aufständischen seien bei den Bombardements am Montag in der Region Dschabal al-Akrad getötet worden. Aufgrund der vielen Verletzten könne die Zahl der Toten weiter steigen. Die Beobachtungsstelle stützt sich auf ein Netz von Informanten vor Ort, ihre Angaben sind von unabhängiger Seite kaum überprüfbar.

Latakia im Westen des Landes ist eine Hochburg der Regierungsanhänger. In der im Norden der Küstenprovinz gelegenen Region Dschabal al-Akrad halten jedoch moderate Rebellen und islamistische Milizen, die gegen den syrischen Staatschef Baschar al-Assad kämpfen, einige Stellungen.

Russland unterstützt mit Luftangriffen die syrische Armee in dem seit mehr als vier Jahren andauernden Bürgerkrieg. Nach russischen Angaben ist das Ziel die Islamisten-Miliz IS und nicht andere Gegner von Präsident Baschar al-Assad, die von den USA unterstützt werden. Westliche Staaten werfen der russischen Regierung aber vor, vorwiegend Gebiete zu bombardieren, die nicht unter Kontrolle des IS sind.

amt / Reuters / AFP