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Syrien-Konflikt: Al Kaida erobert wichtigen Militärflughafen

In der Nähe von Aleppo haben syrische Al-Kaida-Kämpfer einen strategischen Erfolg erzielt und den größten Hubschrauberflughafen in der Region eingenommen. Bei den Kämpfen starben mehrere Menschen.

Nach heftigen Kämpfen haben die syrischen Rebellen einen strategisch wichtigen Militärflughafen in der Nähe von Aleppo eingenommen. Wie Aktivisten am Dienstag berichteten, war an den Kampfhandlungen hauptsächlich die Al-Kaida-nahe Formation Islamischer Staat im Irak und in Syrien beteiligt. Der Flughafen Minigh ist der größte Hubschrauberlandeplatz der Region. Die Truppen des Machthabers Baschar al Assad nutzten ihn als Ausgangsbasis für Angriffe gegen die Aufständischen im gesamten Norden Syriens.

Mindestens zehn Aufständische und eine unbekannte Zahl von Soldaten wurden bei den Kämpfen getötet. Die Schlacht um den Flughafen war am Sonntag durch einen Selbstmordanschlag von Al-Kaida-Kämpfern eingeleitet worden. Bei den Kampfhandlungen seien mehrere Panzer zerstört und Soldaten der Regimetruppen festgenommen worden, sagte der Aktivist Omar Halabi der Nachrichtenagentur DPA am Telefon.

Nach schweren Gefechten verzeichneten die Rebellen auch Fortschritte bei ihrem Vormarsch in den Gebirgsregionen der Küstenprovinz Latakia. Nach Angaben von Aktivisten nahmen sie Gebiete im Bereich der Ortschaft Salma ein und rückten damit bis auf 20 Kilometer an Kardaha heran, wo Assad geboren ist und zahlreiche Angehörige der Präsidentenfamilie leben. Die Aufständischen, die in der Provinz Latakia vorrücken, gehörten hauptsächlich Al-Kaida-nahen Kampfverbänden an, berichteten die Syrischen Menschenrechtsbeobachter in London.

steh/DPA / DPA
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