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Terrormiliz im Irak Dreiviertel der 1000 Isis-Opfer sind Zivilisten


Sie gehen brutal vor und sind nicht zu stoppen: Der Vormarsch der Terror-Miliz Isis im Irak hat laut UN mehr als tausend Menschenleben in nur 17 Tagen gefordert - darunter mindestens 757 Zivilisten.

Beim Vormarsch der extrem brutalen islamistischen Terrorgruppe Isis im Irak sind im Juni mindestens 1075 Menschen getötet worden. Die weitaus meisten waren Zivilisten. Allein in den drei nördlichen und westlichen Provinzen Ninive, Dijala und Salaheddin seien mindestens 757 Zivilisten umgebracht worden, erklärte der Sprecher des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte, Rupert Colville, am Dienstag in Genf. Fast 600 weitere Menschen seien dort verletzt worden.

Mindestens 318 weitere Menschen seien in der Umgebung von Bagdad und Gebieten im Süden getötet worden, sagte Colville. Mehrfach hätten Isis-Kämpfer zudem Geiseln genommen. Dazu gehören 48 türkische Staatsbürger, die im Konsulat der Türkei in der Stadt Mossul tätig waren. Auch 40 Inder seien entführt worden, die für eine irakische Baufirma arbeiteten.

UN-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay hatte bereits in der vergangenen Woche berichtet, Isis-Kämpfer würden mit rücksichtsloser Gewalt gegen Zivilisten und Vertreter der Regierung vorgehen. Einige der Opfer seien durch willkürliche Hinrichtungen getötet worden, berichtete jetzt Colville. Unter ihnen seien außer Zivilisten auch Polizisten und Soldaten der Regierungstruppen. Immer wieder veröffentliche die Isis zudem Videos ihrer Grausamkeiten im Internet. Die Zahlen beziehen sich auf den Zeitraum 5. bis 22. Juni. Sie seien "Mindestangaben", wahrscheinlich seien noch viel mehr Menschen umgebracht worden.

fme/DPA DPA

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