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"Sein mächtigstes Werkzeug" US-Comedian Trevor Noah entlarvt Trumps perfide Masche

Der US-Comedian Trevor Noah nimmt sich oft US-Präsident Donald Trump vor
Der US-Comedian Trevor Noah nimmt sich oft US-Präsident Donald Trump vor
© Brent N. Clarke/Invision/AP / DPA
Trevor Noah will herausgefunden haben, wie Donald Trump die Unterstützung seiner Basis aufrechterhält. Der US-Präsident nutze dafür ein "mächtiges Werkzeug".

Seit Donald Trump US-Präsident ist, haben die Comedians in den USA mehr Material für ihre Sendungen, als sie jemals verwenden könnten. Auch Moderator Trevor Noah arbeitet sich regelmäßig an dem Mann im Weißen Haus ab. Ein aktueller Beitrag seiner "The Daily Show" geht gerade auf Facebook viral.

Darin will der Comedian Trumps "mächtigstes Werkzeug" erkannt haben. Der US-Präsident verstehe es wie kaum ein Zweiter, mit der Opferrolle zu spielen. "Er gibt den Menschen, die Möglichkeit, in die Opferrolle zu schlüpfen, denen dies am wenigsten zusteht", so Noah. Trumps Botschaft laute: die "wirklichen Opfer" der #MeToo-Bewegung seien Männer. Dies sei gerade deswegen so gefährlich, weil es viele Menschen gebe, die sich damit identifizieren könnten - auch wenn sie es vielleicht nicht alle zugeben würden. "Viele Männer denken: Ja genau, diese #MeToo-Bewegung ist außer Kontrolle."

Wenn es Trump gelänge, Männer davon zu überzeugen, sie seien die wahren Opfer, so würde man diese mobilisieren, gegen die Bewegung zu kämpfen. Dabei sei es bei #MeToo nie darum gegangen, alle Männer zu Sündenböcken zu erklären, sagt Noah. "Es geht darum, die Männer zur Rechenschaft zu ziehen, die sich falsch verhalten. Die Opfer hier sind die Frauen." Trump aber schaffe es, diese Rollen umzukehren.

Trevor Noah: Die Masche von Donald Trump

Dieses Verhaltensmuster sei ihm bereits mehrfach bei Trump aufgefallen, sagt Noah. Sein Narrativ sei: "Die Opfer sind nicht die Kinder in den Käfigen, die Opfer seid Ihr, weil sie kommen und euch euren Platz streitig machen. Das Opfer ist nicht der syrische Flüchtling, ihr seid es, die ihr von einer Terroristenbombe in die Luft gejagt werdet."

Durch Donald Trump hätten sich "die Leute so gefühlt", als würden sie ihr Land verlieren. "Und Gefühle sind nun mal oftmals stärker als das, was wirklich passiert." Mehr als 16 Millionen Menschen haben sich den achtminütigen Clip bereits angeschaut, 72.000 reagierten darauf, eine Viertel Million teilte ihn (Stand Dienstagmittag).

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fin

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