Straße von Hormus
„In die Luft jagen“: Donald Trump droht offenbar US-Verbündetem Oman

US-Präsident Donald Trump
US-Präsident Donald Trump droht dem Oman mit einem Angriff, sollte das Land sich im Konflikt um die Straße von Hormus gegen die USA stellen. Oder verwechselt er da etwas?
© Pool/ABACA / Imago Images

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US-Präsident Trump verschärft die Rhetorik gegenüber dem Oman. Im Streit um die Straße von Hormus droht er mit drastischen Konsequenzen. Oder hat er nur zwei Länder verwechselt?

US-Präsident Donald Trump hat offenbar dem mit den USA verbündeten Oman mit einem Angriff gedroht, sollte das Sultanat sich bei der Wiederöffnung der Straße von Hormus auf die Seite des Iran stellen. Oman müsse sich „benehmen“, sagte Trump am Mittwoch bei einer Kabinettssitzung im Weißen Haus. Andernfalls müssten die USA „sie in die Luft jagen“.

Trump war zuvor gefragt worden, ob er eine kurzfristige Vereinbarung akzeptieren würde, wonach der Iran und der auf der gegenüberliegenden Seite des Persischen Golfs gelegene Oman die strategisch wichtige Meerenge kontrollieren könnten. „Nein, die Meerenge wird für alle offen sein“, sagte der US-Präsident. „Das sind internationale Gewässer, und Oman wird sich verhalten wie alle anderen, oder wir müssen sie in die Luft jagen. Sie verstehen das, es wird ihnen gut ergehen.“

Verwechselte Donald Trump Iran mit Oman und Venezuela?

Das Weiße Haus antwortete zunächst nicht auf die Frage der Nachrichtenagentur AFP, ob Trump sich versprochen und eigentlich den Iran statt Oman gemeint habe. Das US-Außenministerium veröffentlichte später allerdings einen Ausschnitt und ein Transkript der Äußerungen Trumps zu Oman – ohne Korrektur oder Klarstellung.

Oman ist ein wichtiger Verbündeter der USA und hat versucht, im Irankrieg zu vermitteln. Der Krieg hatte Ende Februar mit Angriffen der USA und Israels auf den Iran begonnen. Seitdem ist auch die Straße von Hormus ein zentraler Streitpunkt. Durch die Meerenge wird normalerweise rund ein Fünftel des weltweit verbrauchten Erdöls transportiert.

Trump verwechselte bei derselben Kabinettssitzung offenbar auch den Iran mit Venezuela. So sagte er, Venezuela habe „keine Marine mehr, keine Luftwaffe mehr“ – eine Formulierung, die Trump wiederholt mit Blick auf den Iran verwendet hatte.

AFP
rw

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