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Trump und Obama: Zwei Präsidenten, zwei tote Kinder - der Irrsinn des Anti-Terrorkrieges

Im Jemen führen die USA einen schmutzigen Krieg. Die angeblich klinischen Drohnenschläge erinnern an Blutrache. Nun töteten US-Truppen das zweite Kind eines amerikanischen Islamisten.

Das US Team wurde sofort nach der Landung in schwere Kämpfe auf kurze Distanz verwickelt.

Das US Team wurde sofort nach der Landung in schwere Kämpfe auf kurze Distanz verwickelt.

Der erste Kommandoeinsatz unter der Ägide Donald Trumps wurde zum Desaster. Vor wenigen Tagen stürmten Navy Seals eine Ansiedelung im Jemen. Ein hochdekorierter Elitesoldat fiel bei dem Einsatz, ein achtjähriges Mädchen wurde getötet. Nora al-Awlaki ist das letzte Kind in einer langen Reihe von sogenannten Kollateralschäden in einer Familie. 

Blutrache statt Gerechtigkeit

Kollateralschaden - eine beschönigende Begriffsschöpfung, die die Brutalität dieser Exekutionen verschleiern soll. Der Journalist Glenn Greenwald erzählt in "The Intercept" die Geschichte von Einsätzen im Jemen, die eher an Traditionen der Blutrache erinnern als an moderne Rechtspflege. Die Jagd der US-Streitkräfte begann mit Anwar al-Awlaki, einem amerikanischen Bürger im Jemen. Vermutlich war er ein radikaler Islamist – offiziell wurde ihm allerdings nie etwas Strafbares vorgeworfen, geschweige denn nachgewiesen. 2010 landete er auf Obamas Todesliste. Im September 2011 wurde der Familienvater von einer Kampfdrohne getötet.

Damit war die Blutfehde nicht zu Ende. Zwei Wochen später wurde sein 16-jähriger Sohn ebenfalls von einer Drohne getötet. Bei dem Luftschlag starben auch ein minderjähriger Cousin und sieben weitere Jeminiten. Militärisch wurde der Einsatz als Fehlschlag eingeschätzt, alle Opfer wurden als Kollateralschaden eingestuft. Obamas Pressesprecher Robert Gibbs setzte noch einen drauf, als er sagte, der Junge hätte eben einen "verantwortlicheren Vater gebraucht". Von Reue oder einer Entschuldigung keine Spur.

Nahtloser Anschluss von Obama zu Trump

Diese tödliche Tradition geht unter Präsident Trump nahtlos weiter. Am vergangenen Sonntag kam es unter ihm zu einem Kommandoeinsatz im Jemen. Den Startschuss hat die neue Administration gegeben, die Planung des Einsatzes ist noch unter Obama erfolgt.  Am Sonntag startete das Navy Seal Team 6 unter dem Schutz von Reaper-Drohnen und Kampfhubschraubern zu einem Kommandoeinsatz im Morgengrauen, hauptsächlich um Daten auf einem Computer zu erbeuten, wie die "New York Times" berichtet.

Desaströser Einsatz

Bei dem Einsatz ging alles schief. ABC zitiert eine anonyme Quelle, die Ankunft des Kommandos sei erwartet worden. Das Team sei sofort unter Beschuss genommen worden. Das Osprey-Transportflugzeug, mit dem die Soldaten zum Ziel gebracht wurden, erlitt eine Bruchlandung. Dabei wurden zwei Soldaten verletzt, die Maschine musste später aus der Luft zerstört werden. Das Überraschungsmoment war verloren. In dem Dorf sollen die Seals auf hartnäckigen Widerstand gestoßen sein. Daraufhin wurden Luftangriffe auf die Häuser einer Familie geflogen, die Verbindungen zu Al Kaida haben soll.

Zwei Stunden lang verblutet 

Präsident Trump beklagte später den Tod des Elitesoldaten, in den US-Medien wurden drei weitere verletzte US-Soldaten erwähnt – zivile Opfer wurden zunächst verschwiegen. Tatsächlich kostete der Einsatz wohl 30 Einheimischen das Leben, darunter acht Frauen und sieben Kinder – so die dortigen Behörden. Die US-Militärs vermuten, sie hätten einen hochrangigen Al-Kaida-Führer getötet. Die Terrororganisation bestreitet das. Das US-Militär bestätigte am Mittwoch, dass bei dem Einsatz Zivilisten getötet wurden. Möglicherweise seien unter den Opfern auch Kinder.

Sicher ist, dass die achtjährige Nora al-Awlaki gestorben ist. Ihr Großvater sagte der Nachrichtenagentur Reuters, das Kind sei mit einem Schuss in den Nacken schwer verletzt worden und dann innerhalb von zwei Stunden in ihrem Haus verblutet.

Und wozu? Kritiker des brutalen Vorgehens der USA wie Glenn Greenwald weisen darauf hin, dass Al Kaida durch diese Einsätze nicht schwächer, sondern immer stärker wurde. Bevor Obama mit der Terroristen-Jagd begonnen habe, soll die Terrorgruppe im Jemen praktisch unbedeutend gewesen sein. Heute kontrolliert Al Kaida weite Gebiete. Die zahllosen zivilen Toten führen ihr immer neue Rekruten zu. In einem Land, in dem Blutrache und Sippenehre so wichtig sind wie im Jemen, produziert jedes Opfer neue Kämpfer.

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.