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Tschetschenien: Russlands dreckiger Krieg

Der Konflikt mit den Tschetschenen ist uralt. Mit dem Ende der Sowjetunion ist er eskaliert. Seither regiert die Gewalt auf beiden Seiten.

Wenn kein Geiseldrama die Welt er schüttert, interessiert sich kaum jemand dafür, was in Tschetschenien passiert. Das Land im Kaukasus ist etwa so groß wie Thüringen. Eine Million Menschen lebte dort, bevor der letzte Krieg begann. Mehr als 100000 Zivilisten sind seitdem getötet worden.

Menschenrechtsorganisationen prangern das Auftreten der russischen Soldaten an. Ihre Säuberungsaktionen sind brutal und wahllos. In Assinowskaja wurden im Juni drei Brüder, 20, 19 und 15 Jahre alt, mit Panzerwagen von zu Hause abgeholt, berichtet die Korrespondentin der "Nowaja Gazeta". Sie blieben verschwunden. Der Vater starb aus Kummer, die Mutter ist seitdem geistig verwirrt. Einen 16-Jährigen aus Grosny verhafteten Milizionäre. Als seine Klassenkameraden vor der Polizeistation dagegen demonstrierten, wurden sie bedroht. In dem Dorf Prigorodnoje wurde ein 18-Jähriger verschleppt und nach einer Woche wieder freigelassen, nachdem die Familie 3000 Dollar Lösegeld bezahlt hatte. "Sie haben mich gefoltert, bis ich kurz davor war, meinen Bruder als Rebellen anzuschwärzen", sagte er nach seiner Rückkehr.

Misshandlungen an der Tagesordnung

In den Lagern der russischen Armee ist es an der Tagesordnung, Gefangene zu misshandeln. Eine Frau berichtete, dass sie zwölf Tage in einer Grube sitzend verbringen musste, bei bitterer Kälte und völlig durchnässt. Soldaten legten ihr Kabel an die Finger und setzten sie unter Strom. "Kinderhandschuhe", nannten sie das.

Die Feindschaft zwischen Tschetschenen und Russen hat eine lange Tradition. Sie beginnt mit Zarin Katharina der Großen, die den Nordkaukasus im 18. Jahrhundert dem russischen Imperium einverleiben will. In den 30er Jahren wehren sich die Tschetschenen mit Waffen gegen die stalinistische Zwangskollektivierung der Landwirtschaft. Ihr Aufstand wird von Panzern niedergewalzt und -geschossen. 1944 beschuldigt Stalin sie, mit den Nazis zu kollaborieren, und lässt eine halbe Million in Viehwaggons nach Kasachstan deportieren.

Unter Chruschtschow bekommen die Tschetschenen einen halbautonomen Status, und es wird relativ ruhig in der Kaukasus-Republik. Als die Sowjetunion zerfällt, verliert Russland auch dort die Macht. Der Oppositionspolitiker Dschochar Dudajew erklärt Tschetschenien für unabhängig. 1994 lässt Boris Jelzin Dudajew gewaltsam entmachten. Er will das Land zurück. "Wir brauchen einen kleinen siegreichen Krieg, um das Ansehen des Präsidenten zu steigern", sagt Jelzins Sicherheitsberater. Am Neujahrstag 1995 versuchen russische Truppen, die Hauptstadt Grosny einzunehmen. Doch gegen die tschetschenische Guerillataktik kommen sie nicht an. Im Sommer 1996 erklärt Jelzin den Rückzug seiner Truppen.

Zentrum für illegale Geschäfte

Abermals spricht ein neuer Präsident in Grosny von einem unabhängigen Tschetschenien. Doch auch Aslan Maschadow gelingt es nicht, dem Land eine zivile Ordnung zu geben. Als Wladimir Putin Ende der 90er Jahre Ministerpräsident wird, ist Tschetschenien ein Zentrum für illegale Geschäfte, Entführungen und Erpressungen. Zudem versetzt der Rebellenführer Schamil Bassajew die Region in Schrecken. Der radikale Islamist lässt Dörfer im benachbarten Dagestan überfallen und verkündet die Scharia.

Putin sagt den Tschetschenen den Kampf an, um seine Chancen bei den Präsidentschaftswahlen zu verbessern. Im September 1999 explodieren in Moskau zwei Wohnhäuser - angeblich ein Anschlag tschetschenischer Rebellen. Doch bis heute halten sich Gerüchte, der Inlandsgeheimdienst FSB habe die mehr als 200 Toten zu verantworten.

Seither eskaliert die Gewalt auf beiden Seiten. Korrupten Soldaten und kriminellen Banden liegt nichts daran, den Konflikt beizulegen. Schon früh hat der russische Menschenrechtler Sergej Kowaljow gewarnt, Russland setze mit dem Krieg in Tschetschenien seine eigene Entwicklung zu einem demokratischen Staat aufs Spiel. Seine Prognose, dass der Konflikt im Kaukasus großes Unglück über sein Land bringe, bewahrheitet sich mit jeder neuen Bluttat.

Andreas Albes/Galina Klimowa / print
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?