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Ukraine-Krise: Bundeswehr prüft Einsatz von Drohnen für OSZE-Mission

Die Bundeswehr und französische Experten prüfen in den kommenden Tagen in der Ukraine, ob Aufklärungsdrohnen zum Einsatz kommen. Sie sollen die OSZE bei der Überwachung der Waffenruhe unterstützen.

Deutschland ist zur Entsendung von Aufklärungsdrohnen zur Überwachung der Waffenruhe in der Ukraine bereit. Noch am Dienstag soll ein Erkundungsteam der Bundeswehr mit 14 Soldaten in die Ukraine aufbrechen, um eine solche Beteiligung an einer OSZE-Mission zu prüfen, wie die Nachrichtenagentur dpa aus dem Verteidigungsministerium in Berlin erfuhr.

Die Soldaten sollen klären, wieviel Personal für den Einsatz der Drohnen vom Typ "Luna" vor Ort benötigt wird, welche Schutzmaßnahmen und welche Unterstützung etwa mit Sanitätern oder Logistik notwendig ist.

"Luna" liefert Bilder und Videos in Echtzeit

An der Erkundungsmission beteiligen sich auch französische Experten. Die unbewaffnete Drohne "Luna" ist nur 2,36 Meter lang und 40 Kilogramm schwer und kann Videos, Infrarotfilme und Standbilder in Echtzeit an eine Bodenstation liefern. Das Fluggerät kann bis zu 5000 Meter hoch aufsteigen und erreicht eine maximale Geschwindigkeit von 160 Stundenkilometern.

Die Bundeswehr verfügt derzeit über mehr als 80 solcher Drohnen. Sie sollen den Soldaten einen Informationsvorsprung verschaffen und schnelles Reagieren ermöglichen.

Auf die Waffenruhe und den Friedensplan hatten sich die ukrainische Staatsführung und die prorussischen Separatisten im Osten des Landes am 5. September in der weißrussischen Hauptstadt Minsk geeinigt. Allerdings gibt es auch seither immer wieder Gefechte. Seit Sonntag wurden nach offiziellen ukrainischen Angaben mindestens neun Zivilisten getötet.

kis/DPA/AFP / DPA