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UN-Sanktionen: Keine Einigung im Iran-Streit

Die UN-Vetomächte und Deutschland haben noch immer keine gemeinsame Linie gegen den Iran gefunden. Zeitpunkt und Inhalt einer Resolution sind nach wie vor strittig. Dabei sind es vor allem China und Russland, die Sanktionen skeptisch gegenüber stehen.

Unter den fünf UN-Vetomächten und Deutschland gibt es weiter keine Einigung auf zusätzliche Sanktionen gegen den Iran wegen dessen Atomprogramms. Es gebe nach wie vor "taktische Differenzen" im Bezug auf den Zeitpunkt und den Inhalt einer Resolution, die noch gelöst werden müssten, sagte US-Außenministerin Condoleezza Rice nach einer Telefonkonferenz zwischen den Beteiligten.

Streitpunkte sind unbekannt

Dabei hatten Vertreter aus den USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien und Deutschland erneut miteinander gesprochen. Was genau die Streitpunkte sind, sagte Rice nicht.

Bereits bei einer Telefonkonferenz in der vergangenen Woche hatten sich die sechs Staaten nicht auf grundlegende Elemente einer Resolution einigen können. Vor allem China und Russland sehen neue Sanktionen gegen den Iran skeptisch.

Der Westen wirft dem Iran vor, unter dem Deckmantel einer zivilen Nutzung der Nuklearenergie nach Atomwaffen zu streben. Die Führung in Teheran bestreitet das. In einem Bericht der US-Geheimdienste hatte es jedoch in diesem Monat geheißen, der Iran habe sein Atomwaffenprogramm im Jahr 2003 ausgesetzt.

Reuters / Reuters