Venezuelas Nicolás Maduro plädiert vor Gericht in New York auf unschuldig. Derweil versuchen seine Landsleute, die Regierungskrise zu lösen. Die Ereignisse im Liveticker.
Die USA haben Venezuela militärisch angegriffen und den Machthaber des Landes, Nicolás Maduro, sowie dessen Ehefrau festgenommen und außer Landes gebracht. Maduro wurde in einer New Yorker Haftanstalt vorgeführt. Die USA werfen ihm und seinem Regime vor, den Drogenhandel in die USA zu unterstützen und stellte ihn vor ein US-Gericht.
Die internationalen Reaktionen auf die US-Militäraktion reichen von Zustimmung bis zu Vorwürfen, das Völkerrecht gebrochen zu haben. In Venezuela übernimmt vorerst die bisherige Vizepräsidentin Delcy Rodríguez die Führung. Wie es in dem Land weitergeht, ist unklar.
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Wichtige Updates
Stefan Düsterhöft

Venezoelas Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez hat eine Woche Trauer zum Gedenken an die Opfer des US-Angriffs angeordnet. "Ich habe beschlossen, sieben Tage Trauer zu Ehren und zum Gedenken an die jungen Menschen, Frauen und Männer, auszurufen, die ihr Leben für die Verteidigung Venezuelas und Präsident Nicolás Maduro geopfert haben", sagte Rodríguez.
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Stefan Düsterhöft

Trump macht Öl-Deal mit Venezuela
Die venezolanische Übergangsregierung wird den USA nach den Worten von US-Präsident Donald Trump bis zu 50 Millionen Barrel Öl liefern. Es handele sich um sanktioniertes Öl, das zum Marktpreis verkauft werde, erklärte Trump am Dienstag (Ortszeit) in seinem Onlinedienst Truth Social.
Das Geld werde von ihm als Präsident kontrolliert, "um sicherzustellen, dass es den Menschen in Venezuela und den Vereinigten Staaten zugutekommt".
Das Öl werde mit Schiffen direkt in US-Häfen gebracht. Energieminister Chris Wright sei angewiesen, diesen Plan "sofort" umzusetzen, so Trump.
Rohölmengen werden in Barrel gemessen, also Fässern. Ein Barrel umfasst rund 159 Liter. Venezuela verfügt über die größten bekannten Erdöl-Vorkommen der Welt, bis 2005 war das Land einer der wichtigsten Öllieferanten der USA. Die Lage änderte sich dramatisch, nachdem der damalige sozialistische Staatschef Hugo Chávez 2007 die Industrie weiter verstaatlichte und den Besitz von US-Firmen beschlagnahmte.
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Lennard Worobic
Venezuela beklagt 24 getötete Soldaten bei US-Angriff
Bei dem US-Angriff auf Caracas zur Festnahme von Präsident Nicolás Maduro sind mindestens 24 Soldaten Venezuelas getötet worden. "In Gedenken: 24 Sterne wurden von der feigen Hand des Imperiums aus unserem bolivarischen Firmament gerissen", heißt es in der Mitteilung der venezolanischen Streitkräfte. Dazu wurden Fotos der getöteten Männer und Frauen veröffentlicht. In Gedenken an den südamerikanischen Freiheitskämpfer Simón Bolívar bezeichnet sich das venezolanische Militär selbst als Bolivarische Armee.
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Tim Schulze
Bei dem US-Militäreinsatz zur Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro sind nach Angaben der Behörden 55 Militärangehörige aus Kuba und Venezuela getötet worden. Am Dienstag veröffentlichte die kubanische Regierung nähere Angaben wie Namen und Dienstgrade zu 32 getöteten Kubanern, nachdem zuvor die venezolanische Armee die Zahl von 23 Getöteten in ihren Reihen bekannt gegeben hatte. Caracas und Havanna arbeiten seit Jahren eng in strategischen Bereichen zusammen – darunter auch in der Verteidigung. Die USA setzten 200 Soldaten bei der Aktion ein.
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Tim Schulze
Söder nennt Kritik an Maduros Verhaftung "zum Teil Hysterie"
CSU-Chef Markus Söder hat die Kritik in Deutschland an der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro als teilweise hysterisch kritisiert. "Die zum Teil Hysterie, die es in Deutschland darüber gibt, kann ich nicht nachvollziehen", sagt er bei der Klausurtagung der CSU-Bundestagsabgeordneten im bayerischen Kloster Seeon. Es sei gut, "dass Maduro weg ist, betont er.
Oppositionspolitiker haben den US-Angriff auf Venezuela und die Festnahme Maduros als völkerrechtswidrig kritisiert. Die Bundesregierung hat sich noch nicht dazu positioniert. Man wolle sich damit Zeit lassen, weil es sich um eine komplexe Angelegenheit handele, hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gesagt.
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Daniel Wüstenberg
US-Präsident Donald Trump stellt mögliche Subventionen für Ölkonzerne in Aussicht, die den Wiederaufbau der Energieinfrastruktur Venezuelas unterstützen. Dieses Vorhaben könne in weniger als 18 Monaten abgeschlossen werden, sagt er dem US-Sender NBC News in einem Interview.
Trump gab sich nach Angaben des Senders überzeugt, dass die USA dieses Ziel schneller erreichen könnten, es allerdings viel Geld erfordern wird. "Eine enorme Summe Geld muss ausgegeben werden und die Ölunternehmen werden diese ausgeben, und dann werden sie von uns oder durch Einnahmen entschädigt."
Venezuela verfügt über die weltweit größten nachgewiesenen Rohölreserven. Allerdings ist die Ölförderung in dem südamerikanischen Land in den vergangenen Jahren deutlich gesunken.
Venezuela verfügt über die weltweit größten nachgewiesenen Rohölreserven. Allerdings ist die Ölförderung in dem südamerikanischen Land in den vergangenen Jahren deutlich gesunken.
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Tim Schulze
Europa bekennt sich in Stellungnahme zu Grönland
Donald Trump hat nach dem erfolgreichen US-Militäreinsatz in Venezuela und der Festnahme von Diktator Nicolás Maduro Ängste vor einer gewaltsamen Inbesitznahme von Grönland öffentlich befeuert. Darauf reagierten zahlreiche europäische Staaten bereits am Montag mit Äußerungen, in der sie Dänemark und der Arktis-Insel die volle Unterstützung zusicherten. Jetzt reichen sie eine gemeinsame Erklärung nach. Darin heißt es, dass allein Dänemark und Grönland über Angelegenheiten entscheiden, die Dänemark und Grönland betreffen. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz hat das Papier unterzeichnet. "Grönland gehört seinem Volk."
Die Unterzeichner, unter anderem auch der britische Premierminister Keir Starmer, der französische Präsident Emmanuel Macron und die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen, betonen die große Bedeutung der in der UN-Charta festgehaltenen Prinzipien der Souveränität, territorialen Integrität und Unverletzlichkeit der Grenzen.
Die Unterzeichner, unter anderem auch der britische Premierminister Keir Starmer, der französische Präsident Emmanuel Macron und die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen, betonen die große Bedeutung der in der UN-Charta festgehaltenen Prinzipien der Souveränität, territorialen Integrität und Unverletzlichkeit der Grenzen.
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Christine Leitner
„Rechenschaft für Menschenrechtsverletzungen kann nicht durch einseitige militärische Interventionen unter Verletzung des Völkerrechts erreicht werden. (...) Wir fürchten, dass die derzeitige Instabilität und weitere Militarisierung in dem Land in Folge des US-Militäreinsatzes die Situation nur verschlechtern wird.“Ravina Shamdasan, Sprecherin der UN-Menschenrechtskommission
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Christine Leitner
UNO: US-Angriff untergräbt Völkerrecht
Die UNO hat den US-Militäreinsatz in Venezuela kritisiert und gewarnt, er habe eindeutig "ein grundlegendes Prinzip des Völkerrechts untergraben". Staaten dürften "Gewalt gegen die territoriale Integrität oder politische Unabhängigkeit anderer Staaten nicht androhen oder einsetzen", sagt die Sprecherin der UN-Menschenrechtskommission, Ravina Shamdasani, in Genf.
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Christine Leitner
Falls Sie es gestern verpasst haben, haben wir hier noch einmal alle wichtigen Details und Informationen zum Gerichtsprozess gegen Nicolás Maduro zusammengetragen:
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Christine Leitner
Zudem teilt Machado mit, dass sie ihren Friedensnobelpreis mit Trump teilen würde.
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Christine Leitner
Oppositionsführerin Machado bezeichnete Venezuela gestern als wichtigsten Verbündeten der USA.
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Christine Leitner
Venezuelas Oppositionsführerin lobt Donald Trump
Bei aller Kritik: Es gibt auch Menschen, die den US-Angriff feiern. Eine von ihnen ist die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado:
„Der 3. Januar wird als der Tag in die Geschichte eingehen, an dem die Gerechtigkeit die Tyrannei besiegt hat.“María Corina Machado bei Fox News
Machado hatte Trump bereits in der Vergangenheit für dessen harten Kurs gegen ihr Land gelobt. Den US-Angriff bezeichnet sie nun als "Meilenstein".
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Christine Leitner
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Christine Leitner
US-Präsident Donald Trump hat gestern verkündet, Venezuela werde vorübergehend von den USA geführt. Der demokratische Minderheitsführer im US-Senat, Chuck Schumer, hält das für vages Wunschdenken. Er habe keine Zusicherungen erhalten, dass die US-Regierung in anderen Ländern nicht dasselbe versuchen würde, sagt er nach einem Briefing der Kongressführer. Das Briefing sei zwar sehr umfassend und lang gewesen, habe aber weitaus mehr Fragen als Antworten aufgeworfen.
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