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US-Stützpunkte im Visier: Nordkorea versetzt Truppen in Kampfbereitschaft

Nordkorea verschärft den Ton gegenüber den USA. Das Regime in Pjönjang hat nach eigenen Angaben seine Artillerieeinheiten in Kampfbereitschaft versetzt. Sie haben konkrete US-Stützpunkte im Visier.

Nordkorea hat mit Angriffen auf Militäranlagen der USA auf dem amerikanischen Festland sowie auf den Pazifik-Inseln Guam und Hawaii gedroht. Angriffe könnten sich auch gegen US-Militäreinrichtungen in Südkorea richten.

Nach eigenen Angaben versetzte Nordkorea seine gesamten Artillerieeinheiten in volle Kampfbereitschaft. Auf Befehl des obersten Truppenkommandos gelte ab sofort für die Artillerie, inklusive der strategischen Raketeneinheiten, die "Kampfbereitschaftsstellung" der höchsten Stufe, berichteten die Staatsmedien am Dienstag.

Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel hatten zuletzt deutlich zugenommen, nachdem Pjöngjang als Reaktion auf die Verschärfung von UN-Sanktionen nach seinem dritten unterirdischen Atomtest den Nichtangriffspakt mit dem Süden aufgekündigt hatte. Zuvor hatte Nordkorea den USA bereits mit einem atomaren Erstschlag gedroht.

Die USA und Südkorea vereinbarten am Freitag eine verstärkte militärische Zusammenarbeit. Die US-Regierung verpflichtete sich, Südkorea selbst bei kleineren Provokationen militärisch beizustehen.

fro/AFP/DPA / DPA