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US-Vorwahlkampf Republikaner Romney hat die Nase vorn


Ist bei den Vorwahlen der US-Republikaner schon alles gelaufen? Umfragen sehen Mitt Romney schon als Gewinner. Doch der smarte Multimillionär hat ein Problem: Ist er glaubwürdig?

In Iowa war der Vorsprung nur hauchdünn. Bei der zweiten Vorwahl der US-Republikaner in New Hampshire dagegen ist Mitt Romney der haushohe Favorit. Umfragen zufolge geht der Ex-Gouverneur an diesem Dienstag mit einem Vorsprung von mehr als 20 Prozentpunkten in die Abstimmung. Trotz aller Unwägbarkeiten im Republikaner-Rennen: Experten halten Romney für den einzigen Kandidaten, der Barack Obama bei der Präsidentenwahl im November schlagen könnte.

Viel spannender ist daher die Frage, wer im Neu-England-Staat New Hampshire als Zweiter ins Ziel geht. Hier dürfte es zu einem Kampf zwischen dem Außenseiter Ron Paul und dem Überraschungszweiten von Iowa, Rick Santorum, kommen.

Auch der frühere US-Botschafter in China, Jon Huntsman, kann sich Hoffnungen machen. Huntsman, der vor einer Woche in Mittel-West-Staat Iowa nicht angetreten war, geht in New Hampshire als "Joker" ins Rennen. Rick Perry, der Gouverneur von Texas, und Newt Gingrich, der ehemalige Präsident des Abgeordnetenhauses, liegen hingegen laut Umfragen eher abgeschlagen zurück.

Mann des Geldes statt des Volkes

Der Ton zwischen den Bewerbern hat sich inzwischen erheblich verschärft. In einer letzten TV-Debatte vor der Primary schossen sich die Konkurrenten auf Romney ein. Tenor der Angriffe: Der ehemalige Manager in der Finanzwirtschaft sei eher ein Mann des Geldes als ein Mann des Volkes. Außerdem sei der 64-Jährige kein echter Konservativer. Vor allem aber sei Romney ein Mann, der keine Grundsätze habe - ein scharfer Vorwurf unter Prinzipien-treuen Konservativen. Romney habe ein Glaubwürdigkeits-Problem, schrieb denn auch die "Washington Post" am Montag. "Sie vertrauen ihm nicht."

Dennoch deutet alles auf einen Durchmarsch Romneys hin. Denn auch bei den entscheidenden Vorwahlen in South Carolina (21. Januar) und Florida (31. Januar) liegt Romney im Durchschnitt der Umfragen klar vorn, wie die Internet-Plattform realclearpolitics.com errechnete. Manche Experten schließen daher nicht aus, das Romney bereits Ende Januar die Kandidatur so gut wie in der Tasche haben könnte.

Auch landesweiten Umfragen zufolge hat Romnery die Nase mit 26 Prozent klar vorn - vor Santorum (18 Prozent) und Gingrich (16 Prozehnt), wie realclearpolitics berichtet.

Allerdings: Auch nach New Hampspire stehen noch 48 Vorwahlen bevor. Endgültig entscheiden die Republikaner erst bei ihrem Parteitag Ende August, wer 2012 gegen Obama antritt. Die Präsidentenwahlen sind am 6. November.

kave/DPA DPA

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