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Sarah McBride Erstmals Transgender-Kandidatin zur Senatorin gewählt: "Nichts ist unmöglich"

Sarah McBride
Sarah McBride gewinnt die Wahl im US-Bundesstaat Delaware
© ©First Run Features/Courtesy Eve / Picture Alliance
Sarah McBride wird die erste offene Transgender-Senatorin der USA. Ihr Erfolg soll vor allem jungen Menschen aus der LGBTQ-Community Mut machen, sagte sie nach der Wahl.

Sarah McBride schreibt Geschichte: Die 30-Jährige wird die erste Transgender-Senatorin der USA. Im Bundesstaat Delaware setzte sich McBride, die für die Demokraten antritt, deutlich mit 86 Prozent der Stimmen gegen ihren republikanischen Konkurrenten Steven Washington durch.

Damit ist sie nun die ranghöchste Transgender-Person in den gesamten Vereinigten Staaten, berichten US-Medien. Nachdem ihr Sieg feststand, äußerte sich McBride auf ihrem Twitter-Account: "Ich hoffe, der heutige Abend zeigt LGBTQ-Kindern, das unsere Demokratie auch für sie groß genug ist." Die neue Senatorin hatte im Wahlkampf versprochen, sich vor allem für die Rechte der LGBTQ-Community einzusetzen. Ein weiteres wichtiges Thema war die Reform des Gesundheitssystems.

Sarah McBride outete sich 2014

Ihr Erfolg solle anderen Menschen Mut machen, zu ihrer Identität zu stehen, erklärte McBride "Buzzfeed News". In ihrer Jugend seien Trans-Personen nur in Witzen vorgekommen, nicht in Machtpositionen. "Ich weiß, welchen Unterschied es für mich gemacht hätte, als ich um meinen Platz in der Welt gekämpft habe. Als ich aufgewachsen bin, gab es kein solches Vorbild", sagte sie. Ihr Sieg habe gezeigt, dass "nichts unmöglich ist".

Sarah McBride outete sich vor sechs Jahren, mit 24, als Transgender-Frau. Zuletzt arbeitete sie für das Pressebüro der Human Rights Campaign, einer der größten LGBTQ-Organisationen in den Vereinigten Staaten. Dort machte sie sich als Aktivistin für die Rechte von Transgender-Menschen einen Namen. "Wir sind so stolz auf deinen historischen Sieg", gratulierte die Organisation via Twitter. Auch andere Aktivisten aus der LGBTQ-Szene beglückwünschten McBride.

Ihr Konkurrent um den Sitz im Senat, der Republikaner Steven Washington, hatte McBride im Wahlkampf mit einem Transgender-feindlichen Facebook-Post angegriffen. Für die Wähler habe das allerdings keine Rolle gespielt, sagte McBride "Vox": Die Menschen würden "die Kandidaten nach ihren Ideen und nicht nach ihrer Identität" beurteilen.

Quellen: "Buzzfeed News" / "Vox" / Steven Washington auf Facebook

epp

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