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US-Wahlkampf: Glaubenskrieg hinter den Kulissen

Die zehnte Wahlkampfdebatte der Republikaner war als Showdown der in Iowa führenden Kandidaten angekündigt: Mitt Romney gegen Mike Huckabee. Sie wurde zum Langweiler. Das wahre Duell fand hinter den Kulissen statt. Im Mittelpunkt: Jesus und Satan.

Von Jan Christoph Wiechmann, Johnston, Iowa

Es ist 14.40 Uhr Ortszeit im US-Staat Iowa, als Jesus Christus zum heißen Wahlkampfthema der Republikaner wird. Jesus tauchte immer mal auf in den vergangenen Wochen - Mike Huckabee zitierte ihn, Rudy Giuliani pries ihn, Mitt Romney bezog sich auf ihn - ein US-Wahlkampf kommt selten ohne Gottes Sohn aus.

Waren Satan und Jesus Brüder?

Doch diesmal ist es anders. Diesmal steht Jesus im Zentrum des Geschehens. Waren Satan und Jesus wirklich Brüder, wollen Dutzende Reporter nach der gerade zu Ende gegangenen Fernsehdebatte von Romneys Wahlkampfmanager wissen. Glauben Mormonen das etwa? Glaubt der Mormone Romney das auch? Warum hat Mike Huckabee das im Interview mit der "New York Times" so formuliert? "Da müssen sie den Mann da hinten fragen", sagt Romneys Wahlkampfmanager und zeigt auf seinen Kontrahenten im Huckabee-Lager. "Den Glauben eines Kandidaten zu attackieren geht zu weit. Da will jemand religiöse Vorurteile streuen. Ich glaube nicht, dass die Menschen dieses Landes den Präsidenten danach auswählen, welchen Glauben er hat."

Wahlkampf als Glaubenskrieg

Ein paar Meter von ihm entfernt steht "der Mann da hinten", Chip Saltsman. Saltsman ist Huckabees Wahlkampfmanager. Eigentlich wollte Saltsman den Auftritt seines Chefs bei der Debatte würdigen. Er wollte einige geniale Zitate seines Chefs wiederholen ("Wir sollten uns so abhängig von dem Öl der Saudis machen wie von ihrem Wüstensand") und vorhersagen, dass der ehemalige Gouverneur von Arkansas seine Führung in Iowa nach diesem Auftritt ausbauen wird. Aber nun steht Saltsman am Rand des Fernsehstudios, umringt von einer Reporterschar, und kommt nicht gegen die Fragen an: Warum greift Huckabee Romneys Glauben an? Warum hat Huckabee der "New York Times" im Interview gesagt: "Glauben Mormonen nicht, dass Jesus und Satan Brüder sind?" Wird der Wahlkampf jetzt zum Glaubenskrieg?

Saltsman wirkt angespannt. Er versucht sich zu wehren. Er sagt, dass der Satz mit Satan aus dem Zusammenhang gerissen wurde. Dass er beiläufig herausgerutscht ist. Aber er ahnt bereits, worum es in den nächsten Tagen in den Medien gehen wird: um Jesus und Satan. Um Christen und Mormonen. Und es ist ihm nicht unrecht. Amerika hat mehr als 200 Millionen Christen. Und nur sechs Millionen Mormonen. Auf das Duell freut er sich.

Streitereien blieben aus

Die Debatte im Vorort Johnston war die letzte der republikanischen Kandidaten vor den Caucus-Wahlen in Iowa am 3. Januar und eine der langweiligsten. Die neun Präsidentschaftsbewerber auf der Bühne erinnerten sich daran, dass die Bürger Iowas persönliche Angriffe nicht besonders mögen und beließen es also bei Harmlosigkeiten. Sie sagten nette Dinge über ihre Gegner und vor allem über sich selbst. Rudy Giuliani pries seine Steuersenkungen in New York, Mitt Romney seine Fähigkeiten als Manager und John McCain seine Erfahrung im Vietnamkrieg. Als Höhepunkt der Auseinandersetzung musste Romneys zahmer Satz herhalten: "Ich wollte nur eine kleine Anmerkung zu dem machen, was Gouverneur Huckabee gerade sagte. Ich glaube nicht, dass du die beste Bilanz aller Gouverneure in der Bildungspolitik aufweisen kannst." Das war's. Kein Streit über das Übliche: illegale Einwanderer im eigenen Garten (Romney), Liebesnester auf Staatskosten (Giuliani), frühzeitige Haftentlassung für Vergewaltiger (Huckabee). "Eine Debatte, die man schnell vergessen wird", sagte der republikanische Wahlkampfstratege Scott Reede danach.

Showdown hinter den Kulissen

Aber hinten den Kulissen brannte es da bereits. Längst war durchgesickert, was Mike Huckabee dem Reporter der New York Times über die Mormonen gesagt hatte. Huckabee, einst Baptisten-Prediger, hat seinen sagenhaften Aufstieg in Iowa vor allem seinem christlichen Glauben zu verdanken. 40 Prozent der Wähler dort sind evangelikale Christen. Sie mögen einen Mann, der Bibelverse auswendig zitieren kann. Der sagt, dass der Glaube ihn nicht nur präge, sondern definiere. Dass Jesus zu schlau war, um sich um politische Ämter zu bewerben.

Huckabee zog an allen vorbei

Im August pendelte Huckabee - mit 52 Jahren der jüngste im Feld - in den Umfragen noch zwischen null und drei Prozent. Er galt als harmlos, ein humorvoller Kerl mit flotten Sprüchen, ein unterhaltsamer Prediger, ein predigender Entertainer, aber keine Gefahr für die großen Vier - New Yorks ehemaliger Bürgermeister Rudy Giuliani, Arizonas Senator John McCain, Massachussetts ehemaliger Gouverneur Mitt Romney und Tennessees Ex-Senator Fred Thompson. Huckabee verbreitete vor allem gute Laune. Er erzählte gern Anekdoten und Gleichnisse aus der Bibel. Er war anders als die anderen. Er griff seine Gegner nicht an. Er ging selbst in die Talkshows der Linken. Er war eine Erholung vom Wahlkampf. Er sagte wenig zum Iran und Irak und zog in den Umfragen in Iowa plötzlich an allen vorbei, auch an Mitt Romney. Huckabee hatte kaum Geld in der Kasse, nur wenige Wahlhelfer und keine Büros, aber er zog an allen vorbei. Er war ein Phänomen. Er war der David unter den Goliaths. Er war eine biblische Figur.

Für die gestrige Debatte der Republikaner nun hatte man den Angriff Mitt Romneys erwartet. Monatelang hatte er in dem Agrarstaat des Mittleren Westens in Führung gelegen. Er hat bisher mehr als sieben Millionen Dollar ausgegeben (Huckabee weniger als 400.000) und eine Truppe fest angestellter Wahlkampfhelfer durch die Maisfelder geschickt. Iowa, diesen ländlichen Staat, muss er gewinnen, so sein Kalkül, um in den Vorwahlen großer Staaten wie Kalifornien oder New York überhaupt eine Chance zu haben. Landesweit liegt Rudy Giuliani in den Umfragen weiter vor ihm, seit neun Monaten schon, und nun auch Huckabee.

Romney gibt sich harmlos

Aber Romney tut sich mit Attacken schwer. Er lächelt am liebsten in die Kamera, als sei diese eine schöne Frau. Er lächelt selbst dann noch, wenn er andere kritisieren muss. Er sagt Sätze, die er auswendig gelernt hat und keinem besonders weh tun. Er packt seinen Angriff lieber in Fernsehspots. Huckabee sei nicht hart genug im Kampf gegen illegale Einwanderer, sagt Romney in seinem letzten Spot, der derzeit auf allen Kanälen Iowas gezeigt wird. Es ist der erste Spot überhaupt, in dem ein Republikaner einen anderen Republikaner namentlich angreift.

Der "Hucka-Boom", wie ihn die Anhänger nennen, kommt für viele Beobachter überraschend, dabei sagte ihn Bill Clinton schon im September voraus. Der Grund ist nicht nur Huckabees Persönlichkeit. Die Konservativen sind laut einer Umfrage der "New York Times" unzufrieden mit ihrem Kandidatenfeld. Giuliani ist vielen zu liberal, Romney zu opportunistisch, McCain unberechenbar und Thompson zu faul. Huckabee ist nichts davon. Er verkauft sich als Mann der Nächstenliebe, der vor gut zehn Jahren zwar noch gegen Schwule hetzte und gegen Frauen im Militär, aber das hält ihm bisher keiner vor. Gestern, in der Debatte, forderte er mit Leidenschaft: "Wir müssen wieder die vereinigten Menschen der Vereinigten Staaten von Amerika sein. Wir müssen das Land wieder zusammenbringen."

Sticheln und Ängste schüren

Und später, vor laufenden Kameras, sagte er noch etwas anderes: "Ich habe mich bei Mitt Romney entschuldigt. Ich werde die mormonischen Glaubensgrundsätze nie wieder zum Thema machen." Aber da ist der Dreisatz längst im Umlauf: Jesus, Satan, Mormonen. Darum geht es in diesen letzten Tagen vor den Vorwahlen: Sticheln. Die Wähler verunsichern. Ängste schüren.

Heute treten die Demokraten zu ihrer letzten Debatte in Iowa an. Das Lager Hillary Clintons hat schon mal vorgesorgt. Wahlkampfstratege Bill Shaheen machte in einem Interview mit der "Washington Post" den Drogenmissbrauch ihres ärgsten Konkurrenten Barack Obama zum Thema - Kokain, Marihuana, Alkohol. Später bedauerte Shaheen seine Äußerungen. Zu spät.

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?