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Gespräche in Doha USA nennen erstes Treffen mit Taliban "offen und professionell"

Taliban-Außenminister Amir Chan Motaki spricht und gestikuliert
Taliban-Außenminister Amir Chan Motaki 
© Hoshang Hashimi / AFP
Knapp zwei Monate nach der Machtübernahme in Afghanistan haben sich die USA und die Taliban zu Gesprächen in Doha getroffen. Die US-Regierung betonte, die Gespräche seien kein Zeichen der Legitimierung der Taliban.

"Offen und professionell", so haben die USA die ersten Gespräche mit den militant-islamistischen Taliban bezeichnet. Es war das erste persönliche Treffen seit der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan.

Bei dem Treffen am Wochenende in der katarischen Hauptstadt Doha habe sich die US-Delegation unter anderem auf Sicherheits- und Terrorismusfragen konzentriert, teilte das US-Außenministerium am Sonntag mit. Es sei auch um die sichere Ausreise von US-Bürgern, anderen ausländischen Staatsangehörigen und afghanischen Mitarbeitern gegangen.

Ein weiteres Thema seien die Menschenrechte gewesen, einschließlich der bedeutsamen Beteiligung von Frauen und Mädchen an allen Bereichen der afghanischen Gesellschaft. Beide Seiten hätten auch über stabile humanitäre Hilfe der USA für die Bevölkerung Afghanistans gesprochen, hieß es weiter. Die US-Delegation habe in den Gesprächen betont, "dass die Taliban nach ihren Taten und nicht nur nach ihren Worten beurteilt" würden, so Außenministeriumssprecher Ned Price.

Bei Gesprächen soll es nicht um Legitimierung der Taliban gehen

Die militant-islamistischen Taliban hatten nach dem Abzug der internationalen Nato-Truppen weite Teile des Landes erobert. Am 15. August zogen sie kampflos in die Hauptstadt Kabul ein und regieren seitdem. Ihre Regierung sieht sich mit zahlreichen Problemen konfrontiert, dem Land droht ein wirtschaftlicher Kollaps. 

Das US-Außenministerium hatte am Freitag erklärt, bei den Gesprächen in Doha werde es nicht um eine Anerkennung oder Legitimierung der Taliban in Afghanistan gehen. Es handle sich vielmehr um eine Fortsetzung der "pragmatischen" Gespräche über Fragen von nationalem Interesse der USA.

pgo dpa

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