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Nach Boykott: Venezuelas Oppositionsparteien von Präsidentschaftswahl ausgeschlossen

Der Boykott der Bürgermeisterwahlen in Venezuela hat für die Oppositionsparteien schwerwiegende Folgen. Staatschef Nicolás Maduro verkündete ihren Ausschluss von den Präsidentschaftwahlen im nächsten Jahr.

Henrique Capriles während einer Pressekonferenz in Caracas, Venezuela

Auch die Partei von Henrique Capriles wird im kommendenen Jahr von den Wahlen in Venezuela ausgeschlossen

Die wichtigsten Oppositionsparteien in Venezuela werden nach Worten von Staatschef von der Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr ausgeschlossen. Zur Begründung nannte Maduro den Boykott der Bürgermeisterwahlen durch die Parteien am Sonntag.

"Jede Partei, die heute nicht teilgenommen hat und zum der Wahl aufgerufen hat, kann nicht mehr antreten", sagte der sozialistische Präsident bei einer Pressekonferenz. Dies sei ein "Kriterium der verfassunggebenden Versammlung", sagte Maduro. Von dem Ausschluss betroffen sind unter anderen die Parteien der Oppositionspolitiker Henrique Capriles und Leopoldo López.

Venezuela kommt nicht zur Ruhe

In dem lateinamerikanischen Land tobt seit Monaten ein erbitterter Machtkampf zwischen der linksnationalistischen Regierung Maduros und der Mitte-rechts-Opposition. Im Juli war die verfassunggebende Versammlung eingesetzt worden, die sich über das Parlament gestellt hatte. Sie ist vorwiegend mit Anhängern Maduros besetzt und wird von der Opposition nicht anerkannt.

sve / AFP