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Vereinigungsverhandlungen: Powell schaltet sich in der Zypernfrage ein

US-Außenminister Colin Powell hat die Türkei und Griechenland aufgefordert, die "historische Chance" für die Wiedervereinigung Zyperns zu nutzen.

Bei den Verhandlungen über eine Wiedervereinigung Zyperns haben die Delegationen um eine Lösung in letzter Minute gerungen. Einer Einigung noch am Mittwoch wurden aber am Nachmittag am Verhandlungsort auf dem Schweizer Berg Bürgenstock bei Luzern nur wenig Chancen gegeben. UN-Generalsekretär Kofi Annan bemühte sich auch in Einzelgesprächen um eine Regelung. US-Außenminister Colin Powell forderte die Türkei und Griechenland auf, die "historische Chance" für die Wiedervereinigung der seit 30 Jahren geteilten Mittelmeerinsel nicht zu vergeben. Alle politischen Führer müssten kompromissbereit sein, sagte Powell in Berlin.

Athen rechnet nicht mit baldiger Einigung

Ein Regierungssprecher in Athen sagte, seine Regierung rechne nicht mit einem einvernehmlichen Ergebnis über den von Annan überarbeiteten Friedensplan. Powell sagte nach Angaben des Sprechers des griechischen Regierungschefs Kostas Karamanlis seinem Amtskollegen Petros Moliviatis am Telefon, die USA wollten eine Vereinbarung bei den Schweizer Verhandlungen.

Am 20. April sind laut UN-Fahrplan Volksabstimmungen in beiden Teilen der Mittelmeerinsel vorgesehen. Zypern ist eines von zehn Ländern, die am 1. Mai der Europäischen Union (EU) beitreten werden.

DPA / DPA