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Rechte Ideologie: Brenton T. und "Der große Austausch" – das ist die Geschichte der Verschwörungstheorie

"Der große Austausch" – so hieß das Manifest des Christchurch-Terroristen. Brenton T. hing offenbar einer Verschwörungstheorie nach, die seit Jahrzehnten verbreitet wird – und auch hierzulande Anhänger hat.

Christchurch-Terrorist Brenton T.

Brenton T. verfasste vor seinem Anschlag in Christchurch offenbar ein 74-seitiges Manifest, in dem er der Verschwörungstheorie vom "großen Austausch" nachhängt

DPA

Der Attentäter von Christchurch hat versucht, den Anschlag auf zwei Moscheen mit 50 Todesopfern in seinem Hass-Manifest "The Great Replacement" (Der große Austausch) zu rechtfertigen. Damit bezog sich Brenton T.  bereits im Titel auf eine rechtsextreme Verschwörungstheorie, der zufolge die Bevölkerung Europas durch Zuwanderer ersetzt werden solle. Die Ursprünge dieser Vorstellung liegen in Nazi-Kreisen nach dem Zweiten Weltkrieg.    

Anders als heute standen damals jedoch nicht die Muslime im Fokus, sondern die Juden. Nach 1945 entwickelten Rechtsextreme die Vorstellung, wonach Europa durch afrikanische Zuwanderer "kolonisiert" werden solle. Als Drahtzieher hinter den vermeintlichen Plänen sahen sie eine angebliche jüdische Verschwörung, wie der Historiker Nicolas Lebourg in einem Beitrag für die französische Online-Zeitung "Médiapart" erläutert.    

Waffen-SS-Leute verbreiteten Verschöwrungstheorie

"Ab 1946 behaupteten ehemalige Kämpfer der Waffen-SS, dass mittlerweile ganz Europa von 'Negern' (amerikanischen Soldaten) und 'Mongolen' (russischen Soldaten) besetzt sei und dass der Kontinent durch eine 'neue Widerstandsbewegung' von der 'Besatzung' befreit werden müsse", erklärt Lebourg.    

Auf internationaler Ebene verhalf  ein Franzose der Theorie zu Bekanntheit: der ehemalige Trotzkist und Angehörige der Waffen-SS, René Binet. Auch er war der Ansicht, dass die Juden hinter dem geplanten "großen Austausch" der europäischen Bevölkerung stünden.    

Diese antisemitische Ausrichtung der Theorie änderte sich nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA, wie Lebourg weiter erklärt. Seither habe sich die Theorie zu einem "mobilisierenden Mythos für Rassismus und Islamfeindlichkeit" entwickelt.    

Anstelle der Juden machen nach seinen Worten Rechtsextreme nun den "Multikulturalismus" für die angebliche "Umvolkung" verantwortlich. Dessen Ziel sei es demnach, die "weißen und christlichen" Bevölkerungen Europas durch Muslime zu "ersetzen".

Christchurch-Terrorist schrieb vom "großen Austausch"

Der Attentäter T. bediente sich in seiner 74-seitigen Hass-Schrift dieser aktualisierten Vorstellung vom "großen Austausch". So bezog er sich auf einen angeblichen "weißen Genozid", eine Formulierung, die laut Lebourg seit 40 Jahren von rechtsextremen Gruppen im englischsprachigen Raum verwendet wird. Sie sei ein Synonym für den "großen Austausch".    

Auch solche Vorstellungen sind im Kern Verschwörungstheorien, wie die Historikerin Valérie Igounet in einer Studie für die linsgerichtete Jean-Jaurès-Stiftung darlegt. Demnach halten die Anhänger der Theorie den "Austausch" für "bewusst von den 'Vertretern der weltweiten Elite' organisiert".    

Der französische Autor Renaud Camus griff diese Verschwörungstheorie in seinem 2001 erschienenen Buch "Le grand remplacement" (Der große Austausch) auf. Darin heißt es: "Frankreich ist dabei, unter muslimische Herrschaft zu geraten." Dagegen rät Camus unter anderem, das französische Staatsangehörigkeitsrecht zu verschärfen, Familiennachzug zu verbieten und Sozialleistungen nur noch an Europäer auszuzahlen. Nach dem tödlichen Anschlag vom Freitag zeigte sich Camus kleinlaut. Er bezeichnete die Angriffe als "terroristisch, entsetzlich, kriminell, verheerend und sehr dumm".

In Deutschland verbreitet unter anderem die rechtsextremistische und vom Verfassungsschutz als Verdachtsfall eingestufte Identitäre Bewegung die Theorie vom "großen Austausch". Auch AfD-Chef Alexander Gauland äußerte sich entsprechend. So erklärte er 2017: "Der Bevölkerungsaustausch in Deutschland läuft auf Hochtouren." Das fremdenfeindliche Pegida-Bündnis macht sich ebenfalls mit der Ideologie gemein und befürchtet eine "Islamisierung" Europas.

wue / AFP
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(