Vorwahlen bei US-Demokraten Kerry unterstützt Obama- Richardson steigt aus


Der Vorwahlkampf bei den US-Demokraten spitzt sich zu. Mit Bill Richardson ist ein weiterer Kandidat ausgeschieden. Unterdessen bekannte sich ein ehemaliger Präsidentschaftskandidat der Demokraten zu Barrack Obama.

Nach seinem schlechten Abschneiden bei den bisherigen US-Vorwahlen ist der demokratische Präsidentschaftsbewerber Bill Richardson aus dem Rennen ausgestiegen. Er habe "das Beste gegeben, das ich hatte", sagte Richardson in Santa Fe im Bundesstaat New Mexico, dessen Gouverneur er ist. Derweil sprach sich der demokratische Spitzenkandidat bei der Wahl 2004, John Kerry, öffentlich für den schwarzen Senator Barack Obama aus.

Richardson empfiehlt keinen der Konkurrenten

Richardson war sowohl bei der parteiinternen Abstimmung in der vorigen Woche in Iowa als auch bei der jüngsten Vorwahl in New Hampshire nur auf einem enttäuschenden vierten Platz gelandet. Zudem galten seinen Aussichten auf ein gutes Ergebnis bei der am 19. Januar in seinem Nachbarstaat Nevada anstehenden Kandidatenkür ebenfalls als schlecht.

Richardson legte sich in seiner Ausstiegsrede auf keine Unterstützung für einen der verbleibenden Kandidaten, namentlich die Favoriten Hillary Clinton oder Obama, fest. Er stellte es seinen Anhängern frei, sich einem anderen Lager anzuschließen.

Kerry düpiert Edwards

Kerry sagte auf einer Wahlkampfkundgebung in South Carolina, Obama sei der richtige Mann, "dem Land zu helfen, das Blatt zu wenden". In South Carolina mit einem hohen schwarzen Bevölkerungsanteil stimmen die Demokraten am 26. Januar über den Kandidaten ab.

Mit seinem Plädoyer für Obama düpierte Kerry, Senator von Massachusetts, seinen einstigen Wahlkampfpartner John Edwards, den er damals als Vizepräsidentenkandidaten ausgewählt hatte. Edwards bewirbt sich ebenfalls um die demokratische Spitzenkandidatur. Er liegt aber bisher deutlich hinter Obama und Clinton, der Überraschungssiegerin bei der Vorwahl in New Hampshire.

Ihrem Hauptargument, dass sie über weitaus größere Erfahrung verfüge als Obama, hielt Kerry entgegen, Erfahrung definiere sich aus "Weisheit, Instinkt und Vision". Niemand sei besser geeignet als Obama, "der Rolle der USA in der Welt neue Glaubwürdigkeit zu verleihen und unsere moralische Autorität wiederherzustellen", sagte Kerry, der 2004 dem Amtsinhaber George W. Bush unterlegen war.

Gerüchte über Bloomberg-Kandidatur

Unterdessen hielten sich Spekulationen, dass der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg entgegen bisherigen eigenen Beteuerungen doch noch als unabhängiger Kandidat ins Präsidentschaftsrennen Rennen einsteigen könnte. Auslöser sind Medienberichte, nach denen der Multimilliardär seine Wahlchancen in einer umfassenden Studie hat prüfen lassen. Bloomberg wolle Anfang März über eine Kandidatur entscheiden, hieß es unter Berufung auf Vertraute des Bürgermeisters weiter.

DPA DPA

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