Weissrusslands Antwort auf Rubel-Krise Lukaschenko bildet Regierung um


Um einem Übergreifen der russischen Finanzkrise auf Weissrussland vorzubeugen, hat Präsident Lukaschenko zahlreiche Regierungsposten umbesetzt.

Unter dem Eindruck der schweren Wirtschaftskrise in Russland hat der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko zahlreiche Führungsämter der Ex-Sowjetrepublik neu besetzt. Zum Regierungschef ernannte er den bisherigen Chef des Präsidialamts, Andrej Kobjakow, wie die Staatsagentur Belta am Samstag meldete. Auf Kobjakows alten Posten rückt der frühere Gouverneur Alexander Kosniz. Die Zentralbank leitet künftig Pawl Kallaur. Zudem tauschte Lukaschenko mehrere Minister und Gouverneure aus.

Die Führung in Minsk ist besorgt, dass die von der Rubel-Abwertung hart getroffene russische Wirtschaft auch Weißrussland in eine Krise stürze. Die beiden Nachbarländer sind wirtschaftlich eng miteinander verbunden. Um ein Übergreifen der Krise zu verhindern, hat die Regierung unter anderem eine Steigerung der Preise verboten und vorübergehend eine Steuer von 30 Prozent auf den Tausch von weißrussischen Rubel in Devisen eingeführt.

Für November 2015 ist in Weißrussland eine Präsidentenwahl geplant. Staatschef Lukaschenko, der seit 1994 im Amt ist und als letzter Diktator Europas gilt, schließt eine erneute Kandidatur nicht aus.

dpa DPA

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