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Russlands Präsident Wladimir Putin sieht USA in "tiefer Krise" und nimmt Donald Trump in Schutz

Wladimir Putin
Wladimir Putin beim Tag Russlands am 12. Juni
© Mikhail Klimentew / AFP
Russlands Präsident Wladimir Putin sieht die USA in einer "tiefen innenpolitische Krise", wie er im Staatsfernsehen sagte. Das würde die Gewalt bei den Protesten und die hohe Zahl an Corona-Opfern zeigen. Zudem würde es Donald Trump schwergemacht.

Kremlchef Wladimir Putin hat Gewalt bei den Anti-Rassismus-Protesten in den USA verurteilt. Zwar habe Russland stets den Kampf der Afroamerikaner um ihre Rechte in den USA unterstützt, sagte Putin dem russischen Staatsfernsehsender Rossija 1. Wenn der Kampf aber "den Charakter von Exzessen und Pogromen annimmt, dann sehe ich hier nichts Gutes für den Staat", sagte er. "Das haben wir noch nie unterstützt." Er hoffe, dass der "sehr starke demokratische Staat" die Krise bald überwinden werde. Ausgelöst wurden die Proteste durch den gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd in den USA Ende Mai.

"Parteiinteressen stehen über Gesellschaft"

Der russische Präsident sieht insgesamt eine tiefe innenpolitische Krise in den USA. "Mir scheint, das Problem besteht darin, dass Parteiinteressen in diesem Fall über die Interessen der ganzen Gesellschaft und die Interessen des Volkes gestellt werden." Das zeige sich auch im Kampf gegen die Corona-Pandemie, die in den USA viel mehr Opfer gefordert habe als in Russland.

Dagegen habe sein Land, in dem die Gouverneure und die Regierung auf den Präsidenten hörten, bisher nur "minimale Verluste" zu beklagen, sagte Putin. In den USA sage der Präsident zwar, was zu tun sei. "Aber die Gouverneure sagen dann: Ach, scher dich doch!" Russland hat zwar eine vergleichsweise hohe Zahl von 528.964 Corona-Infizierten. Die Zahl der Covid-19-Toten wurde aber mit nur 6948 angegeben.

Trump wird es schwergemacht

US-Präsident Donald Trump werde seit seinem Amtsantritt die Arbeit schwergemacht, meinte Putin. Bis heute hätten seine Gegner sich nicht mit dem sauberen Wahlsieg Trumps abgefunden, sagte der Kremlchef. Trumps Widersacher würden vielmehr alles tun, um die Rechtmäßigkeit seiner Präsidentschaft in Zweifel zu ziehen. Putin hatte zwar den Sieg Trumps begrüßt. Die US-Vorwürfe einer russischen Einmischung in den Wahlkampf wies er aber stets zurück.

nik DPA

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