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G20-Gipfel "Die Welt ist groß genug für unsere beiden Länder": Xi findet versöhnliche Worte beim Treffen mit Biden auf Bali

Chinas Staatschef Xi Jinping und US-Präsident Joe Biden treffen sich auf Bali
Chinas Staatschef Xi Jinping und US-Präsident Joe Biden schütteln sich die Hände
© Alex Brandon / AP / DPA
Das Treffen zwischen den Großmächten beim G20-Gipfel wirkt harmonisch. Wenn man den Worten von Joe Biden und Xi Jinping trauen kann, dann brechen versöhnlichere Zeiten an. Zumindest beteuern die USA und China, enger zusammenarbeiten zu wollen.

Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping hat US-Präsident Joe Biden zum Ausbau der Kooperation aufgerufen. "Der Erfolg Chinas und der USA sind Gelegenheiten, keine Herausforderungen füreinander", sagte Xi Jinping nach chinesischen Angaben am Montag bei ihrem Treffen auf der indonesischen Insel Bali. "Die Welt ist groß genug für unsere zwei Länder, um uns zu entwickeln und zusammen zu prosperieren."

Die Interaktion zwischen den USA und China solle durch Dialog, Kooperation zum beiderseitigen Nutzen und nicht durch Konfrontation und Null-Summen-Spiel geprägt werden, sagte Xi Jinping. China versuche nicht, die bestehende internationale Ordnung zu ändern. Beide Seiten sollten zusammenarbeiten, um die Beziehungen auf den rechten Weg zu bringen – "ohne die Richtung oder die Geschwindigkeit zu verlieren und erst recht ohne zusammenzustoßen".

Keiner der beiden solle versuchen, das System des anderen zu ändern oder zu untergraben. Beide Länder hätten unterschiedliche Entwicklungspfade, weswegen es auch Differenzen gebe, die aber nicht zum Hindernis werden sollten, sagte Xi Jinping nach diesen Angaben.

China zählt eigentlich zu den Verbündeten Russlands. Die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten waren zuletzt wegen der chinesischen Militärmanöver im südchinesischen Meer vor der Küste Taiwans angespannt gewesen.

China und die USA müssen in Klimafragen enger zuammenarbeiten

Auf Bali sieht es aber so aus, dass sich die beiden Großmächte wieder einander annähern. Zumindest war in die abgebrochenen Klimagespräche zwischen den USA und China möglicherweise wieder Bewegung gekommen. Biden unterstrich nach Angaben des Weißen Hauses, dass beide Länder in großen Fragen der Welt wie Klimawandel, wirtschaftliche Stabilität, Schuldenerlass, Gesundheit und Nahrungsmittelsicherheit zusammenarbeiten müssten.

Beide Präsidenten hätten ihre führenden Beamten beauftragt, "konstruktive Bemühungen in diesen und anderen Fragen zu vertiefen", hieß es weiter. Die erhoffte Wiederaufnahme des Klimadialogs, den China in den Spannungen mit den USA um Taiwan im August abgebrochen hatte, wurde aber nicht verkündet.

Allerdings waren der US-Klimabeauftragte John Kerry und der oberste chinesische Klimaunterhändler Xie Zhenhua auf der Weltklimakonferenz Cop27 in Ägypten schon wieder zusammengetroffen und hatten sich ausgetauscht.

cl DPA

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