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Zoran Djindjic: "Ich will nicht, dass man mich liebt"

Auf den Straßen Belgrads wurde er als "deutscher Mensch" tituliert. Seine Gegner warfen ihm Abgehobenheit vor, schimpften ihn einen Opportunisten. Doch Serbiens Premier Zoran Djindjic bestach durch Charme und Pragmatismus.

Zoran Djindjic, der 50 Jahre alt geworden ist, gehörte zu den umstrittensten Politikern Serbiens. Er selbst hat oft nach seiner Wahl zum Regierungschef im Januar 2002 gesagt: "Ich will nicht, dass man mich liebt, ich will Reformen durchführen und das ist nicht populär." Die "Frankfurter Rundschau" nannte ihn mal den "ersten serbischen Premier, der in Deutschland beliebter als in Serbien" ist, auf den Straßen Belgrads werde er als "nemacki covek", als "deutscher Mensch" tituliert.

Der serbische Ministerpräsident Zoran Djindjic war schon vor der Entmachtung des jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic das elegante Aushängeschild der Belgrader Opposition: Beim Sturz Milosevics hatte Djindjic allerdings noch in der zweiten Reihe gestanden. Als Ministerpräsident von Serbien avancierte er dann zum zweitmächtigsten Mann im Staat.

Hoffnung der serbischen Opposition

Früh ergraut, smart, schlank und immer elegant gekleidet: So präsentierte sich Djindjic, der im Ausland viel früher als kommender Mann der serbischen Opposition bekannt wurde als Kostunica. Djindjic war mit der Juristin Ruzica verheiratet, die ihren Beruf nicht ausübt, sondern sich der Familie und den Kindern, Tochter Jovana und Sohn Luka, widmete.

Djindjic bestach durch eine Mischung aus Charme, Pragmatismus und rhetorischer Brillanz. Aus seinen persönlichen Ambitionen hat er nie einen Hehl gemacht. Die politischen Freunde erkannten in ihm schon Mitte der 90er Jahre eine Führungspersönlichkeit nach westlichem Stil, geeignet für den erhofften Umbruch in Belgrad nach der Milosevic-Ära. Die Gegner warfen ihm dagegen die Abgehobenheit eines Intellektuellen vor und schimpfen ihn einen Opportunisten, der auf dem Weg zur Macht zu allem bereit sei.

Widersacher, Gegner und Feinde

Mit jedem Tag seiner Regierung, die tief greifende Wirtschaftsreformen in Angriff nahm, wuchs aus verschiedensten Gründen die Zahl seiner Widersacher, Gegner und Feinde. In erster Linie waren es Kreise um den früheren jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic, angeklagte serbische Kriegsverbrecher, mächtige, gut organisierten Verbrecherbanden, extremistische Albaner, aber auch frühere politische Verbündete.

Schon als Milosevic noch in Amt und Würden war, konnte sich der führende Oppositionelle Djindjic seines Lebens nicht sicher sein. Im Frühjahr 1999, während der NATO-Luftangriffe auf das damalige Jugoslawien, flüchtete er zur Sicherheit von Belgrad nach Montenegro. Zuvor war der angesehene regimekritische Verleger Slavko Curuvija auf offener Straße erschossen worden. Djindjic bekam Drohungen.

Den jungenhaft wirkenden Regierungschef Djindjic umgaben immer wieder Gerüchte über geplante Attentate auf ihn und andere hochrangige Repräsentanten der serbischen Reformer. Djindjic zog deshalb aber vorsorglich, wenn auch widerwillig, aus seiner Wohnung in der Innenstadt in eine gut bewachte Staatsvilla im Nobelviertel Dedinje um.

Vom Hörsaal ins Gefängnis

1952 in Bosanski Samac in der heutigen bosnischen Serbenrepublik geboren, nahm der Sohn eines Offiziers seinen Kampf für Demokratie in seiner Heimat vor 30 Jahren auf, als er in Belgrad Philosophie studierte. Damals herrschte noch Partisanenmarschall Tito über den Vielvölkerstaat Jugoslawien. Als Djindjic versuchte, eine unabhängige Studentenorganisation zu gründen, brachte ihm dies 1974 eine einjährige Haftstrafe ein.

Wieder in Freiheit, ging Djindjic ins Exil nach Deutschland. In Frankfurt und Konstanz, unter anderem bei Jürgen Habermas, schloss er 1979 seine Doktorarbeit über die Gesellschaftstheorie von Karl Marx ab. Nach der Rückkehr in die Heimat wurde er zunächst Dozent für Philosophie an der Universität Novi Sad, dann Forscher am Institut für Sozialwissenschaften in Belgrad. Sein fast akzentfreies Deutsch stammte aus jenen Jahren und führte dazu, dass er bei deutschen Medien besonders gefragter Interviewpartner war.

Erster nicht-kommunistischer Bürgermeister von Belgrad

1990 gehörte Djindjic mit Kostunica zu den Gründern der Demokratischen Partei (DS). 1996 wurde er als erster Nicht-Kommunist zum Bürgermeister von Belgrad gewählt, allerdings bereits ein Jahr später wieder von diesem Posten verdrängt. Mit den Jahren wuchs Djindjics Abneigung gegenüber Milosevic und dessen Vertrauten. 1997 boykottierte er die serbischen Parlamentswahlen und kümmerte sich um die Organisation von Straßenprotesten gegen die Belgrader Führung.

Als Milosevic die Präsidentschaftswahlen ankündigte, unterstützte Djindjic die Kandidatur Kostunicas. Dabei nutzte er seine Kontakte zum Westen genauso wie die nie ganz gekappten Verbindungen zur Milosevic-Riege. Und der Mann, der auch als stur galt, ließ nicht locker und organisierte im September 2000 maßgeblich die landesweite Revolte gegen Präsident Milosevic und trug damit zum friedlichen Umsturz in Belgrad bei.

45 Personen angeklagt

Mittlerweile hat die serbische Staatsanwaltschaft 45 Personen wegen der Ausführung, Beteiligung oder Anstiftung zur Ermordung des serbischen Ministerpräsidenten Zoran Djindjic angeklagt. Einige der Hauptangeklagten sind noch auf der Flucht, andere befinden sich in Untersuchungshaft.

Unter den Angeklagten sind bekannte Gestalten der serbischen Unterwelt, aber auch Politiker, wie Vojislav Seselj, ehemaliger Freischärlerführer und Chef der Radikalen Partei, der sich wenige Tage vor dem Attentat freiwillig dem UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag gestellt hatte. Gleichzeitig hat die serbische Regierung einen Bericht über Sicherheitslücken bei der Bewachung Djindjics angenommen. Nach Angaben von Serbiens Justizminister Vladan Batic soll der Prozess um den Djindjic-Mord im Herbst beginnen.

Hauptangeklagter weiter auf der Flucht

Hauptangeklagter für den Anschlag ist Milorad Lukovic, genannt "Legija", früher Befehlshaber der Sondereinheit der serbischen Geheimpolizei. Legija ist unmittelbar nach dem Attentat spurlos verschwunden. Gegen ihn und einige andere flüchtige Angeklagte soll der Prozess in Abwesenheit geführt werden. Der geständige Todesschütze sitzt seit Monaten in Untersuchungshaft. Die in einem Belgrader Stadtteil vergrabene Tatwaffe, ein Präzisionsgewehr vom Typ Heckler-Koch G3, wurde sichergestellt. Der Befehlshaber der berüchtigten JSO-Einheit, Dusan Maricic, wurde inzwischen abgelöst und inhaftiert.

Neuer Ministerpräsident Serbiens ist der 42-jährige Zoran Zivkovic, der bereits am Tag der Beerdigung versprach, den Djindjic-Traum eines "europäischen, demokratischen, leistungsfähigen, reichen Serbiens" zu verwirklichen. Der bisherige Innenminister von Jugoslawien und gelernte Ökonom war im Herbst 2000 zusammen mit Djindjic eine der Schlüsselfiguren der Opposition bei der Entmachtung Slobodan Milosevics.

Dusko Vukovic
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(