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Bei Direktwahl des Kanzlers: Merkel liegt hinter SPD-Konkurrenten

Es ist ein Gedankenspiel der ARD: Wenn die Deutschen ihren Kanzler direkt wählen könnten, hätte Amtsinhaberin Merkel derzeit schlechte Karten. Gleich zwei SPD-Kandidaten sind beliebter beim Volke.

Schlechte Karten für Bundeskanzlerin Angela Merkel im Wettbewerb mit ihren SPD-Konkurrenten: Die CDU-Chefin unterliegt im ARD-Deutschlandtrend vom Donnerstag sowohl SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier als auch dem früheren Finanzminister Peer Steinbrück.

Bei der Sonntagsfrage rutscht die Union mit 32 Prozent (minus 1 im Vergleich zum Vormonat) zudem auf ihr Jahrestief. SPD mit 26 Prozent (plus 1) und Grüne mit 23 Prozent (minus 1) hätten weiterhin eine Mehrheit, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre. FDP und Linke bleiben bei 5 und 8 Prozent.

Falls die Deutschen den Bundeskanzler direkt wählen könnten, würde Merkel gegen beide potenziellen SPD-Herausforderer verlieren. Im Vergleich mit Steinmeier unterliegt die Kanzlerin in der Umfrage mit 39 zu 43 Prozent. Gegen Steinbrück kassiert sie mit 37 zu 48 Prozent eine noch deutlichere Niederlage.

85 Prozent der Deutschen finden, Angela Merkel «müsste in der Bundesregierung klarer den Kurs angeben». 65 Prozent gaben in der Umfrage an, Merkel lasse «nicht erkennen, wofür sie selbst eigentlich steht». Eine Mehrheit von 58 Prozent ist der Ansicht, Merkel «regiert eher nach Umfragen als nach eigenen Überzeugungen». 78 Prozent finden aber auch, Angela Merkel «ist eine Politikerin, die unser Land in der Welt gut vertritt». 61 Prozent meinen, Merkel «hat alles in allem gute Arbeit als Kanzlerin gemacht».

Überzeugendster Politiker in Deutschland ist derzeit Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). Mit seiner Arbeit zeigten sich in der Umfrage 57 Prozent zufrieden (plus 3). Dahinter folgen Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) mit 56 Prozent (plus 3) Steinbrück mit 54 Prozent (plus 2), Steinmeier mit 51 Prozent (minus 4) und Merkel mit 49 Prozent Zustimmung (minus 1). Schlusslicht unter den abgefragten Spitzenpolitiker ist Außenminister Guido Westerwelle (FDP), mit dessen Arbeit nur 26 Prozent der Deutschen zufrieden sind (minus 1).

DPA / DPA