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Brasilien Gericht verpflichtet Präsident Bolsonaro zum Tragen einer Schutzmaske

Bolsonaro versucht eine Maske aufzusetzen
Im März tat sich der Präsident Brasiliens offensichtlich schwer mit dem Tragen des Mund-Nasen-Schutzes, nun verpflichtete ihn ein Gericht dazu
© Sergio Lima / AFP
Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro ist bekannt dafür, das Coronavirus nicht als große Bedrohung zu sehen. In der Öffentlichkeit muss er sich nun aber an die Vorsichtsmaßnahmen halten – oder eine Strafe zahlen.

Die Verfügung eines Gerichts verpflichtet Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro, in öffentlichen Räumen, Verkehrsmitteln und Geschäften im Hauptstadtbezirk Brasília eine Schutzmaske zu tragen. Eine Zuwiderhandlung wird mit einer Strafe von 2000 Real (umgerechnet rund 340 Euro) geahndet. Die Maskenpflicht gilt demnach auch für Angestellte im öffentlichen Dienst. Die Justiz folgt damit einer Zivilklage, die ein Anwalt aus der Hauptstadt eingereicht hat.

Brasilianischer Bildungsminister musste bereits zahlen

Im Hauptstadtdistrikt ist nach einem Dekret des Gouverneurs Ibaneis Rocha das Tragen von Masken in der Corona-Pandemie verpflichtend. "Das Verhalten des Präsidenten der Republik, Jair Messias Bolsonaro, zeigt die klare Absicht, die von der Regierung des Hauptstadtdistrikts auferlegten Regeln zu brechen", zitierte das Portal "G1" aus der Begründung des Gerichts.

Der rechtspopulistische Politiker verharmloste das Coronavirus und lehnte Schutzmaßnahmen ab. Bolsonaro zeigte sich bei diversen Gelegenheiten ohne Maske, löste Menschenansammlungen aus und machte Selfies mit Fans. Am Sonntag vergangener Woche war der damalige Bildungsminister Abraham Weintraub wegen der Teilnahme an einer Demonstration von Regierungsanhängern in Brasília ohne Maske zur Zahlung von 2000 Real verdonnert worden.

las DPA

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