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"Alternative für Deutschland": Experten rechnen mit gutem Wahlergebnis

Die "Alternative für Deutschland" könnte laut Expertenmeinungen nach der Wahl in den Bundestag einziehen. Die Anti-Euro-Partei will Angela Merkel aus dem Kanzleramt verdrängen.

Experten bescheinigen der #link;https://www.alternativefuer.de/;Anti-Euro-Partei Alternative für Deutschland (AfD)# gute Chancen für den Einzug in den Bundestag. Die neue Gruppierung kommt nach einer Umfrage aus dem Stand heraus auf drei Prozent. Das hat das INSA-Institut im Auftrag der "Bild"-Zeitung ermittelt. INSA-Chef Hermann Binkert sagte der Zeitung: "Die AfD hat ein großes Potenzial. Zwei Drittel der Deutschen lehnen die Milliarden-Rettungsschirme für den Euro ab."

Der Meinungsforscher Klaus-Peter Schöppner von TNS-Emnid sieht gute Möglichkeiten, dass die AfD bei der Wahl im September den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde schaffen wird. "Mehr potenzielle Wähler kommen aus dem Lager der Nicht-Wähler als aus der Gruppe enttäuschter CDU-Anhänger", sagte er der "Neuen Westfälischen" .

"Dann ist Angela Merkel Geschichte"

Die AfD hatte sich erst am Wochenende gegründet und ein Wahlprogramm verabschiedet. Darin fordert sie eine "geordnete Auflösung des Euro-Währungsgebietes" und schließt eine Rückkehr zur D-Mark nicht aus.

AfD-Mitinitiator Joachim Starbatty sieht den Sturz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) als realistisches Ziel seiner Partei. "Wenn wir in den Bundestag kommen - und die Chancen dafür sind sehr groß -, dann ist Angela Merkel Geschichte", sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Die AfD werde im Wahlkampf nicht zuletzt den Regierungsparteien CDU/CSU und FDP Stimmen abjagen, so dass die schwarz-gelbe Koalition keine Mehrheit mehr habe. Starbatty ist Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der AfD. Er hatte schon 1998 in Karlsruhe erfolglos gegen die Euro-Einführung geklagt.

steh/DPA / DPA