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Zeitungsbericht Nachfolger fürs 9-Euro-Ticket in Sicht: Das wollen die Länder vorschlagen

Auch die U-Bahn in Berlin konnte mit dem 9-Euro-Ticket genutzt werden
Auch die U-Bahn in Berlin konnte mit dem 9-Euro-Ticket genutzt werden. Kommt bald ein Nachfolger für das beliebte Angebot?
© Christoph Soeder / DPA
Ungeachtet der offenen Finanzierung haben die Bundesländer einem Medienbericht zufolge konkrete Vorstellungen, wie ein Nachfolger für das 9-Euro-Ticket aussehen soll.

Die Verkehrsministerinnen und -minister der Bundesländer drängen auf einen Nachfolger für das 9-Euro-Ticket, das Ende August nach drei Monaten ausgelaufen war. Einem Bericht der "Rheinischen Post" zufolge haben sie sich vor ihrer am Mittwoch startenden Konferenz auf erste Eckpunkte für das neue Angebot geeinigt.

Es läuft demnach alles auf ein 49-Euro-Ticket hinaus. Dieses soll – analog zum 9-Euro-Ticket – bundesweit im Regional- und Nahverkehr gültig sein und unter dem Titel "Klimaticket Deutschland" vermarktet werden. "Es ist personalisiert und nicht übertragbar", heißt es laut der Zeitung in einem internen Papier. Das Angebot soll sowohl digital als auch auf Papier erhältlich sei. Der Preis von 49 Euro im Monat beziehe sich auf ein Abonnement – er könnte jedoch später auch ansteigen. Dieser ist mit 49 Euro ohnehin schon teurer als ein vielfach gefordertes 29-Euro-Ticket.

9-Euro-Ticket-Nachfolger hängt von Finanzierung ab

Die kommunalen Spitzenverbände, Verkehrsverbände und das Haus von Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) haben dem Bericht zufolge schon ihr Okay gegeben – nun hängt alles am Geld und damit vor allem an Bundesfinanzminister Christian Lindner (ebenfalls FDP). Die Länder fordern mehr finanzielle Unterstützung vom Bund bei der Finanzierung des Öffentlichen Personennahverkehrs. Ob sie diese bekommen, ist noch offen.

Das 9-Euro-Ticket war im Juli befristet für drei Monate eingeführt worden, um Bürgerinnen und Bürger angesichts der hohen Kraftstoff- und Energiepreise zu entlasten. Für jeweils neun Euro im Monat ermöglichte es das unbegrenzte Fahren im bundesweiten öffentlichen Personennahverkehr. Es wurde mehr als 50 Millionen Mal verkauft, Abonnentinnen und Abonnenten von Zeitkarten erhielten es automatisch.

Die Verkehrsministerinnen und -minister treffen sich am Mittwoch und Donnerstag in Bremerhaven zu ihrer turnusmäßigen Sitzung. Neben dem 9-Euro-Ticket-Nachfolger stehen auch Themen wie der Lärm- und Klimaschutz durch Tempo 30 und der Ausbau von Schienenverkehr und Elektromobilität auf der Tagesordnung.

Quellen: "Rheinische Post" (kostenpflichtiger Inhalt), Verkehrsministerkonferenz

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