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Nach TV-Dokumentation Er sprach über "Vergasen" von Migranten: AfD wirft Ex-Sprecher Christian Lüth raus

Christian Lüth
Christian Lüth war Pressesprecher der AfD und der AfD-Bundestagsfraktion
© Sören Stache / DPA
Der Vorstand der AfD-Bundestagsfraktion hat ihrem früheren Sprecher Christian Lüth fristlos gekündigt. Fraktionschef Alexander Gauland habe die Entscheidung in der Fraktionssitzung verkündet, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. 

Der langjährige Partei- und Fraktionspressesprecher der AfD, Christian Lüth, soll einem Bericht zufolge über die Möglichkeit des Erschießens oder Vergasens von Migranten gesprochen haben.

Bei einem heimlich von ProSieben gefilmten Treffen mit einer rechten Publizistin sprach sich der damalige AfD-Fraktionssprecher laut dem Nachrichtenportal "Zeit Online" dafür aus, dass "noch mehr Migranten kommen". "Weil dann geht es der AfD besser. Wir können die nachher immer noch alle erschießen. Das ist überhaupt kein Thema. Oder vergasen, oder wie du willst. Mir egal!"

Lüth laut AfD-Mitteilung kein Parteimitglied

"Zeit Online" berichtete, ProSieben spreche aus rechtlichen Gründen in einer dazugehörigen Fernsehdokumentation nur von einem hohen AfD-Funktionär und nenne Lüths Namen nicht. Allerdings habe das Portal Lüth mithilfe mehrerer Informanten eindeutig identifiziert. Der Film soll am Montagabend ausgestrahlt werden. ProSieben berichtete im Vorfeld, er habe seine Gesprächspartnerin zur Mitarbeit bei der Partei bewegen wollen. "Je schlechter es Deutschland geht, desto besser für die AfD", soll er gesagt haben. "Das ist natürlich scheiße, auch für unsere Kinder – aber wahrscheinlich erhält uns das." Dies sei mit Fraktionschef Alexander Gauland "lange besprochen" worden, soll er zudem gesagt haben. Zwei Monate nach dem angeblichen Treffen wurde Lüth vom Dienst als Bundestagsfraktionssprecher freigestellt.

Dem "Zeit Online"-Bericht zufolge wurde er bislang noch nicht entlassen, sondern nur beurlaubt. Demnach äußerten sich weder Lüth noch Gauland zu dem Bericht. Die AfD betonte jedoch auf Twitter, Lüth sei kein Parteimitglied und seit drei Jahren nicht mehr für die Partei tätig. "Er konnte im Februar 2020 nicht für uns als Partei sprechen", erklärte die AfD zu ihrem damaligen Pressesprecher der Bundestagsfraktion.

km / <br/> AFP

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