Appell an Bund und Länder Städtetag bittet um Soforthilfe

Der Städtetag schlägt Alarm. (Symbolbild) Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
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Der Präsident des Städtetags richtet vor einem Treffen einen Appell an Bund und Länder: Ohne schnelle Unterstützung drohen Kommunen harte Einschnitte – von Sozialarbeit bis Stadtfest.

Die finanzielle Lage der Kommunen ist aus Sicht des Deutschen Städtetags dramatisch. Präsident Burkhard Jung appelliert deshalb an Bund und Länder, bei der Ministerpräsidentenkonferenz an diesem Donnerstag eine finanzielle Soforthilfe für Städte und Gemeinden zu beschließen.

"Die Städte können nicht mehr. Die städtischen Haushalte kollabieren reihenweise, mittlerweile auch in den reicheren südlichen Bundesländern", sagte der Leipziger Oberbürgermeister (SPD) der Funke-Mediengruppe. "Die Kommunen brauchen daher eine finanzielle Soforthilfe von Bund und Ländern, damit sie nicht flächendeckend in das Nothaushaltsrecht fallen."

Ohne Finanzspritze keine Zuschüsse für Stadtfest und Sportvereine

Ansonsten könnten "keine Leistungen, die nicht gesetzlich oder vertraglich geschuldet sind, geleistet werden", führte Jung aus. "Das kann dann von der Sozialarbeit über die Zuschüsse für Sportvereine bis zum Stadtfest reichen." Die Menschen dürften den Staat aber nicht nur noch als Mangelverwalter erleben. 

Das Defizit der kommunalen Haushalte könnte nach Einschätzung Jungs in diesem Jahr über 30 Milliarden Euro liegen. Die Kommunen leisteten etwa ein Viertel der gesamtstaatlichen Ausgaben, erhielten aber nur ein Siebtel der Steuereinnahmen.

dpa

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