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News des Tages: Ferienlager in Frankreich überschwemmt - Deutscher Betreuer vermisst

9/11-Helfer Motassadeq kommt früher aus Haft +++ Kleinflugzeug bei Anflug auf Flughafen Münster/Osnabrück abgestürzt +++ Lafontaine: Bisher 50.000 Unterstützer von "Aufstehen" +++ Boxershort-Träger haben laut Studie mehr Spermien +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Ein Retter geht an einem bei Überschwemmungen in Saint-Julien-de-Peyrolas zerstörten Wohnwagen vorbei

Ein Retter geht an einem bei Überschwemmungen in Saint-Julien-de-Peyrolas zerstörten Wohnwagen vorbei

AFP

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Deutscher Betreuer nach Überschwemmung von Ferienlager vermisst (17.53 Uhr)
  • 9/11-Helfer Motassadeq kommt für Abschiebung früher aus Haft (14.31 Uhr)
  • 39 Tote bei Luftangriff auf Schulbus im Jemen (11.01 Uhr)
  • Lafontaine: 50.000 Unterstützer von "Aufstehen" (7.32 Uhr)
  • Städtetag fordert Reform des Kindergeldes (6.05 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker: 

+++ 19.38 Uhr: Mexiko: Drogenboss trotz verändertem Äußeren festgenommen +++

Ein mexikanischer Drogenboss hat versucht, durch Gewichtsverlust und eine Operation sein Äußeres zu verändern - und wurde trotzdem geschnappt. "El Betito", Anführer von La Unión Tepito, sei gemeinsam mit seinem Bruder im Süden von Mexiko-Stadt festgenommen worden, teilte der Sicherheitsbeauftragte der
mexikanischen Hauptstadt, Renato Sales, mit. "El Betito" hatte sich einer Haartransplantation unterzogen. Außerdem nahm er durch eine Magenverkleinerung 30 Kilogramm ab, wie Sales mitteilte. 

Der Bandenchef hatte bei seiner Festnahme rund 10.000 Dollar, 140 Päckchen des Rauschgifts Crystal und eine Schusswaffe bei sich, wie die Behörden mitteilten. La Unión Tepito sei für den Verkauf und die Verbreitung von Drogen sowie Erpressungen von Nachtclubs in der Hauptstadt verantwortlich, erklärte Sales. Der namensgebende Stadtteil Tepito gilt als eine der gefährlichsten Ecken von Mexiko-Stadt. 

+++ 18.08 Uhr: Israel fliegt Luftangriffe auf Gaza +++

Nach einem weiteren Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen hat die israelische Luftwaffe nach palästinensischen Angaben zwölf Luftangriffe im Gazastreifen geflogen. Israel habe dabei ein Gebäude in Gaza zerstört, zu dem auch ein Theater gehöre, sagten am Donnerstagabend Vertreter des Sicherheitsapparates. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden mindestens 18 Palästinenser verletzt.

Eine Sprecherin der israelischen Armee äußerte sich zunächst nicht zu den Berichten.

+++ 17.53 Uhr: Frankreich: Deutscher Betreuer nach Überschwemmung von Ferienlager vermisst +++

Nach der Überschwemmung eines deutschen Ferienlagers in Südfrankreich hat die Polizei nach einem vermissten Erwachsenen gesucht. Es solle sich um einen deutschen Betreuer aus dem evakuierten Ferienlager handeln, hieß es von der Gendarmerie. Sein Wohnwagen sei in Saint-Julien-de-Peyrolas am Fluss Ardèche vom Wasser mitgerissen und zerstört gefunden worden. Nach Angaben des Sprechers war die Situation noch unübersichtlich. Nach Angaben der Präfektur von Nîmes wurden die 119 Kinder des Ferienlagers in Sicherheit gebracht. Vier Teilnehmer seien wegen Unterkühlung in ein Krankenhaus gebracht worden.

Der Veranstalter des Ferienlagers aus Leverkusen teilte auf Anfrage mit, dass alle Kinder "soweit wohlauf" seien und in einer Mehrzweckhalle betreut würden. Das Zeltlager war nach Angaben der Präfektur von Nîmes wegen des Unwetters geräumt worden - eine Vertreterin des Veranstalters erklärte in Leverkusen, dass der Campingplatz komplett überspült worden sei. Die Rückfahrt der Teilnehmer werde organisiert. Die Region war am Mittwoch von heftigen Regenfällen getroffen worden. Mehrere Campingplätze wurden geräumt. Mehrere Hundert Feuerwehrleute und Polizisten waren im Einsatz.

+++ 17.40 Uhr: Boris Johnson muss sich vor Gericht verantworten +++

Ex-Außenminister muss sich wegen umstrittener Burka-Äußerungen einem Disziplinarverfahren der Konservativen Partei in Großbritannien stellen. Das berichteten mehrere Medien am Donnerstag unter Berufung auf Parteikreise. Im Extremfall droht ihm dabei der Ausschluss aus der Fraktion oder soga raus der Partei.

Johnson steht seit Tagen in der Kritik, weil er Frauen mit Vollverschleierung in seiner wöchentlichen Kolumne im "Telegraph" am Montag mit "Bankräubern" und "Briefkästen" verglichen hatte. Ihm wird vorgeworfen, damit Stimmung gegen Muslime machen zu wollen und sich bei rechtskonservativen Wählern anzubiedern.

+++ 17.30 Uhr: Taubert fordert bessere Finanzierung des Freiwilligendienstes +++

In der Debatte über eine allgemeine Dienstpflicht hat sich Verteidigungs-Staatssekretär Peter Tauber (CDU) für eine bessere Finanzierung der Freiwilligendienste ausgesprochen. "Ein erster Schritt wäre aus meiner Sicht, dass wir jedem, der heute einen Dienst im Freiwilligen Sozialen Jahr oder Bundesfreiwilligendienst leisten möchte, auch die dafür notwendige Stelle finanzieren", sagte er der "taz". Aber: Die Wehrpflicht "brauchen wir nicht wieder".

+++ 17.27 Uhr: Hakenkreuze sind in Videospielen erlaubt +++

In Computer- und Videospielen in Deutschland können künftig Nazi-Symbole wie Hakenkreuze gezeigt werden. Die Prüfstelle Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) gab am Donnerstag eine Änderung ihrer Praxis bei der Altersfreigabe von Spielen bekannt, in denen Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verwendet werden. Demnach kann die USK bei einer Prüfung künftig die sogenannte Sozialadäquanzklausel aus dem Strafgesetzbuch mit einbeziehen.

Artikel 86a des Strafgesetzbuchs stellt grundsätzlich die Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen unter Strafe. Es gibt aber Ausnahmen, beispielsweise wenn die Verwendung "der Kunst oder der Wissenschaft, der Forschung oder der Lehre, der Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens oder der Geschichte" dient.

Diese Sozialadäquanzklausel wird bereits bei Filmen angewandt, nicht aber bei Computer- und Videospielen. In Videospielen wie "Call of Duty" oder "Wolfenstein II", in denen Nazis eine wichtige Rolle spielen, wurden NS-Symbole für den deutschen Markt deswegen abgeändert - etwa das Hakenkreuz in ein Dreieck.

+++ 16.09 Uhr: Flughafen Frankfurt nimmt nach Unwetter wieder Betrieb auf +++

Wegen einer herannahenden Gewitterfront musste der Frankfurter Flughafen am Donnerstagnachmittag vorübergehend den Flugbetrieb einstellen. Damit fanden an Deutschlands größtem Airport keine Starts und Landungen statt, sagte ein Sprecher des Betreibers Fraport. Laut "Bild"-Zeitung starten allerdings die ersten Flieger wieder.

+++ 15.00 Uhr: Drei Segler aus Nordsee gerettet +++

Seenotretter haben drei Segler aus der Nordsee gerettet. Ihr sieben Meter langes Boot war gekentert und gesunken. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger DGzRS waren die jungen Hamburger am Tag zuvor auf dem Weg von Cuxhaven zur Insel Föhr, als ihr Steuerruder bei drei Meter hohen Wellen brach. Ein Versuch der Seenotretter, das manövrierunfähige Boot an Land zu schleppen, scheiterte: Die Jacht schlug in einer hohen Welle quer, kenterte und sank. Die Seenotretter holten die zwei Männer und eine Frau aus dem Wasser. Alle drei waren unterkühlt, da sie bereits auf ihrem Boot durchnässt worden waren.

+++ 14.50 Uhr: Schüler dürfen in USA wegen Beyoncé-Konzert früher nach Hause +++

Wegen des Konzerts von Popstar Beyoncé und Rapper Jay-Z dürfen Hunderte Schüler in den USA diesen Monat früher nach Hause. Für das Konzert am 21. August in Columbia, South Carolina, werde der Unterricht in einem Schulbezirk vorzeitig enden, teilte eine Sprecherin der Zeitung "The State" zufolge mit. In sechs Schulen werde der Unterricht an diesem Tag zwischen 11 und 13 Uhr enden. Das Konzert in einem Football-Stadium in Columbia, in dem 80.000 Menschen Platz haben, beginnt erst um 19.30 Uhr. Man wolle aber vermeiden, dass Schulbusse in Staus im Zusammenhang mit dem Konzert geraten.

Das Musiker-Ehepaar Beyoncé und Jay-Z spielt derzeit die gemeinsame Tour "On The Run II". Bis Anfang Oktober sind Auftritte in den USA und Kanada geplant. Im Juni und Juli waren die beiden auch in Europa unterwegs, darunter auch in Berlin und Köln.

+++ 14.31 Uhr: 9/11-Helfer Motassadeq kommt für Abschiebung früher aus Haft +++

Der wegen Beihilfe zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001 zu 15 Jahren Haft verurteilte Marokkaner Mounir el Motassadeq kommt für seine Abschiebung früher aus dem Gefängnis. Statt im November wird der 44-Jährige nach Angaben der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe nun Mitte Oktober aus der Justizvollzugsanstalt Hamburg-Fuhlsbüttel entlassen. "Wir haben auf die Vollstreckung der letzten Wochen seiner Haftstrafe verzichtet, aber nur unter der Bedingung, dass er nach Marokko abgeschoben wird", sagte Sprecherin Frauke Köhler der Deutschen Presse-Agentur. "Diese Vorgehensweise gibt uns die Möglichkeit, ihn umgehend zu verhaften, sollte er wieder einen Fuß auf deutschen Boden setzen." Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung über die vorzeitige Haftentlassung berichtet.

+++ 14.05 Uhr: Kleinflugzeug beim Anflug auf Flughafen Münster/Osnabrück abgestürzt +++

Beim Landeanflug auf den Flughafen Münster/Osnabrück ist ein Kleinflugzeug mit zwei Menschen an Bord abgestürzt. Dies teilten ein Flughafensprecher und die Polizei in Steinfurt mit. Dabei sind die beiden Insassen ums Leben gekommen. Die niederländische Maschine vom Typ Beech G58 wollte am Flughafen Münster/Osnabrück offenbar Landeübungen vornehmen.

Der Absturz ereignete sich um kurz nach 12 Uhr. Die Maschine lag nach dem Unfall neben der Start- und Landebahn auf dem Rücken, wie der Flughafensprecher sagte. Wegen der Bergungsarbeiten wurde der Flugverkehr zunächst eingestellt. Der Airport rechnet damit, dass gegen 16 Uhr wieder Maschinen starten und landen können.

+++ 13.03 Uhr: Auf der Elbe vermisste Kanufahrer tot - Leichen identifiziert +++

Zwei seit Sonntag auf der Elbe vermissten Kanufahrer sind tot. Bei den am Mittwoch gefundenen Leichen handelt es sich um den 51 Jahre alten Vater und dessen Sohn, wie die Polizei in Itzehoe mitteilte. Der Vater aus Glückstadt und der 18-Jährige waren am Sonntagnachmittag mit einem Kanu auf der Elbe nahe Kollmar (Schleswig-Holstein) unterwegs gewesen und seitdem verschwunden. Tagelang war nach ihnen gesucht worden. Wie es zu dem Unglück kam, war unklar. Die Polizei hatte seit Sonntag mit Booten und später auch mit einer Drohne nach den beiden Männern gesucht.

+++12.41 Uhr: Baulift löst sich von Lastwagen und kracht gegen Auto - Frau stirbt +++

Ein Anhänger mit einem Bau-Aufzug hat sich in Menden im Sauerland von einem Lastwagen gelöst und ist in den Gegenverkehr geschleudert. Dabei kollidierte der Anhänger mit einem Auto, die Fahrerin aus Schwerte starb durch die Wucht des Aufpralls noch am Unfallort, sagte ein Sprecher der Polizei. Der Fahrer des Lastwagens erlitt einen Schock und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Warum sich der Anhänger gelöst hatte, war zunächst unklar.

+++ 12.15 Uhr: Überdurchschnittlicher Mitgliederzuwachs bei deutschen Parteien +++

Die deutschen Parteien verzeichnen erstmals seit der Wiedervereinigung wieder ein deutliches Mitglieder-Plus. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Parteimitglieder um knapp 22.000 - ein Zuwachs von 1,8 Prozent im Vergleich zu 2016. Das berichtet das Magazin "Focus" unter Berufung auf eine Studie des Berliner Politikwissenschaftlers Oskar Niedermayer. Danach profitierte die FDP mit einem Plus von 17 Prozent am stärksten. Die SPD legte erstmals seit Jahrzehnten zu und vergrößerte mit über 440.000 Mitgliedern ihren Vorsprung vor der CDU  - wobei die nicht in Bayern antretende CDU und die CSU zusammen jedoch mit Abstand vorne liegen.

"Die Gründe dafür liegen in kurzfristigen Entwicklungen, die zu einer Mobilisierung der Bürger geführt haben", erklärte Niedermayer. Er verwies auf Phänomene wie die Wahl von US-Präsident Donald Trump, die Bundestagswahl in Deutschland und den anfänglichen Hype um SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz. Von einer Trendwende könne man laut Niedermayer aber nicht sprechen. Seit 1990 haben die Parteien im Schnitt die Hälfte ihrer Mitglieder verloren.

+++ 12.13 Uhr: 17 Autofahrer bei Moskau ermordet - lebenslange Haft für Bande +++

Vier Jahre hat eine Räuberbande nachts die Straßen um Moskau terrorisiert: Sie stoppte Autos gewaltsam, ermordete die Fahrer und plünderte sie aus. Wegen 17-fachen Mordes sind vier Mitglieder der Gruppe zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Ein fünfter Angeklagter bekam 20 Jahre Lagerhaft, wie die Agentur Interfax aus dem Gericht des Gebiets Moskau meldete.

Die Bande nannte sich GTA nach dem Videospiel "Grand Theft Auto" und bestand vor allem aus Zuwanderern aus den Ex-Sowjetrepubliken in Zentralasien. Die Taten ereigneten sich von 2012 bis 2015 im Umland der russischen Hauptstadt. Der Anführer wurde bei der Festnahme getötet. Vor Gericht standen zunächst neun mutmaßliche Mitglieder. 

Aufsehen erregte der Prozess auch vergangenes Jahr, weil mehrere Angeklagte in einem Lift des Gerichtsgebäudes trotz Fesselung ihre Wachen überwältigten und deren Waffen an sich brachten. In einer Schießerei wurden drei von ihnen getötet, ein weiterer starb später. Es wurden aber auch mehrere Justizangestellte verletzt.

+++ 12.12 Uhr: Polizei findet zehn Tote in Haus in Mexiko +++

Die mexikanische Polizei hat in einem Haus und auf einem Grundstück in der Stadt Guadalajara insgesamt zehn Leichen gefunden. Die Ermittler gehen von einer Auseinandersetzung zwischen Drogenbanden aus. Der Gouverneur des Bundesstaates Jalisco, Aristóteles Sandoval, sagte, mehrere Verdächtige seien festgenommen worden. Nähere Angaben machte er nicht.

Ein Nachbar im südlichen Stadtteil Villa Fontana Aqua habe am Dienstag Blutspuren im Eingangsbereich des Hauses entdeckt, teilte die Polizei mit. Drei Tote mit Schussverletzungen seien im Inneren des Hauses gefunden worden, wie Behördenvertreter sagten. Mit Hilfe von Spürhunden seien kurz darauf vier weitere Leichen - drei Männer und eine Frau - gefunden worden, die im Hof vergraben gewesen seien. Am Mittwoch wurden dann drei weitere getötete Männer entdeckt, deren Hände gefesselt gewesen seien.

+++ 12.08 Uhr: Neun Tote bei Flüchtlingsunglück vor der türkischen Küste +++

Bei einem Bootsunglück vor der türkischen Küste sind neun irakische Flüchtlinge ertrunken. Sieben Kinder und zwei Frauen seien ums Leben gekommen, als ihr Schlauchboot am frühen Morgen auf dem Weg nach Griechenland vor der türkischen Küstenstadt Kusadasi unterging, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu. Vier Menschen konnten demnach von der türkischen Küstenwache vor der griechischen Insel Samos gerettet werden.

+++ 11.01 Uhr: Ministerium: 39 Tote bei Luftangriff auf Schulbus im Jemen +++

Bei einem Luftangriff auf einen Schulbus im Jemen sind dem Gesundheitsministerium der Huthi-Rebellen zufolge am Donnerstag mindestens 39 Menschen getötet worden. Viele der Toten und der mehr als 40 Verletzten seien Kinder, sagte Sprecher Jussef al-Hadri der Deutschen Presse-Agentur.

+++ 10.35 Uhr: Anteil der Jugendlichen an Bevölkerung sinkt auf unter vier Prozent +++

Die Zahl der Jugendlichen in Deutschland sinkt weiter. Ende 2016 gab es bundesweit rund 3,2 Millionen junge Menschen zwischen 14 und 17 Jahren, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Zehn Jahre zuvor waren es noch fast 470.000 mehr. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung sank damit von 4,4 Prozent Ende 2006 auf 3,8 Prozent Ende 2016.

+++ 10.35 Uhr: Ryanair will vor Gericht Pilotenstreik in Niederlanden verhindern +++

Die irische Fluggesellschaft Ryanair will mit einer einstweiligen Verfügung einen Streik der Piloten in den Niederlanden verhindern. Ein Gericht in Haarlem sollte noch am Donnerstag über die Klage entscheiden. Die Pilotengewerkschaft der Niederlande hatte einen eintägigen Streik für Freitag angekündigt, um einen Tarifvertrag mit besseren Arbeitsbedingungen zu erzwingen. Die irische Billigfluggesellschaft hatte Klage eingereicht und will ein Streikverbot für die gesamte Sommerperiode erreichen.

+++ 10.27 Uhr: Zähne von Urzeit-Riesenhai an australischem Strand gefunden +++

An einem australischen Strand sind die Zähne eines vor rund 25 Millionen Jahren lebenden Riesenhais gefunden worden. "Diese Zähne sind von internationaler Bedeutung", sagten der Paläontologie-Experte und Kurator Erich Fitzgerald am Donnerstag in Melbourne. Die sieben Zentimeter langen Zähne gehörten demnach zu einem Urzeit-Hai, der mehr als neun Meter lang werden konnte - fast doppelt so groß wie der Weiße Hai.

Philip Mullaly hält seinen Fund in die Höhe - einen Zahn eines vor rund 25 Millionen Jahren lebenden Riesenhais

Philip Mullaly hält seinen Fund in die Höhe - einen Zahn eines vor rund 25 Millionen Jahren lebenden Riesenhais

AFP

Der Hobby-Fossiliensammler Philip Mullaly wanderte an einem Strand rund hundert Kilometer westlich der Stadt Melbourne entlang, als er den prähistorischen Fund machte.

+++ 9:39 Uhr: Argentinisches Parlament lehnt Legalisierung der Abtreibung ab +++

In Argentinien ist eine Initiative zur Legalisierung der Abtreibung gescheitert. Der Senat lehnte am frühen Donnerstag mit 38 gegen 31 Stimmen eine Gesetzesvorlage ab, die bereits von der Abgeordnetenkammer angenommen worden war. Zehntausende Menschen hatten sich während der 16-stündigen Debatte auf den Straßen um das Parlament versammelt, um teils für und teils gegen die Legalisierung der Abtreibung zu demonstrieren.

+++ 8:45 Uhr: BMW-Besitzer in Südkorea reichen Strafanzeige gegen Autobauer ein +++

Mehrere BMW-Besitzer in Südkorea haben Strafanzeige gegen den deutschen Autobauer wegen des Rückrufs von 100.000 Fahrzeugen gestellt. Die rund 20 Betroffenen werfen dem Unternehmen vor, den Rückruf zu spät veranlasst zu haben, wie ihr Anwalt Ha Jong Sun am Donnerstag sagte. Die Anzeige richtet sich demnach gegen sechs Verantwortliche, darunter gegen den für Qualität zuständigen BMW-Manager Johann Ebenbichler.

+++ 8.42 Uhr: Nachbeben der Stärke 5,9 erschüttert indonesische Ferieninsel Lombok +++

Wenige Tage nach dem verheerenden Erdbeben mit mehr als 160 Toten hat ein starkes Nachbeben am Donnerstag die indonesische Ferieninsel Lombok erschüttert. Wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilte, handelte es sich um ein Beben der Stärke 5,9 im Nordwesten der Insel. Nach dem Erdbeben am Sonntag sind nach Behördenangaben etwa 156.000 Menschen auf Lombok obdachlos.

+++ 8.40 Uhr: Polizei muss von Fledermäusen "besetzte" Wohnung in Güstrow räumen +++

Sechs durch ein offenes Wohnungsfenster eingedrungene ungebetene Gäste haben im mecklenburg-vorpommerschen Güstrow die Polizei auf den Plan gerufen: Die von der 68-jährigen Bewohnerin alarmierten Beamten sahen sich in der Nacht zu Donnerstag mit mehreren Fledermäusen konfrontiert, wie die Polizei in Rostock mitteilte. Diese hätten die Räume "trotz diverser Aufforderungen durch die Mieterin nicht verlassen" wollen.

Die Beamten hätten die Lage dann aber schnell "unter Kontrolle gebracht", schrieb die Polizei in einer Mitteilung zu dem Einsatz scherzhaft. Die sechs "Wohnungsbesetzer" seien mit Hilfe einer Decke wieder "in ihren natürlichen Lebensraum gedrängt" worden. "Die Räumung erfolgte unter Beachtung der Naturschutzrichtlinien".

+++ 7.32 Uhr: Lafontaine: Bisher 50.000 Unterstützer von "Aufstehen" +++

Die linke Sammlungsbewegung "Aufstehen" hat in ihren ersten Tagen mehr als 50.000 Anmeldungen von Unterstützern bekommen. "Wir sind sehr zufrieden. Wir haben mit einem solchen Zustrom nicht unbedingt gerechnet", sagte der frühere Linken-Vorsitzende und Ex-SPD-Chef Oskar Lafontaine der Deutschen Presse-Agentur in Saarbrücken. Die von der Fraktionsvorsitzenden der Linken im Bundestag, Lafontaines Frau Sahra Wagenknecht, gegründete Bewegung wolle "vor allem die ansprechen, die seit vielen Jahren enttäuscht sind, die sich von der Politik nicht mehr vertreten sehen".

Oskar Lafontaine und seine Frau Sahra Wagenknecht

Oskar Lafontaine und seine Frau Sahra Wagenknecht

DPA

+++ 6.05 Uhr: Städtetag fordert Reform des Kindergeldes +++

Angesichts eines Rekords bei der ausländischen Empfängerzahl von Kindergeld dringt der Deutsche Städtetag auf eine rasche Reform. "Das Kindergeld sollte sich daran orientieren, was Kinder in ihrem tatsächlichen Aufenthaltsland brauchen und nicht die Höhe aufweisen, die in einem anderen Land am Wohnsitz ihrer Eltern gezahlt wird", sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Die Bundesregierung sollte auf EU-Ebene weiter eine entsprechende Änderung durchzusetzen versuchen, so Dedy.

+++ 6.05 Uhr: Mindestens drei Tote bei neuer Gewalt in Nahost +++

Bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen sind nach Angaben palästinensischer Behörden eine schwangere Frau und ihre 18 Monate alte Tochter getötet worden. Der Vater wurde bei dem Angriff in Deir al-Balah in Zentralgaza verletzt, wie das Gesundheitsministerium in Gaza am frühen Donnerstagmorgen mitteilte. Die 23-jährige Frau sei im neunten Monat schwanger gewesen.  Nach Angaben der israelischen Armee vom Donnerstagmorgen wurden rund 150 Raketen aus dem Gazastreifen in Richtung Israel abgefeuert, drei Israelis wurden demnach leicht verletzt.

+++ 6.04 Uhr: CDU liegt bei Großspenden in diesem Jahr mit Abstand vorn +++

Die CDU hat in den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres von allen Parteien mit Abstand die meisten Großspenden erhalten. Bis Ende Juli gingen sieben Mal Spenden in Höhe von mehr als 50.000 Euro ein, insgesamt bekamen die Christdemokraten 710 002 Euro. Die Zahlen sind auf der Homepage des Bundestags öffentlich einsehbar. Dagegen gingen beim Koalitionspartner SPD nur 200.000 Euro verteilt auf zwei Spenden ein.

+++ 5.18 Uhr: Trudeau in Krise mit Saudi-Arabien nicht zum Einlenken bereit +++

Der kanadische Premierminister Justin Trudeau bleibt in der diplomatischen Krise mit Saudi-Arabien hart. Trudeau lehnte es am Mittwoch bei einem Auftritt in Montreal ab, Kritik an der Menschenrechtslage in Saudi-Arabien wie von der dortigen Regierung gefordert zurückzunehmen.

+++ 5.14 Uhr: FDP-Fraktionsvize Theurer für Einsatz von Pflegerobotern +++

FDP-Fraktionsvize Michael Theurer hat sich für den Einsatz von Pflegerobotern vor allem in der Altenpflege ausgesprochen und die Bundesregierung zu Modellprojekten aufgefordert. Die Situation in der Pflege sei teils kritisch, insbesondere in der Altenpflege, sagte Theurer der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Es gibt zu wenig Fachkräfte, der Beruf wird durch die Überlastung zunehmend unattraktiv, und die Pfleger verbringen einen großen Teil ihrer Zeit mit unnötiger Bürokratie, statt wirklich das Gefühl zu haben, Menschen helfen zu können."

 +++ 4.05 Uhr: Studie: Boxershort-Träger haben mehr Spermien +++

Männer, die häufig Boxershorts tragen, haben mehr Spermien als solche mit enger sitzenden Unterhosen. Das berichten US-Forscher in der Fachzeitschrift "Human Reproduction". Erstere hätten auch eine höhere Spermienkonzentration und einen höheren Anteil an schwimmenden Spermien, schreibt das Team um Lidia Mínguez-Alarcón von der Harvard T.H. Chan School of Public Health in Boston.

Die Träger enger Unterwäsche hingegen zeigten in ihrem Blut eine vergleichsweise hohe Konzentration des sogenannten follikelstimulierenden Hormons (FSH), das die Spermienproduktion anregt. Das könnte eine Reaktion des Körpers auf die verringerte Spermienproduktion bei den Freunden enger Unterwäsche sein, nehmen die Forscher an.

Mínguez-Alarcón und ihre Kollegen untersuchten für die Studie mehr als 650 Männer von Paaren, die wegen einem unerfüllten Kinderwunsch eine Klinik aufsuchten, deren Spermienkonzentration sich aber dennoch im Normalbereich bewegte. Sie befragten die Männer, welche Art von Unterhose sie üblicherweise trugen, und analysierten typische Werte männlicher Fruchtbarkeit. Etwa die Hälfte der Männer trug am liebsten Boxershorts.

+++ 0.57 Uhr: Frau in Hamburg getötet: Leiche von tatverdächtigem Vater gefunden +++

Der 49 Jahre alte Mann, der in Hamburg seine 24-jährige Tochter getötet haben soll, ist tot aufgefunden worden. Wie ein Polizeisprecher in der Nacht zum Donnerstag bestätigte, handelt es sich bei der in Billstedt gefundenen Leiche um den mutmaßlichen Täter.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler hatte der tatverdächtige Deutsche am Mittwochvormittag seine von ihm getrennt lebende Ehefrau per Textnachricht darüber informiert, die gemeinsame Tochter getötet zu haben. Außerdem kündigte er seinen Suizid an. Die Frau alarmierte daraufhin die Polizei. Die Beamten fanden die tote Tochter in ihrer Wohnung im Hamburger Stadtteil Hamm. Ein mögliches Tatmotiv war zunächst unklar.

+++ 0.27 Uhr: Kolumbien erkennt Palästina als unabhängigen Staat an +++

Kolumbien hat Palästina nach Angaben der palästinensischen Botschaft in Bogotá als einen unabhängigen Staat anerkannt. "Die Regierung von Kolumbien hat sich entschieden, Palästina als freien, unabhängigen und souveränen Staat anzuerkennen", teilte die Botschaft am Mittwoch mit. "Wir danken der kolumbianischen Regierung für diese Entscheidung und sich uns sicher, dass sie entscheidend dazu beiträgt, die notwendigen Bedingungen für die Suche nach Frieden im Nahen Osten zu schaffen."  

anb/sos/tkr / DPA / AFP
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(