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News des Tages: Nächtliche Sperrstunde macht Städte nicht sicherer

Die Führer Nord- und Südkoreas treffen sich +++ Kohl stufte "Blühende Landschaften" als Fehler ein +++ 90-Millionen-Euro-Jackpot nicht geknackt +++ Geisterfahrerin stirbt auf A7 +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Keine Sperrstunde in Berlin-Friedrichshain

Orte ohne Sperrstunde, wie etwa Berlin-Friedrichshain, sind nachts nicht unsicherer als Orte mit Sperrstunde

DPA

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Kim Jong Un trifft Südkoreas Präsidenten (13.37 Uhr)
  • Nächtliche Sperrstunde macht Städte nicht sicherer (13.32 Uhr)
  • Kohl stufte "Blühende Landschaften" als Fehler ein (11.53 Uhr)
  • Geisterfahrerin stirbt bei Zusammenstoß auf Autobahn 7 (8.01 Uhr)  
  • 89 Rechtsextreme und 24 Islamisten seit 2011 in Bundeswehr entdeckt (1.04 Uhr)
  • G20-Krawalle: 1619 Ermittlungsverfahren, drei Haftstrafen (0.09 Uhr) 

Die News des Tages im stern-Ticker:

+++ 17.09 Uhr: Dänemark feiert 50. Geburtstag von Prinz Frederik +++

Zum 50. Geburtstag von Dänemarks Kronprinz Frederik haben sich in der Hauptstadt Kopenhagen Tausende Gratulanten versammelt. In Begleitung seiner Ehefrau, Kronprinzessin Mary, ihrer vier Kinder und Frederiks Mutter, Königin Margrethe, trat das Geburtstagskind freudestrahlend auf den Balkon von Schloss Amalienborg und begrüßte die royalen Anhänger. Die Menschen sangen Geburtstagslieder und streckten Fahnen in die Höhe. Der runde Geburtstag sollte am Abend mit einem feierliches Bankett ausklingen. Zahlreiche prominente Gäste wurden erwartet, unter anderem Schwedens Kronprinzessin Victoria.


+++ 16.59 Uhr: Gewerkschaften: 250.000 protestieren in Frankreich gegen Macron +++

An den Protestkundgebungen gegen die Politik von Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron haben sich nach Gewerkschaftsangaben landesweit 250.000 Menschen beteiligt. Allein in Paris seien es 80.000 Teilnehmer gewesen, hieß es. Die Behörden der Hauptstadt sprachen dagegen von lediglich 21.000 Demonstranten in Paris. Zu den Kundgebungen hatten mehr als 60 Gruppen aufgerufen, darunter Parteien aus dem linken Lager sowie Gewerkschaften. Demonstrationen gab es neben Paris unter anderem auch in Marseille, Lyon, Grenoble und Montpellier. Die Organisatoren werfen Macron eine Politik "zugunsten der Reichsten" und soziale Kälte vor. Bereits vor drei Wochen hatte es in Frankreich ähnliche Proteste gegeben, an denen sich landesweit zehntausende Menschen beteiligt hatten.

+++ 16.56 Uhr: Neun Tote bei Drogenrazzien auf den Philippinen +++

Bei Drogenrazzien auf den Philippinen sind neun Verdächtige getötet worden. Ermittler durchsuchten zwei Wohnungen in der Stadt Matalam im Süden des Landes, als es zu einem Schusswechsel kam, wie die Polizei mitteilte. Ersten Erkenntnissen zufolge sei eine zunächst unbekannte Menge der synthetischen Droge Methamphetamin, auch bekannt als Shabu, gefunden worden. Dabei handele es sich um die beliebteste illegale Droge des Landes. Bei dem brutalen Anti-Drogen-Krieg auf den Philippinen kamen seit 2016 mehr als 4000 Menschen um. Menschenrechtsgruppen schätzen die Zahl der Getöteten sogar auf rund 13.000.     

+++ 16.43 Uhr: Trump gibt Freilassung eines US-Gefangenen in Venezuela bekannt +++

Nach fast zwei Jahren ist der in Venezuela inhaftierte US-Bürger Joshua Bolt freigelassen worden. US-Präsident Donald Trump teilte auf Twitter mit, der Mormonen-Missionar werde am Samstagabend gemeinsam mit seiner Familie im Weißen Haus in Washington empfangen. "Die wunderbaren Einwohner von Utah werden sich freuen", erklärte Trump. Der Missionar Bolt stammt aus dem US-Bundesstaat Utah; vor fast zwei Jahren wurde er kurz nach seiner Ankunft in Venezuela festgenommen. Die Regierung in Caracas warf ihm vor, er habe die Aufstellung bewaffneter Gruppen in Venezuela organisiert, um die Stellung des sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro ins Wanken zu bringen. Am Vortag von Bolts Freilassung war der republikanische US-Senator Bob Corker mit Maduro in Caracas zusammengetroffen. Utahs Senator Hatch dankte Corker für dessen "entscheidende Bemühungen" in dem Fall.

Kim Jong Un und Moon Jae In


 +++ 15.55 Uhr: Migranten verlassen wegen Ausschreitungen Flüchtlingslager von Moria +++

Nach wiederholten Massenschlägereien zwischen Migranten verschiedener Nationalitäten haben rund 300 Menschen, in ihrer Mehrheit Familien, das Flüchtlingslager von Moria auf der griechischen Insel Lesbos verlassen. Sie protestierten damit gegen als unerträglich bezeichnete Zustände und eine langsame Bearbeitung ihrer Asylanträge. Wie der staatliche Regionalsender weiter berichtete, versuchte die Polizei die Demonstranten daran zu hindern die Inselhauptstadt Mytilini zu erreichen. Am Vortag waren bei Zusammenstößen zwischen Migranten mindestens sechs Menschen verletzt worden, teilte das Krankenhaus der Insel mit.

+++ 15.34 Uhr: Hundert Flüchtlinge in Libyen aus Gefangenenlager geflohen +++

In Libyen sind mehr als hundert Flüchtlinge aus einem Lager geflohen, in dem sie nach Angaben internationaler Organisationen von Schleppern gefangen gehalten und gefoltert wurden. Nach Angaben der Hilfsorganisationen und örtlicher Quellen flüchteten die Menschen am Mittwochabend aus dem Lager in der westlich gelegenen Stadt Bani Walid. Das dortige Krankenhaus teilte mit, rund 20 von ihnen seien wegen Verletzungen durch Folter in Behandlung. Bani Walid liegt an einer Transitroute der Schlepper in Richtung Mittelmeerküste. Nach Angaben eines örtlichen Verantwortlichen gibt es in der Region etwa 20 illegale Lager, in denen Flüchtlinge von Schleusern interniert werden. Diese halten die Menschen gefangen, um von ihrem Familien Lösegelder zu erpressen.

 +++ 15.32 Uhr: Fünf Mitarbeiter der Weißhelme in Syrien getötet +++

Im Norden Syriens sind fünf Mitarbeiter der syrischen Hilfsorganisation Weißhelme getötet worden. Wie die Organisation auf Twitter mitteilte, griffen bewaffnete Männer im Morgengrauen eines ihrer Zentren im Dorf Hadja im Süden der Provinz Aleppo an. Fünf Helfer seien getötet und zwei weitere verletzt worden. Der Leiter des Zentrums, Ahmad al Hamisch, sagte der Nachrichtenagentur AFP, zwei Mitarbeitern sei die Flucht gelungen. Die Täter hätten Material und Strom-Generatoren gestohlen.

+++ 15.20 Uhr: Ägyptisches Gericht bestätigt Youtube-Sperre wegen Anti-Islam-Video +++

Wegen eines anti-islamischen Videos hat das ägyptische Oberverwaltungsgericht die staatliche Telekommunikationsbehörde aufgefordert, den Internetdienst Youtube für einen Monat zu sperren. Das Gericht bestätigte damit ein früheres Urteil niedrigerer Instanz. Wann die Sperre beginnen soll, war zunächst noch nicht klar. Bereits im Jahr 2012 war wegen eines umstrittenen Videos, in dem der islamische Prophet Mohammed verunglimpft wird, Klage eingereicht worden. Bei dem umstrittenen Video handelt es sich um eine 14-minütige Sequenz von "Innocence of Muslims" ("Unschuld der Muslime"). Darin wird der islamische Prophet Mohammed als Mörder, Vergewaltiger und Frauenheld dargestellt.  

+++ 14.34 Uhr: Rechnungshof: Verteidigungsministerium liefert geschönte Berichte ab +++

Um die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr ist es laut einer Prüfung des Bundesrechnungshofes noch schlechter bestellt als bekannt. In einem Bericht an den Haushaltsausschuss des Bundestags wirft die Kontrollbehörde dem Verteidigungsministerium (BMVg) vor, es liefere den Abgeordneten geschönte Daten zum Zustand der Waffensysteme. Wörtlich heißt es: "Nach Auffassung des Bundesrechnungshofes geht aus den Berichten des BMVg derzeit nicht hinreichend deutlich hervor, dass einige Waffensysteme nur eingeschränkt einsatzbereit sind." So seien etwa Korvetten der Klasse 130 als einsatzbereit bewertet worden, "obwohl diese lange Zeit nicht über einsatzbereite Lenkflugkörper verfügten", heißt es im Bericht weiter. Das Ministerium trat der Darstellung am Samstag entgegen. Ein Sprecher erklärte, ein Schiff sei aus militärischer Sicht einsatzbereit, wenn es für einen bestimmten Zweck die notwendige Ausrüstung und Bewaffnung besitze.


+++ 14.21 Uhr: Kiew berichtet vor Champions-League-Finale von Bombenalarm +++

Wenige Stunden vor dem Champions-League-Finale in Kiew hat die Stadt mehrere Metrohaltestellen wegen eines Bombenalarms vorübergehend gesperrt. Ein anonymer Mann habe angerufen und gesagt, dass an fünf Stationen Bomben explodieren könnten, meldete die Agentur Interfax unter Berufung auf Polizeiangaben. Der Fall werde überprüft, teilten die Metro-Betreiber mit. Am Abend spielen Real Madrid und der FC Liverpool das Champions-League-Finale in der ukrainischen Hauptstadt aus. Nach Angaben der örtlichen Behörden sind rund 10.000 Fans aus dem Ausland angereist. Etwa 10.000 Sicherheitskräfte sind rund um das Spiel im Einsatz.

+++ 14.16 Uhr: Weltbekanntes Gemälde in Moskauer Museum schwer beschädigt +++

Ein Mann hat in einem Moskauer Museum ein weltbekanntes Gemälde des Künstlers Ilja Repin schwer beschädigt. Der Besucher der Tretjakow-Galerie habe sich einen Metallpfosten gegriffen, der als Absperrung vor dem Bild "Iwan der Schreckliche und sein von ihm erschlagener Sohn am 16. November 1581" stand. Dann habe er auf das Werk eingeschlagen, teilte die Museumsleitung mit. Das Schutzglas sei zu Bruch gegangen, die Leinwand sei an drei Stellen zerrissen. "Durch einen glücklichen Zufall wurde das Wertvollste - die Darstellung von Gesicht und Händen des Zaren und des Zarewitsch - nicht beschädigt", hieß es. Der Mann wurde festgenommen. Über das Tatmotiv gab es zunächst keine Angaben.

+++ 14.14 Uhr: Kurden-Demo in Köln: Polizei untersagt zwei Politiker-Auftritte +++

Die Kölner Polizei hat bei einer Demonstration von Kurden am Samstag den Auftritt zweier türkischer Oppositionspolitiker untersagt. Nach Angaben eines Sprechers hat der Versammlungsleiter das Verbot akzeptiert. Nordrhein-Westfalen setzt damit eine Vorgabe des Auswärtigen Amtes in Berlin durch. Demnach dürfen ausländische Amtsträger drei Monate vor Wahlen in ihrem Heimatland in Deutschland keinen Wahlkampf betreiben. Die Kurden wollten am Samstagnachmittag in Köln gegen den Militäreinsatz der Türkei in Nordsyrien Die Redner, deren Auftritte nun untersagt wurden, sind Abgeordnete der pro-kurdischen HDP. Nach Informationen der Nachrichtenagentur DPA handelt es sich um Ahmet Yildirim und Tugba Hezer.

+++ 14.09 Uhr: Fifa Kontrolleure nehmen Doping-Proben von russischer Sbornaja +++

Wenige Wochen vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft hat die russische Nationalmannschaft im Trainingslager Besuch von Doping-Kontrolleuren der Fifa bekommen. Das teilte der Fußballverband RFS über das Twitterkonto der Sbornaja mit. Alle Spieler sollten nach der Trainingseinheit überprüft werden, hieß es. Das Team bereitet sich derzeit in Österreich auf die WM vor. Der Fußball-Weltverband hatte am 22. Mai mitgeteilt, dass er keine Beweise für Doping-Vergehen der aktuellen russischen Nationalspieler gefunden habe. Zuvor hatte die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA nach einem ARD-Bericht Hinweise auf Proben mit auffälligen Werten an die Fifa weitergeleitet 

+++ 13.37 Uhr: Kim Jong Un trifft südkoreanischen Präsidenten +++

Der südkoreanische Präsident Moon Jae In und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un sind am Samstag nach Angaben aus Seoul überraschend erneut zu einem Gipfeltreffen zusammengekommen. Wie das Präsidialamt in Seoul mitteilte, trafen sich die beiden Politiker zwei Stunden lang im Grenzort Panmunjom in der entmilitarisierten Zone zwischen beiden Staaten. Am 27. April hatte es dort bereits ein als historisch eingestuftes Treffen der beiden Politiker gegeben, bei dem sie sich für einen Friedensschluss und eine atomwaffenfreie koreanische Halbinsel ausgesprochen hatten.

 +++ 13.32 Uhr: Nächtliche Sperrstunde macht Städte nicht sicherer +++

Eine strenge Sperrstunden-Regelung in Städten hat nach dem Ergebnis einer Studie kaum Einfluss auf die Kriminalität in der Nacht. Die erweiterte Sperrzeit reduziere die Zahl der Körperverletzungen nicht, heißt es in der Studie, die Wissenschaftler der Uni Bamberg und der TU Dresden vorlegten. Untersucht wurde in 13 Städten in Bayern, wie sich die unterschiedlichen Sperrzeiten auf die Anzahl von Körperverletzungen auswirken. "Wir konnten feststellen, dass die Sperrzeitverlängerung nur marginale Effekte auf die Anzahl der untersuchten Delikte hat", sagte Forscher Falko Tesch. "In Städten, die generell ein niedriges Gewaltpotenzial aufweisen, bleibt es niedrig", so Tesch. Gebe es hingegen ohnehin mehr Körperverletzungen als anderswo, werde dieser Trend durch kürzere Öffnungszeiten von Bars und Clubs sogar verstärkt - womöglich, weil es zu Unruhen kommt, wenn viele Gäste zugleich die Lokale verlassen.

+++ 12.21 Uhr: Leichte Erdbeben im Ruhrgebiet und in Belgien +++

Im nordwestlichen Ruhrgebiet hat am Freitagabend die Erde gewackelt. Nach Angaben des Geologischen Dienstes Nordrhein-Westfalen hatte das Beben eine Stärke von 2,7. Demnach lag das Epizentrum bei Bottrop-Kirchhellen. Auch Anwohner in Oberhausen berichteten von klirrenden Gläsern und erzitternden Möbeln. Über Gebäudeschäden gab es zunächst keine Meldungen. Wegen der geringen Tiefe des Bebens ging der Geologische Dienst davon aus, dass der Bergbau die Erschütterungen ausgelöst hat. An der belgisch-niederländischen Grenze registrierte die belgische Erdbebenwarte gegen 00.45 Uhr ein Beben der Stärke 3,1. Der Erdbebenherd lag demnach in einer Tiefe von 15 Kilometern unter der Gemeinde Kinrooi. Die Erdbebenwarte forderte auf ihrer Webseite Bürger auf, zu berichten, wie sie das Beben erlebt haben. Über Twitter berichteten mehrere Zeugen, die Erschütterung gespürt zu haben. Berichte über Folgen oder Schäden gab es zunächst nicht.


+++ 12.11 Uhr: Gesetz für gleiche Bezahlung wird kaum genutzt +++

Das neue Entgelttransparenzgesetz, mit dem Arbeitnehmer ihre Bezahlung mit der ihrer Kollegen vergleichen können, wird nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" bisher kaum genutzt. Eine Umfrage bei etwa 20 großen deutschen Unternehmen habe ergeben, dass sich die Zahl der Gehaltsanfragen in fast allen Firmen nach fast einem halben Jahr zwischen 0 und 50 bewege, schreibt das Blatt. Etwas größer sei das Interesse, das zumeist von Frauen komme, nur bei der Allianz, der Deutschen Telekom und bei der Deutschen Bank. Auch zu Klagen wegen einer ungleichen Bezahlung sei es bei den befragten Unternehmen bisher nicht gekommen.

+++ 12.03 Uhr: Blinder Passagier an Bord: Katze mit Polizei auf Streife +++

Mehr als 70 Kilometer ist ein haariger blinder Passagier mit der Polizei Cochem auf Streife gewesen. Eine schwarze Katze war wohl bei einem Einsatz in der Nacht auf Samstag unbemerkt in den Wagen gestiegen und hatte es sich auf der Rückbank bequem gemacht, wie die Polizei mitteilte. Von Ulmen aus fuhr sie unentdeckt entlang der Mosel bis in den Hunsrück mit. Erst auf der Rückfahrt von dem dortigen Einsatz wunderten sich die Beamten über einen strengen Geruch im Wagen. Aber erst, als sie schon zurück auf der Dienststelle waren, entdeckten sie die Katze auf der Rückbank und brachten sie wieder zu dem Ort, wo sie eingestiegen war.

+++ 11.53 Uhr: Kohl stufte "Blühende Landschaften" als Fehler ein +++

Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl hat nach dem Ende seiner Amtszeit laut einem "Spiegel"-Bericht intern zugegeben, die miserable Lage der DDR-Wirtschaft einst schöngefärbt zu haben. Sein Wahlkampfversprechen "blühender Landschaften" im Osten sei ein "Fehler" gewesen, vertraute Kohl demnach Beratern an. Das Nachrichtenmagazin beruft sich auf das Protokoll eines Gesprächs zwischen Kohl und Beratern 1999. Man habe absichtlich "die Negativzahlen nicht hochgespielt", obwohl er gewusst habe, wie "marode" die Wirtschaft im Osten gewesen sei, sagte Kohl demnach weiter. Er habe aber das Selbstwertgefühl der Ostdeutschen nicht schädigen wollen.

+++ 11.22 Uhr: Merkel wirbt für Wohnraumoffensive der großen Koalition +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat für die Wohnraumoffensive der großen Koalition geworben. Die geplanten 1,5 Millionen neuen Wohnungen und Eigenheime in den kommenden vier Jahren seien "dringend notwendig", sagte Merkel in ihrem Podcast. Dafür würden Mittel in Höhe von mehr als sechs Milliarden Euro eingesetzt. "Im sozialen Wohnungsbau werden wir die Länder noch einmal massiv unterstützen - und zwei Milliarden Euro dafür zur Verfügung stellen", sagte Merkel. Auch normaler bezahlbarer Wohnraum solle gefördert werden. Familien sollten sich nicht zwischen Wohneigentum oder Kindern entscheiden müssen, fügte sie unter Verweis auf das Baukindergeld hinzu. Die Bundeskanzlerin verwies in diesem Zusammenhang auch auf Pläne für verbilligtes Bauland für Kommunen sowie ein schlankeres Baurecht. Merkel kündigte an, auch die Situation der Mieter solle verbessert werden. So sollten sie das Recht zu einer Auskunft über die Vormiete erhalten. "Damit kann man besser nachprüfen, ob die Mietpreisbremse auch wirklich wirkt", sagte die Kanzlerin. Zudem solle der Mietspiegel standardisiert und transparenter gemacht werden.
 

+++ 11.16 Uhr: Betrunken durch die Nacht: Rollerfahrerinnen schwer verletzt +++

Etwa 40 Minuten lang haben zwei Rollerfahrerinnen in der Nacht zum Samstag schwer verletzt auf einer Straße in Baden-Württemberg gelegen. Die 20-Jährige, die den Roller lenkte, war nach Polizeiangaben betrunken und hatte auf dem Weg zwischen Niederstotzingen und Sontheim an der Brenz die Kontrolle über das Fahrzeug verloren. Der Roller habe sich mehrfach überschlagen. Die 20-Jährige und ihre 17 Jahre alte Sozia seien zunächst verletzt auf der Fahrbahn liegengeblieben und erst nach 40 Minuten entdeckt worden, teilte die Polizei in Ulm mit. Ein Rettungswagen brachte sie in ein Krankenhaus. Die 20-Jährige erwartet nun eine Anzeige wegen Gefährdung des Straßenverkehrs.

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 +++ 11.05 Uhr: Weltrekord bei Darts-Turnier in Gelsenkirchen +++

Mehr als 20.000 Zuschauer haben in der Fußball-Arena in Gelsenkirchen für einen Publikums-Weltrekord im Darts gesorgt. Insgesamt seien 20.100 Zuschauer bei dem Event dabei gewesen, teilte der Veranstalter am Samstag mit. Das Finale des hochkarätig besetzten Turniers fand gegen Mitternacht statt. Damit fiel die jahrzehntealte Bestmarke aus dem Jahr 1939, als mehr als 14.000 Fans zu einem Turnier in die britische Hauptstadt London gekommen waren. Der Rekord nach 1945 lag bisher bei mehr als 12.000 Zuschauern und wurde erst im Februar in Berlin aufgestellt. Das Turnier im Gelsenkirchener Fußballstadion mit 16 Spielern, darunter der beste deutsche Darts-Profi Max Hopp, der niederländische Weltranglistenerste Michael van Gerwen und der britische Weltmeister Rob Cross, hatte am Freitagnachmittag begonnen.

+++ 11.04 Uhr: Zugausfälle und lange Wartezeiten auf Bahnstrecke Hamburg-Sylt +++

Reisende von und nach Sylt brauchen ausgerechnet an diesem sommerlichen Wochenende viel Geduld. Wegen beschädigter Schienen kommt es auf der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Westerland zu erheblichen Verspätungen und Zugausfällen, wie die Bahn mitteilte. Laut der Internetseite der Deutschen Bahn fallen am Samstag neun Regionalexpress-Züge aus, am Sonntag zehn. Betroffen sind aber auch die Autozüge, wie eine Sprecherin des privaten Anbieters RCD sagte. In Westerland mussten Reisende am Samstagvormittag bis zu vier Stunden Wartezeit in Kauf nehmen. In Niebüll habe es dagegen keine größeren Wartezeiten gegeben, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn.

+++ 10.51 Uhr: Künstler lässt sich lebend begraben +++

Ein Australier lässt sich für ein Festival drei Tage lang lebendig begraben. Der Container mit dem Künstler Mike Parr soll am 14. Juni unter einer Straße in Hobart, der Hauptstadt des australischen Insel-Bundesstaats Tasmanien, in den Boden versenkt werden. Mit unter die Erde nimmt er Skizzenblock, Stifte, Wasser, Bettzeug und einen Hocker zum Meditieren, wie die Nachrichtenagentur AAP berichtet. Anlässlich des dreitägigen Dark-Mofo-Festivals soll die Aktion an dunkle Kapitel der Kolonialvergangenheit erinnern, genauer: an die nahezu komplette Auslöschung der Aboriginal-Urbevölkerung Tasmaniens nach Ankunft britischer und irischer Siedler im 19. Jahrhundert.

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+++ 10.41 Uhr: Serbien erhöht Autobahn-Tempolimit auf 130 Stundenkilometer +++

Das Transitland Serbien hat das Tempolimit auf seinen Autobahnen von 120 auf 130 Stundenkilometer angehoben. Das berichteten Medien in Belgrad über einen entsprechenden Beschluss des Parlaments vom Vorabend. Damit werde die Geschwindigkeitsbegrenzung an die Werte in den Nachbarländern angepasst, hieß es zur Begründung. Besonders Urlauber und Gastarbeiter waren auf ihrem Weg von Süddeutschland und Österreich nach Griechenland oder die Türkei aus Unkenntnis oft von der Polizei für die Überschreitung der zulässigen Geschwindigkeit bestraft worden.

+++ 10.33 Uhr: Busunfall mit 19 Toten in Uganda +++

Bei einem Busunfall mit einem Traktor und einem Lastwagen sind in Uganda 19 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten seien drei Kinder, teilte die örtliche Polizei mit. Die Verletzten seien zur Behandlung in die nordugandische Stadt Kiryandongo gebracht worden. Der Bus habe zunächst den Traktor gerammt und sei dann gegen den mit Bier beladenen Laster gefahren. Der Unfall habe sich in der Nacht ereignet. Wie viele Menschen verletzt wurden, war zunächst unklar. In Uganda kommt es immer wieder zu Busunfällen. Oft sind sie auf zu schnelles Fahren, Trunkenheit am Steuer oder auf den schlechten Zustand der Fahrzeuge zurückzuführen. 

+++ 9.13 Uhr: Eltern von kleinem Benito Mussolini von Gericht vorgeladen +++

Ärger für die Eltern des kleinen Benito Mussolini aus Italien: Ein Gericht in Genua hat sie einem Medienbericht zufolge vorgeladen, um mit ihnen über einen Wechsel des Vornamens ihres 14 Monate alten Sohnes zu sprechen. Einer in Italien üblichen Tradition folgend hatte das Paar sein Kind nach einem Großvater benannt. Weil die Familie Mussolini heißt, ist der Name des kleinen Jungen identisch mit dem des faschistischen Diktators, der Italien bis 1943 regierte. Das rief das Gericht auf den Plan, wie die Zeitung "Gazzetta di Parma" berichtete. Die Richter sorgen sich um das Wohlergehen des Kindes.

+++ 9.04 Uhr: Städtetag fordert kostenfreie Ausbildung für Erzieher +++

Der Deutsche Städtetag fordert eine kostenfreie Ausbildung für Erzieher. "Dass angehende Erzieherinnen und Erzieher für ihre Ausbildung bezahlen müssen, ist ein Anachronismus, der abgeschafft gehört", sagte der Hauptgeschäftsführer des Städtetags, Helmut Dedy, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". In den Kindertagesstätten fehlten mehrere tausend Fachkräfte. Neben der Gebührenfreiheit seien deshalb auch eine höhere Attraktivität der Ausbildung und mehr Plätze nötig. In Niedersachsen führten die Kommunen bereits vielversprechende Gespräche mit dem Land über eine duale Ausbildung für Erzieher, sagte Dedy. Als "positiven Schritt" wertete er, dass Union und SPD im Bund für die Kinderbetreuung in der bis 2021 laufenden Wahlperiode zusätzlich 3,5 Milliarden Euro ausgeben wollen.

+++ 8.44 Uhr: Peruanische Polizei hebt Geldfälscherbande aus +++

Die peruanische Polizei hat nach eigenen Angaben in der Hauptstadt Lima eine Geldfälscherbande ausgehoben. Fast acht Millionen Dollar und elf Millionen Euro Falschgeld sowie Gerätschaften seien beschlagnahmt worden, teilte die Abteilung für Betrugsbekämpfung am Freitag mit. Die Blüten waren demnach vermutlich für die USA, Europa sowie die Staaten der Andengemeinschaft  - Bolivien, Ecuador, Kolumbien und Peru - bestimmt. Die Fahnder nahmen fünf Verdächtige fest, darunter den mutmaßlichen Anführer der Bande. Erst im April hatte die Polizei 15,3 Millionen gefälschte Dollar sichergestellt. Peru gilt seit 2013 als das Land, in dem weltweit die meisten Dollar-Blüten hergestellt werden. Davor hatte Kolumbien diesen zweifelhaften Ruf.

+++ 8.24 Uhr: 90-Millionen-Jackpot nicht geknackt +++

Auch in der nächsten Woche bekommen Lottospieler die Chance auf 90 Millionen Euro. Der Eurojackpot ist auch bei der neunten Ziehung hintereinander nicht geknackt worden. Gezogen wurden die Gewinnzahlen 15-31-35-40-46 plus die Zusatzzahlen 3 und 8. In der zweiten Gewinnklasse seien damit bei der nächsten Ziehung voraussichtlich 20 Millionen Euro zu vergeben. Die machte vier Tipper zu Millionären: Ein Spieler oder eine Tippgemeinschaft aus Niedersachsen bekommt rund 2,3 Millionen Euro. Den gleichen Betrag streichen jeweils zwei Teilnehmer aus Italien und einer aus Dänemark ein.

+++ 8.01 Uhr: Geisterfahrerin stirbt bei Zusammenstoß auf Autobahn 7 +++

Eine Geisterfahrerin ist bei einem Frontalzusammenstoß auf der Autobahn 7 in Bayern ums Leben gekommen. Die 50-Jährige verunglückte nach Polizeiangaben  nahe Illertissen. Auf der falschen Fahrbahn kam der Frau zunächst ein Lastwagen entgegen, dessen Fahrer es noch schaffte auszuweichen. Ein Fahrer eines Kleintransporters konnte aber nicht mehr reagieren. Sein Fahrzeug stieß frontal mit dem Wagen der Falschfahrerin zusammen. Sie starb noch an Ort und Stelle. Ein weiteres Auto fuhr auf den Kleintransporter auf. Ein Ehepaar und seine zwei Kinder an Bord wurden dabei verletzt. Sie wurden genauso wie der 58-jährige Fahrer des Kleintransporter in ein Krankenhaus gebracht. Für die Bergungsarbeiten blieb die A7 in Richtung Würzburg drei Stunden lang gesperrt.

+++ 6.04 Uhr: Marktforscher: Deutsche kaufen ihr Eis öfter im Handel +++

Wer sein Eis nicht in der Eisdiele oder am Büdchen, sondern im Supermarkt kauft, kann viel Geld sparen. Und das tun die Verbraucher in Deutschland offenbar gern. In den vergangenen zwölf Monaten stiegen die Umsätze mit Eiscreme im Lebensmittelhandel und in Drogeriemärkten um fast 4 Prozent auf rund 1,5 Milliarden Euro, wie das Marktforschungsunternehmen Nielsen mitteilte. Das reichte alles in allem für gut 468 Millionen Liter Speiseeis. Pro Kopf gaben die Menschen in Deutschland von April 2017 bis März 2018 nach Angaben der Marktforscher im Handel rund 19 Euro für Eiscreme aus. Vor allem von April bis August sei Eiszeit, sagte der Nielsen Eis-Experte Till Inderfurth.

+++ 4.41 Uhr: Zwölfjähriges Mädchen stirbt durch Tropensturm "Mekunu" +++

Im Sultanat Oman ist ein Kind durch den Tropensturm "Mekunu" ums Leben gekommen. Ein zwölfjähriges Mädchen wurde von einer Sturmböe erfasst und gegen eine Wand geschleudert, wie die Polizei mitteilte. Zuvor hatte "Mekunu" das Land mit sintflutartigen Regenfällen und starken Böen erreicht, wie ein AFP-Fotograf in Salalah berichtete. Es wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 170 Stundenkilometern erwartet. Der inzwischen in die Kategorie zwei hochgestufte "Mekunu" ist der erste Tropensturm der diesjährigen Saison im Indischen Ozean. Die Behörden erklärten, sie hätten 10.000 Menschen aus Schulen und Regierungsgebäuden evakuiert, vor allem im 200.000 Einwohner zählenden Salalah, der Hauptstadt der Provinz Dhofar.

+++ 4.04 Uhr: Experte: Opel wird immer mehr zum Sanierungsfall +++

Der Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer sieht die Zukunft des Autoherstellers Opel düster. Die Verkaufszahlen der vom französischen PSA-Konzern übernommenen Marke sackten in Deutschland und Europa immer weiter ab, so dass Investitionen in eigenständige Modelle kaum noch möglich seien, meint der Direktor des Car-Instituts an der Universität Duisburg-Essen. Die große Nervosität bei IG Metall, Betriebsrat und der Politik über den eingeschlagenen Sanierungskurs sei daher nachvollziehbar. "PSA-Chef Tavares scheint bereit zu sein, mit vielen "goldenen Handshakes" Opel profitabel zu machen. Damit degeneriert Opel zu einer PSA-Hülle", schreibt Dudenhöffer in einer Analyse der jüngsten Verkaufszahlen. Die Werke Eisenach und Kaiserslautern sowie der Stammsitz Rüsselsheim im heutigen Umfang würden für ein derartiges Geschäftsmodell nicht gebraucht.

+++ 3.17 Uhr: Brasilianische Regierung setzt Armee gegen streikende Lkw-Fahrer ein +++

Die brasilianische Regierung hat den Einsatz der Armee zur Räumung der von streikenden Lastwagenfahrern errichteten Straßenblockaden angeordnet. Verteidigungsminister Joaquim Silva e Luna kündigte einen "schnellen" Einsatz der Streitkräfte an. Präsident Michel Temer hatte zuvor die Anweisung erteilt, die Straßensperren aufzulösen. Mit ihrem Protest legen die Lkw-Fahrer das Land seit mehreren Tagen nahezu komplett lahm, die Versorgung mit Lebensmitteln und Treibstoffen ist stark beeinträchtigt. "Wir werden nicht hinnehmen, dass die Bevölkerung von lebensnotwendigen Gütern abgeschnitten wird", sagte Präsident Temer. Die Regierung akzeptiere die Forderungen, aber eine "radikale Minderheit" der Fahrer setze die Blockaden fort. Der Protest der Fahrer richtet sich gegen hohe Dieselpreise des staatlichen Ölkonzerns Petrobras.

+++ 2.16 Uhr: Tumulte beim einzigen öffentlichen WM-Training der Seleção +++

Beim einzigen öffentlichen Training der brasilianischen Nationalmannschaft vor der Fußball-WM haben sich tumultartige Szenen abgespielt. Rund 400 Fans warteten vor dem Eingang zum Trainingsgelände Granja Comary im Bundesstaat Rio de Janeiro und blockierten den Verkehr, wie das Nachrichtenportal UOL  berichtete. Die Polizei ging gegen einige Fans vor, die nach

stundenlangem Warten die Anlage gestürmt hatten. Am Sonntag reist das Team von Nationaltrainer Tite nach London, wo es seine Vorbereitung auf die Fußballweltmeisterschaft fortsetzt. Im ersten Gruppenspiel der Weltmeisterschaft trifft die Seleção am 17. Juni auf die Schweiz.

+++ 1.04 Uhr: 89 Rechtsextreme und 24 Islamisten seit 2011 in Bundeswehr entdeckt +++

In der Bundeswehr sind in den vergangenen Jahren einem Medienbericht zufolge 89 Rechtsextremisten und 24 Islamisten entdeckt worden. Dies berichteten die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf Angaben des Verteidigungsministeriums. "Im Zeitraum 2010 bis 2018 wurden insgesamt 89 Angehörige der Bundeswehr als Rechtsextremisten bewertet", hieß es. Dem Bericht zufolge wurden von 2008 bis 2018 15 Bundeswehr-Angehörige als linksextremistisch eingestuft worden, seit 2011 gab es nur einen Fall. Weiter hieß es, es habe seit 2011 über 300 Verdachtsfälle von Islamismus bei der Bundeswehr gegeben, von denen sich 200 nicht bestätigten. In 24 Fällen wurden die Angehörigen demnach als Islamist eingestuft.

+++ 0.50 Uhr: In zwei Tagen knapp 1500 Flüchtlinge auf dem Mittelmeer gerettet +++

Europäische Grenzschützer und Aktivisten haben bei gemeinsamen Einsätzen am Donnerstag und Freitag knapp 1500 Flüchtlinge auf dem zentralen Mittelmeer gerettet. Nach Angaben der italienischen Küstenwache waren an den Einsätzen die italienische Marine, Schiffe von Nichtregierungsorganisationen - darunter auch aus Deutschland - sowie der EU-Grenz- und Küstenschutzbehörde Frontex beteiligt. Die italienische Küstenwache koordinierte den Einsatz. Allein am Freitag wurden demnach bei sieben Einsätzen 1050 Flüchtlinge gerettet. Die deutschen Organisationen Sea-Watch und Sea-Eye bargen dabei nach eigenen Angaben 450 Migranten von drei überladenen Booten. Bei der Bergung der Menschen von einem der drei Boote sei ein Schiff der libyschen Küstenwache aufgetaucht, weshalb mehrere Insassen des Flüchtlingsboots ins Meer gesprungen seien.

+++ 0.19 Uhr: Kolumbiens Polizei nimmt früheren Auftragsmörder "Popeye" fest +++

Die kolumbianische Polizei hat einen der wichtigsten Auftragsmörder des früheren Drogenbarons Pablo Escobar festgenommen. Jhon Jairo Velásquez alias "Popeye" sei in Medellín wegen mutmaßlicher Erpressung und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Der 56-Jährige saß 23 Jahre seines Lebens im Gefängnis und kam 2014 frei.  Wegen Drohungen gegen den linken Präsidentschaftskandidaten Gustavo Petro und dessen Anhänger auf seinem Twitter-Account wurde Velásquez bereits überwacht. Festgenommen worden sei er aber wegen "Erpressung", heiß es aus dem Büro der Staatsanwaltschaft. Nach seiner Haftentlassung wurde Velásquez zu einem aktiven Nutzer sozialer Medien wie Twitter.

+++ 0.09 Uhr: G20-Krawalle: 1619 Ermittlungsverfahren, drei Haftstrafen +++

Knapp elf Monate nach den schweren Krawallen beim G20-Gipfel in Hamburg sind 1619 Ermittlungsverfahren eröffnet worden. Das berichtet die "Rheinische Post" unter Berufung auf interne Auflistungen von Staatsanwaltschaften und Gerichten. Unter 136 Anklagen sei es bislang lediglich zu drei rechtskräftigen Haftstrafen ohne Bewährung zwischen 16 und 39 Monaten gekommen. Mehr als 30 Verurteilungen endeten den Angaben zufolge mit Bewährungsstrafen. Viele Tatverdächtige seien mangels Beweisen oder gegen Auflagen wieder auf freien Fuß. Unter den verurteilten Tätern aus Deutschland seien die meisten direkt aus Hamburg gekommen, berichtet die Zeitung. Gerichtsentscheidungen hätten sich auch gegen vier Italiener, zwei Franzosen, zwei Ungarn sowie Staatsangehörige aus Polen, Russland, Spanien, Tschechien, Serbien, Österreich und dem Senegal gerichtet.

nik/DPA/AFP