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Benzinpreise: Beckstein fordert Autobahn-Maut

Günther Beckstein fordert in einem Zeitungsinterview eine drastische Senkung der Mineralölsteuer - bei gleichzeitiger Einführung einer allgemeinen Autobahn-Maut. Der bayerische Ministerpräsident schlägt vor, eine PKW-Vignette für 120 Euro im Jahr einzuführen - um auch ausländische Fahrer zur Kasse bitten zu können.

Angesichts der gestiegenen Benzinpreise hat Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) vorgeschlagen, die Mineralölsteuer mittels Einführung einer PKW-Maut von 120 Euro pro Jahr deutlich zu senken. In der "Bild"-Zeitung sprach sich der CSU-Politiker dafür aus, die Mineralölsteuer auf Benzin um 15 Cent und auf Diesel um 10 Cent zu reduzieren. Die geschätzten Einnahmeausfälle in Höhe von rund 7 Milliarden Euro will Beckstein im wesentlichen durch den Verkauf einer PKW-Vignette für 120 Euro pro Jahr gegenfinanzieren.

"Die Einführung einer Autobahn-Vignette für PKW in Höhe von 120 Euro pro Jahr ist sozial gerecht", sagte Beckstein. Dann müssten endlich auch alle ausländischen Verkehrsteilnehmer einen angemessenen Beitrag zur Finanzierung der Straßen leisten. Unterm Strich kämen die meisten Autofahrer preiswerter weg als bisher. "Schon wer mehr als 9000 Kilometer im Jahr fährt, zahlt mit der Vignette weniger als bisher - das kommt vor allem den stark belasteten Pendlern zugute", sagte Beckstein.

DPA / DPA