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Berlins Regierender Bürgermeister: Klaus Wowereit will zum Jahresende zurücktreten

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit will offenbar zum 11. Dezember von seinem Amt zurücktreten. Der SPD-Politiker hat für heute Mittag eine Pressekonferenz angekündigt.

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) will offenkundig zum Jahresende zurücktreten. Das erfuhr die Nachrichtenagentur DPA am Dienstagvormittag aus Senatskreisen. Für 13 Uhr ist eine Pressekonferenz angekündigt. Von 15 Uhr an werden die Führungsgremien der Berliner SPD tagen.

Nach Berichten der "Bild" und der "B.Z." soll SPD-Landeschef Jan Stöß Nachfolger im Amt des Regierenden Bürgermeisters werden. Der 41-jährige Jurist, der zum linken Parteiflügel gehört, hatte vor zwei Jahren den damaligen SPD-Landeschef Michael Müller gestürzt. In der Landespartei ist Stöß seither nicht unumstritten. Bislang hat er keine Erfahrung in einem Regierungsamt. SPD-Fraktionschef Raed Saleh, der ebenfalls als Anwärter für die Wowereit-Nachfolge galt, kündigte für den Nachmittag eine Erklärung an.

Berliner Grüne fordern Neuwahlen

Aus Sicht der Sicht der Grünen muss es Neuwahlen geben. Angesichts der "holprigen" rot-schwarzen Koalition dürften nicht SPD und CDU entscheiden, wie es weitergeht, sondern die Berliner selbst, forderte die Fraktionsvorsitzende der Berliner Grünen, Ramona Pop. "Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für Neuwahlen."

Wowereits Beliebtheit sank zuletzt rapide

Wowereit wurde im Juni 2001 erstmals zum Regierenden Bürgermeister der Hauptstadt gewählt. Zuletzt galt er als stark angeschlagen, und seine Beliebtheit in der Bevölkerung sank rapide. Besonders das Desaster um den Bau des neuen Flughafens Berlin-Brandenburg kratzte am Ansehen des Regierungschefs. Wowereit hatte das Projekt zum wichtigsten seiner Amtszeit erklärt.

tis/llf/DPA/AFP / DPA
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