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Rechte in Sachsen Hitlergrüße und Pöbeleien gegen Flüchtlinge in Bischofswerda


Schon wieder hässliche Szenen bei der Ankunft von Flüchtlingen in Sachsen. Nach Freital, Dresden und Heidenau braucht es auch vor einem Notquartier in Bischofswerda mehr als Polizeischutz.

Nach rechten Protesten an zwei Abenden in Folge wird nun die Flüchtlingsunterkunft im sächsischen Bischofswerda besonders geschützt. Die Polizei bildete einen Kontrollbereich um die Erstaufnahmeeinrichtung. Im Umkreis von etwa 100 Metern können damit Personen ohne zusätzlichen Grund überprüft, Platzverweise ausgesprochen und Aufenthaltsverbote erteilt werden. So solle "potenziellen Störern der Wind aus den Segeln genommen werden", sagte Innenminister Markus Ulbig (CDU), der das Verhalten der Pöbler verurteilte. "Es ist beschämend, wie sich Einzelne gegenüber Schutzsuchenden benehmen." Die Anordnung gilt zunächst für gut zwei Wochen bis zum 5. Oktober.

Rechte Krawallmacher hatten Freitagabend - wie schon in der Nacht davor - vor der Halle demonstriert, so dass Busse mit Asylbewerbern nur unter Polizeischutz auf das Areal gelangten. Bis zu 100 teils alkoholisierte Rechte und Gaffer belagerten die Zufahrt, skandierten ausländerfeindliche Parolen und warfen eine Flasche gegen einen ankommenden Bus mit Asylbewerbern.

Die Versammlung löste sich erst um Mitternacht auf, bis zum Morgen blieb es dann ruhig. Derzeit sind nach Angaben der Landesdirektion 410 Flüchtlinge in dem Gebäude untergebracht, das Kapazität für rund 500 hat. Die Polizei musste an beiden Abenden mit einem Großaufgebot die Lage vor der Unterkunft beruhigen. Es gab weder Verletzte noch Festnahmen. Es wird wegen Sachbeschädigung sowie gegen zwei 18 und 34 Jahre alte Männer ermittelt, die den Hitlergruß zeigten.

Hakenkreuze an Mosche in Baden-Württemberg

Im baden-württembergischen Mögglingen wurde in der Nacht zu Samstag eine Moschee mit mehreren Hakenkreuzen und der Aufforderung "Raus" beschmiert, wie die Polizei in Aalen mitteilte. Die Moschee werde per Video überwacht, die Aufzeichnungen würden derzeit noch ausgewertet.

In Riedlingen in Baden-Württemberg brannte in der Nacht zum Samstag Müll in zwei Containern, die unmittelbar vor einer Flüchtlingsunterkunft standen. Anschließend bemerkte die Polizei Hakenkreuz-Schmierereien an dem Gebäude. Eine Gefahr für die 47 in dem Haus untergebrachten syrischen Flüchtlinge bestand nach Angaben der Polizei in Ulm nicht.

lie AFP DPA

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